[caption id="attachment_767" align="alignleft" width="150" caption="Pyramide von Xian"]Pyramide von Xian am frühen Morgen auf dem Weg zur Terrakotta Armee[/caption]Nachdem wir Luoyang von morgens 5 bis abends 23 Uhr besichtigt haben (inklusive Eselfleisch Hotpot) ging es mit dem Hardsleeper über nacht weiter nach Xi’an. Wir sind bereits gegen 6 Uhr in der frühe angekommen. Das hat sich als besonders entspannt herausgestellt. Am Bahnhof waren zwar trotzdem schon Fremendenführer, die die Touristen abfangen wollten um uns einen Tripp zu den Terracotta Figuren für ca. 100 Yuan pro person zu verkaufen. Doch wir sind an diesen Leuten einfach vorbei gegangen und haben uns in einen der ofiziellen Busse zu der Terrakotta armee gesetzt. Auf dem Weg dort hin haben wir übrigens Pyramiden gesehen und uns gewundert, was das soll?

Die Terrakotta Armee

[caption id="attachment_786" align="alignright" width="150" caption="So sahen die Ausgrabungsstaedten wohl eher aus"]So sahen die Ausgrabungsstaedten wohl eher aus[/caption]Die fahrt dauerte ca. 1 Stunde und führte uns ein Stück außerhalb von Xi’an. Da unsere Nacht recht kurz war haben wir die gelegenheit genutzt und im Bus noch ein wenig geschlafen. Bei der Terracotta armee waren weder Chinesische noch westliche Touristen. Um diese Zeit ist da einfach noch nichts los. Das war verhältnis mäßig angenehm. Die Anlage um die 3 Hallen in denen die Figuren zu bestaunen sind ist sehr stark auf chinesischen Kitsch gemacht und es wird einem ähnlich wie an anderen bekannten Touristenspots probiert jeder scheißdreck zu verkaufen. Da wir die einzigen Gäste waren, haben die Angestellten ihre Arbeit noch ruhen lassen und so konnten wir auch bei herrlichem Sonnenschein zu den Figuren maschieren.

8. Weltwunder…

Die Terrakottaarmee selbst ist meiner Meinung nach keine Reise nach Xi’an wert. Obwohl wir durch unsere frühe Ankunft die Armee in einem recht ruhigen Umfeld antreffen konnten, fand ich die Armee überhaupt nicht beeindruckend. Um ehrlich zu sein, mich würde es nicht im geringsten wundern, wenn diese Armee gar nicht so alt ist wie es immer heißt, sondern einfach in guter Handarbeit vor 40 Jahren pünktlich zur öffnungspolitik als das 8. Weltwunder erschaffen worden ist. Das ist übrigens das lustigste an den Terracotta figuren. Sie werden in den Ausstellungenhallen als das 8. Weltwunder bezeichnet. Mal angenommen, die Sammlung ist echt und wirklich so alt, dann könnte man das tatsächlich als ein Wunder bezeichnen. Doch würde ich behaupten, dass die Weltwunder aus einer anderen Zeit und einem anderen Kulturkreis kommen. Etwas Chinesisches dorthin einzureihen zeugt meiner Meinung nach von einem sehr hohen Maß an dreistigkeit und Unverständnis. Mal im Ernst, die Franzosen haben auch nicht angefangen den Eifelturm plötzlich bei den Weltwundern mit einzureihen.

Stadtmauer von Xi’an

[caption id="attachment_794" align="alignleft" width="150" caption="eine Improvisierte Tischtennisplatte mit Steinnetz"]eine Improvisierte Tischtennisplatte mit Steinnetz[/caption]Nach unserem Besuch bei der Terrakotta Armee, der übrigens doch noch mit dem üblichen Tourigenerv endete (es wurde während unseres Aufenthalts ja schließlich später und entsprechend voller) macht wir uns auf um Xi’an zu erkunden. Clemens hatte den Tipp bekommen, dass dies am besten von der alten Stadtmauer aus geht. Alter Schwede! Das ist mal eine Mauer! Während die bekannte Große Mauer bei Badaling und anderen Orten neu gebaut bzw. restauriert ist, kann man in Xi’an, dass noch nie wirklich einen Krieg oder ähnliches erlbt hat eine 2000 Jahre alte Stadtmauer bestaunen, die ausnahmsweise mal nicht von der Regierung abgerissen worden ist, sondern komplett mitten in dem sich wandelnden Stadtbild erhalten ist. Die Mauer ist in etwa Quadratisch und hat einen Umfang von ca. 15 Kilometern. Sie ist bestimmt 15 Meter hoch und in etwa genauso breit und aus Stein gebaut. Das schönste ist, dass man die Mauer besteigen kann und sie ein Mal komplett umwandern kann. Dies geht übrigens auch mit Fahrrädern und Tandems.
[caption id="attachment_799" align="aligncenter" width="800" caption="Stadtmauer von Xian versinkt unter den Plattenbauten"]Stadtmauer von Xian versinkt unter den Plattenbauten[/caption]Da Clemens schon ein Mal in Xi’an war und sich damals ein Fahrrad gemietet hat bat er mich darum, dass wir nur ein Viertel der Stadmauer anschauen und dafür gemütlich laufen. Ich war einverstanden. Die 2 Stunden die wir mit vielen Pausen zum Fotographieren auf der Stadtmauer entlangliefen waren äußerst spannend. Von der hohen Stadtmauer konnte man sich in der Tat einen guten überblick über die gewaltige Stadt machen. Man sah auch sehr beeindruckend die ganzen Baustellen, an denen mächtige Hochhausanlagen entweder zum wohnen oder als Büroflächen hochgezoen werden.

Buddhistisches Viertel

[caption id="attachment_792" align="alignright" width="150" caption="buddhistischer Tempel in Xian"]buddhistischer Tempel in Xian[/caption]Nachem wir die Stadtmauer besichtigt haben, ging es in ein Buddhistisches Viertel. Hier konnten wir über einen Markt wandern und uns einfach von dem Leben in den Gassen treiben lassen. Fremdartiges (aber sehr leckeres), süßes Gebäck essen und uns bei einem für china so typischen Nudelsüppchen (niu rou mian) stärken.
Überschattet wurde unser Tripp durch dieses viertel eigentlich nur durch meine Blasen, die ich mir auf der Stadtmauer zugezogen habe. Doch wir schafften es tatsächlich in einer Drogerie Blasenpflaster, die wie sich später herausstellte, kaum helfen sollten, zu erstehen. Das Problem war nun, dass man Blasenpflaster auf trockene und frisch gereinigte Füße auftragen soll. Just in dem Moment als Clemens und ich diskutierten, was zu tun sei wurden wir von einem Bewohner Xi’ans angesprochen, er wolle mit uns Ausländern sein Englisch üben. Eine Situation die man in China ja häufiger erlebt und eigentlich fast immer abtut. Aber in dem Fall meinte ich ganz lässig, wenn er mir einen Platz besorgen kann an dem ich meine Füße verpflegen kann unterhalte ich mich gerne so lange mit ihm auf Englisch. Clemens war empört. Der Bewohner aus Xi’an brachte uns zum nächsten Krankenhaus in das wir einfach reinmaschierten in den öffentlichen Duschen uns säuberten und danach die Blasenpflaster verarbeiteten. Der junge mann war leider ein bisschen anhänglich und nervig und probierte uns allerlei Sachen zu verkaufen, die er in seiner riesen Tasche zufälligerweise mit sich trug. Clemens verfluchte mich schon innerlich, da er befürchtete diesen Chinesen nie wieder loszuwerden. Ich im Gegenzug fand unser erlebnis ziemlich spannend und war froh, mich um meine Füße gekümmert zu haben.

Tatsächlich stelle es sich heraus, dass der Chinese nachdem er uns geholfen hatte und wir ihm nichts abkaufen wollte, sich von ganz alleine aus dem Staub machte. Clemens und ich waren jetzt selbst von der bis dato spannenden, schönen aber auch ansträngenden Reise erschöpft und haben beschlossen, dass wir uns ein langes gutes Abendessen gönnen um mit dem nächsten Zug nach Chengdu weiterfahren zu können.

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Bei unserer Reise nach Luoyang haben wir natürlich auch die im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der Unesco anerkannten Longmen Grotten besichtigt. Da wir etwas viel Zeit im Shaolin Tempel verbracht haben, waren wir leider so spät, dass es sich nicht mehr rentiert hätte eine Eintrittskarte zu kaufen, um die Grotten und vor allem auch Buddhastatuen von nahmen zu bestaunen. Da die Longmengrotten aber vor dem Fluss liegen, konnten wir trotzdem ein wunderschönes Panorama während der Dämmerung genießen.

Als Reistipp für Luoyang kann man getrost sagen, dass man diese Millionenstadt innerhalb von einem Tag besichtigen kann. Es gibt kaum Sehenswürdigkeiten. Das Shaolinkloster ist inklusive Anfahrt innerhalb von einem Vormittag erreichbar und für die Longmangrotten reichen auch ein bis zwei Stunden.

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Unsere zweite Reise begann in der chinesischen Stadt Luoyang. In Luoyang konnte man bereits den roten Faden und die große Erkenntniss der Reise sehen. Es gibt in China Millionenstädte und man bekommt einfach nichts davon mit. Das ist unvorstellbar! Luoyang befindet sich in der Provinz Henan und liegt am Luohe Fluss. die Stadt ist aus mehreren Gründen in China sehr berühmt. Es wird behauptet, dass die berühmten chinesischen Philosophen Konfuzius und Laozi in Luoyang studiert haben. Mit über 6 Millionen Einwohnern ist Luoyang ca. doppelt so groß wie Berlin. Von der Stadt selbst haben wir kaum etwas gesehen. Nach unserer Ankuft um 7:30 morgens hatten wir ein etwas außerhalb gelegenes Ziel. Ein altes Shaolin Kloster in dem heutzutage immer noch Mönche im Kung fu ausgebildet werden.

Sehenswürdigkeiten im Shaolin Kloster

Die Anlagen des südöstlich von Luoyang gelegenen Shaolin Tempels sind auf einer recht großen Fläche ausgedehnt. Neben den Gebäuden, die sich in der Architektur kaum von anderen Klostern und Templen, die ich in China bislang gesehen habe unterscheiden, bekommt man im Shaolin Temple noch einige andere Sehenswürdigkeiten geboten.

  1. Pagodenwald
  2. Kungfu Show
  3. Skulpturensammlung
  4. schöne Landschaft

In diesem Artikel gehe ich vor allen Dingen auf die Kungfu kämpfenden Mönche ein.

Shaolin Kungfu

Im Shaolin Temple gibt es 3 mal täglich eine Kungfu Show, die man kostenfrei besuchen kann. Kostenfrei heißt, dass sie im Eintrittsgeld von 100 Yuan enthalten ist. Hierbei habe ich mehrere Kungfu Videos aufgenommen und stelle sie weiter unten bereit. Shaolin Kungfu wird als Teil der Chan-Buddhistischen Glaubenstradition von diesem Mönchsorden praktiziert. Der Orden ist weltberühmt und auch ich kannte diese Kampfkunst bereits aus dem Deutschen Fernsehn. Seit 1996 ist das Kloster des ersten Patriarchen und der Pagodenwald übrigens auf der Liste der Chinesischen Denkmäler.
Der Tempel ist 1600 Jahre alt und hat entsprecehend mehrere Dynastien überlebt. Den Höhepunkt der Kampfkunst bildte die Zeit zwischen 1368 bis 1644 in der Ming-Dynastie, in der die Armee des Tempels etwa 2500 Soldaten stark gewesen sein soll. bis 1928 wurde der Tempel von mehreren Kriegsfürsten und Kaisern mehrfach zerstört, da man Angst vor der Stärke der Soldaten und Mönche hatte. Der Tempel wurde nur in kleinen Teilen wieder aufgebaut.

Shaolin Mönch zerstört Glasplatte und Luftballon mit Nagel

Shaolin Mönch zerstört Eisenstab mit seinem Kopf

Junger Shaolin Mönch (Kind)

2 Shaolinmönche

Konzentrierter Shaolin Mönch hält Waffen mit Körper auf

Endkampf der Shaolin Mönche

Freies Training

ohne Waffen

mit Waffen

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Longmen Grotten (Luoyang ) - Unesco Weltkulturerbe

Tuesday, August 24th, 2010

Bei unserer Reise nach Luoyang haben wir natürlich auch die im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der Unesco anerkannten Longmen Grotten besichtigt. Da wir etwas viel Zeit im Shaolin Tempel verbracht haben, waren wir leider so spät, dass es sich nicht mehr rentiert hätte eine Eintrittskarte zu kaufen, um die Grotten und vor allem auch Buddhastatuen von nahmen zu bestaunen. Da die Longmengrotten aber vor dem Fluss liegen, konnten wir trotzdem ein wunderschönes Panorama während der Dämmerung genießen.

Als Reistipp für Luoyang kann man getrost sagen, dass man diese Millionenstadt innerhalb von einem Tag besichtigen kann. Es gibt kaum Sehenswürdigkeiten. Das Shaolinkloster ist inklusive Anfahrt innerhalb von einem Vormittag erreichbar und für die Longmangrotten reichen auch ein bis zwei Stunden.

Shaolin Kloster - Kung fu Video - Shaolin Mönch (Luoyang)

Wednesday, February 24th, 2010

Unsere zweite Reise begann in der chinesischen Stadt Luoyang. In Luoyang konnte man bereits den roten Faden und die große Erkenntniss der Reise sehen. Es gibt in China Millionenstädte und man bekommt einfach nichts davon mit. Das ist unvorstellbar! Luoyang befindet sich in der Provinz Henan und liegt am Luohe Fluss. die Stadt ist aus mehreren Gründen in China sehr berühmt. Es wird behauptet, dass die berühmten chinesischen Philosophen Konfuzius und Laozi in Luoyang studiert haben. Mit über 6 Millionen Einwohnern ist Luoyang ca. doppelt so groß wie Berlin. Von der Stadt selbst haben wir kaum etwas gesehen. Nach unserer Ankuft um 7:30 morgens hatten wir ein etwas außerhalb gelegenes Ziel. Ein altes Shaolin Kloster in dem heutzutage immer noch Mönche im Kung fu ausgebildet werden.

Sehenswürdigkeiten im Shaolin Kloster

Die Anlagen des südöstlich von Luoyang gelegenen Shaolin Tempels sind auf einer recht großen Fläche ausgedehnt. Neben den Gebäuden, die sich in der Architektur kaum von anderen Klostern und Templen, die ich in China bislang gesehen habe unterscheiden, bekommt man im Shaolin Temple noch einige andere Sehenswürdigkeiten geboten.

  1. Pagodenwald
  2. Kungfu Show
  3. Skulpturensammlung
  4. schöne Landschaft

In diesem Artikel gehe ich vor allen Dingen auf die Kungfu kämpfenden Mönche ein.

Shaolin Kungfu

Im Shaolin Temple gibt es 3 mal täglich eine Kungfu Show, die man kostenfrei besuchen kann. Kostenfrei heißt, dass sie im Eintrittsgeld von 100 Yuan enthalten ist. Hierbei habe ich mehrere Kungfu Videos aufgenommen und stelle sie weiter unten bereit. Shaolin Kungfu wird als Teil der Chan-Buddhistischen Glaubenstradition von diesem Mönchsorden praktiziert. Der Orden ist weltberühmt und auch ich kannte diese Kampfkunst bereits aus dem Deutschen Fernsehn. Seit 1996 ist das Kloster des ersten Patriarchen und der Pagodenwald übrigens auf der Liste der Chinesischen Denkmäler.
Der Tempel ist 1600 Jahre alt und hat entsprecehend mehrere Dynastien überlebt. Den Höhepunkt der Kampfkunst bildte die Zeit zwischen 1368 bis 1644 in der Ming-Dynastie, in der die Armee des Tempels etwa 2500 Soldaten stark gewesen sein soll. bis 1928 wurde der Tempel von mehreren Kriegsfürsten und Kaisern mehrfach zerstört, da man Angst vor der Stärke der Soldaten und Mönche hatte. Der Tempel wurde nur in kleinen Teilen wieder aufgebaut.

Shaolin Mönch zerstört Glasplatte und Luftballon mit Nagel

Shaolin Mönch zerstört Eisenstab mit seinem Kopf

Junger Shaolin Mönch (Kind)

2 Shaolinmönche

Konzentrierter Shaolin Mönch hält Waffen mit Körper auf

Endkampf der Shaolin Mönche

Freies Training

ohne Waffen

mit Waffen

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