Bei unserer Fahrt nach Guilin haben wir uns natürlich auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen. Diese sind in China zunächst ein Mal sehr günstig, doch es gibt das Ein oder Andere was man beachten kann, damit man sich ein bisschen Zeit und Nerven sparen kann.
Eisenbahn in China - Hardsleeper oder Softsleeper?
[caption id="attachment_457" align="alignleft" width="150" caption="Peking Westbahnhof"]
[/caption]Vor der Fahrt muss man sich ein Ticket kaufen. Das klingt zwar trivial, ist aber essentiell. Denn man kommt ohne Ticket gar nicht erst in den Bahnhof herein (Zumindest war das bei den größeren Bahnhöfen die wir gesehen haben immer so). Außerdem sind die Fahrten oft schon Tage vorher ausgebucht. Der Bahnhof lässt sich ein bisschen mit einem Flughafen vergleichen. Sicherheitskontrollen für die Reisenden, Wartehallen und dann ein Zeitfenster in dem geboardet wird.
[caption id="attachment_454" align="alignright" width="150" caption="Hardsleeper von innen"]
[/caption]Für Fernreisende gab es früher vier verschiedene Preiskategorien. Hardseater, Softseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Heuzutage gibt es nur noch die Hardseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Der Hardsleeper ist hierbei der Way to go. Zwar ist er teurer als der Hardseater, aber niemals überbucht, so dass man definitiv sein eigenes Bett bzw. einen eigenen Platz hat. Außerdem sind die Wege zu den Toiletten nicht verstopft. Da China sehr groß ist, kann so eine Zugfahrt schon mal länger als 24 Stunden dauern und möchte man doch gerne mal schlafen. Für unsere Hardsleepertickets haben wir 40 Euro gezahlt (27 Stunden Fahrt!). Der Wagen mit Hadseatern besteht aus einem langen Gang auf der einen Seite des Zuges und auf der Seite des Gangs sind Abteile, ohne Türen, mit 6 Betten. Ein Kopfkissen und Decken sind in dem Zug vorhanden.
Wer lieber ungestört ist, kann sich mit 4 Leuten ein Softsleeper Wagon teilen. Man zahlt etwa den doppelten Preis, dafür kann man aber das Abteil abschließen. Man kann als Europäer aufrecht auf dem unteren Bett sitzen, da ja nur zwei Betten sich die Höhe des Zugs aufteilen müssen und keine drei, wie beim Hardsleeper. Außerdem erschienen mir die Betten im Softsleeper ein wenig breiter. Wir waren uns allerdings einig, dass der Softsleeper nur zu wählen ist, wenn der Hardsleeper ausgebucht ist, da Hardseater ein absolutes Nogo für Reisen über 6 Stunden ist.
[caption id="attachment_459" align="alignleft" width="150" caption="schlechtes essen im Zug"]
[/caption]Abstand nehmen sollte man übrigens von dem Speisewagen in der chinesischen Eisenbahn. Ich habe noch nie in meinem Leben so schlechtes Essen gegessen, obwohl es nur ein bisschen Reis mit Hühnerfleisch war. Das Hühnerfleisch hatte sogar die Krallen der Hühner in kleingeschnitten dabei! Sinnvollerweise kauft man sich vor der reise Obst oder andere Snacks. Besonders beliebt sind Instant-Nudeln, da man in der Eisenbahn kostenlos heißes Wasser bekommt. Wer kein Essen mitbringt kann auch frisches Obst beim Schaffner kaufen, der in regelmäßigen Abständen vorbeikommt. [caption id="attachment_452" align="alignright" width="150" caption="Toilette im chinesischen Zug"]
[/caption]Die Toiletten im Zug sind zwar typisch Chinesisch erschienen mir aber sauberer als die von Deutschen Zügen. Eine Besnderheit ist übrigens, dass sie an Bahnhöfen abgesperrt werden. Denn man möchte nicht, dass die Fahrgäste ihr Geschäft auf den Bahnsteig “spühlen”
Öffentliche Busse
Von den Bussen in China kann man, ähnlich wie bei den Zügen wahrhaftig nicht behaupten, dass sie teuer sind. Allerdings sind sie immer überfüllt. Wenn man bereits denkt, dass nichts mehr geht, dann wird einen der Schaffner überzeugen, dass doch noch einmal ein paar Reisende in den Bus passen. [caption id="attachment_456" align="alignleft" width="150" caption="öffentlicher Bus"]
[/caption]Gerade auf dem Land sind die musse meistens alte VW-Bullis, bei denen zum Teil sogar die Bänke ausgebaut sind, damit mehr Leute reinpassen. Damit man trotzdem nicht stehen muss, gibt es oft kleine Stühlchen oder Sitzbänkchen, so dass auch längere Fahrten nicht zu ansträngende werden.
Zumindest um Guilin herum gibt es auch ein richtiges Linienbusnetz mit einem eigenen Busbahnhof, der ähnlich strukturiert ist, wie der oben beschriebene Bahnhof. Es rentiert sich mit den Linienbussen zu fahren. Ggf. muss man eine Stunde warten, aber es ist auf jeden Fall günstiger, als mit einem Taxi. Außerdem bekommt man in den Linienbussen mit schlechten chinesischen Spielfilmen eine großartige Unterhaltung geboten.
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Toilette im chinesischen Zug
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Der busfahrer von Fuli
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Hardsleeper von innen
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leckeres essen im Zug
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öffentlicher Bus
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Peking Westbahnhof
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mehr überfüllte Busse
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schlechtes essen im Zug
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Wir im Hardsleeper