Yangshuo - Preise verhandeln - Feilschen - Essen

am 17. October 2009 von Rene-Pickhardt
in Guilin
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Yangshuo ist der Touristisch bekannteste Ort in der Guilin-Gegend und fühlt sich auch genauso an. Wenn man bereit ist die doppelten bis dreifachen Preise zu zahlen kommt man hier mit Englisch wunderbar durch. Yangshuo und die gesamte gegend um Guilin ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Die Drosselgasse von China

Yangshuo ist eine sehr gefplegte Stadt, am Li-Fluss und hat sehr viele auf vordermann gebrachte Straßen, die für die Touristen schön wirken sollen. Ist man längere Zeit im Land unterwegs fühlt man sich in Yangshuo schon fast ein wenig fremd. Wegen der nationalen Ferien war der Ort total überfüllt, so dass wir nur in der Drosselgasse von Yangshuo ein Hostel finden konnten. Hier findet man unnatürlich viele Restaurants, Souvinierläden, Discotheken, Bars und Straßenhändler. Besonders begeistert war ich von einem Händler der Tshirts mit Karikaturen verkaufen wollte. Um von seinen Fähigkeiten zu überzeugen bewarb er mit den Karrikaturen bekannter Persönlichkeiten wie Barack Obama oder aber Adolf Hitler. Die Stadt ist auch sehr gut auf Backpackern eingerichtet. Viele Travel Agencies, Internetcafes und Guides kann man in Yanghsuo problemlos finden. Beherrscht man die Chinesische Sprache sollte man sich allerdings überlegen, auch in anderen Städten in der Umgebung zu übernachten. Dies wäre sowohl deutlich chinesischer und auch günstiger. Da man hauptsächlich wegen der wunderschönen Landschaft in diese Gegend fährt ist es nicht zwingend notwendig Yangshuo zu besuchen!

Essen in Yangshuo

In Yangshuo gibt es eine Großzahl an Restaurants. in den touristisch erschlossenen Straßen zahlt man hierbei etwa den 3 bis 5 fachen Preis den ich aus Peking gewohnt bin. Fairerweise muss man sagen, dass er für europäische Verhältnisse immer noch sehr günstig ist. So zahlt man für eine Pizza etwa 4-5 Euro. Allerdings gibt es auch Gerichte, bei denen sich die Chinesen in ihrem Wert für Westler verschätzen. So habe ich für 3,50 Euro an einem Abend, an dem wir uns ein Mal westliches Essen gönnen wollten, ein hervorragendes, großes Rinder-Steak mit Pommes und Gemüse gegessen.

Wir haben aber auch nach langem suchen und weitem entfernen aus den touristischen Gegendenen sogar in Yangshuo echte, chinesische Garküchen finden können. Hier konnten wir uns für halbwegs akzeptable Preise frisches Gemüse aussuchen und dieses wurde dann von dem Koch gebraten und zusammen mit gebratenem Reis reserviert.

Der Markt von Yangshuo

Am frühen Morgen eröffnet der Markt von Yangshuo. Allerdings kann man auf dem Markt im Gegensatz zu Fuli kein Gemüse, Fleisch, Essen oder andere Lebensmittel kaufen sondern lediglich Kitsch, Andenken und vermeidlich typische Souviniers. Das Interessante an dem markt ist, dass man sofort auf englisch mit Preisen angesprochen wird. entgegnet man der Person mit Chinesisch, so wird der Preis sofort durch drei geteilt. Möchte man tatsächlich etwas kaufen und besteht darauf, dass der Preis zu teuer ist, dann lässt er sich meistens noch ein weiteres Mal dritteln. So dass ich zum Beispiel für meine neue Uhr 27 Kuai an Stelle der 250 von dem Händler angesetzten gezahlt habe. Mein neues Hardrockcafe Yangshuo Shirt hat auch nur 15 an Stelle von 65 Kuai gekostet. Als Tipps für alle, die planen weitere Souviniere zu kaufen:

  1. Fragt euch, was die Produktionskosten des entsprechenden Souviniers sind und überlegt euch, dass in Deutschland der Händler eine Marge von ca. 40-60 % hat.
  2. Achtet auf die Körpersprache des Händlers, wenn er euch auf euren Preisvorschlag auslacht, dann habt ihr euch vermutlich wirklich im Preis verschätzt.
  3. Selbst dann einfach mal weggehen, meistens kommt ein benachbarter Händler und schlägt von sich aus für das gleiche Produkt einen faireren Preis vor.
  4. wenn ihr merkt, dass ihr richtig geschätzt habt aber den Preis nicht bekommen könnt einfach mal sagen, dass man kein Interesse hat und weiter gehen. oft kommt der händler sogar noch 3-5 Minuten später nachgelaufen und versucht die Preisverhandlung erneut aufzunehmen.
  5. Ganzwichtig, wenn euch der Händler nachgelaufen kommt, habt ihr gewonnen. er wird zwar immer noch einen Preis zwischen seinem letzten Angebot und eurem Vorschlagen, aber dann bekommt ihr immer euren Preis. Von eurem Preis nochmal runtergehen habe ich noch nicht probiert, halte ich aber nicht für unrealistisch.
  6. Wichtig ist jedoch, dass in China Preis ist Preis und Deal ist Deal gilt. Sollte man so weit verhandelt haben, ist man eigentlich auch dazu verpflichtet zu kaufen.

Muss man nach einer solchen Verhandlung ein schlechtes Gewissen haben? Meine Reisegruppe und ich denken, nein. Yangshuo wirkt in keinster weise arm, der Händler würde sich nicht auf den Preis einlassen, wenn er nicht immer noch ein gutes Geschäft dabei machen würde und zu guter Letzt gibt es genügend Leute, die bereit sind den ersten chinesischen Preis zu bezahlen, da er für europäische Verhältnisse immer noch sehr günstig ist.

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3 Kommentar zu “Yangshuo - Preise verhandeln - Feilschen - Essen”

  1. Yann

    Du scheinst die chinesiche Feilschkunst ja bereits perfekt zu beherrschen! ;-)

  2. Dorle + Peter Vogel

    hallo René,
    genau in Guillin waren wir vor Jahren auch, eine fantastische Landschaft. Wir sind ab heute Abend für 3 Wochen in Jordanien, Syrien u. Libanon. Dir weiter alles Gute u. liebe Grüße
    Dorle + Peter

  3. Georg

    hi rene,

    vielleicht kommt da bei mir zu sehr der deutschlehrer durch, aber so ein bisschen auf rechtschreibung und grammatik könntest du ja schon achten :) ansonsten wie immer sehr interessanter artikel

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