Unsere zweite Reise begann in der chinesischen Stadt Luoyang. In Luoyang konnte man bereits den roten Faden und die große Erkenntniss der Reise sehen. Es gibt in China Millionenstädte und man bekommt einfach nichts davon mit. Das ist unvorstellbar! Luoyang befindet sich in der Provinz Henan und liegt am Luohe Fluss. die Stadt ist aus mehreren Gründen in China sehr berühmt. Es wird behauptet, dass die berühmten chinesischen Philosophen Konfuzius und Laozi in Luoyang studiert haben. Mit über 6 Millionen Einwohnern ist Luoyang ca. doppelt so groß wie Berlin. Von der Stadt selbst haben wir kaum etwas gesehen. Nach unserer Ankuft um 7:30 morgens hatten wir ein etwas außerhalb gelegenes Ziel. Ein altes Shaolin Kloster in dem heutzutage immer noch Mönche im Kung fu ausgebildet werden.

Sehenswürdigkeiten im Shaolin Kloster

Die Anlagen des südöstlich von Luoyang gelegenen Shaolin Tempels sind auf einer recht großen Fläche ausgedehnt. Neben den Gebäuden, die sich in der Architektur kaum von anderen Klostern und Templen, die ich in China bislang gesehen habe unterscheiden, bekommt man im Shaolin Temple noch einige andere Sehenswürdigkeiten geboten.

  1. Pagodenwald
  2. Kungfu Show
  3. Skulpturensammlung
  4. schöne Landschaft

In diesem Artikel gehe ich vor allen Dingen auf die Kungfu kämpfenden Mönche ein.

Shaolin Kungfu

Im Shaolin Temple gibt es 3 mal täglich eine Kungfu Show, die man kostenfrei besuchen kann. Kostenfrei heißt, dass sie im Eintrittsgeld von 100 Yuan enthalten ist. Hierbei habe ich mehrere Kungfu Videos aufgenommen und stelle sie weiter unten bereit. Shaolin Kungfu wird als Teil der Chan-Buddhistischen Glaubenstradition von diesem Mönchsorden praktiziert. Der Orden ist weltberühmt und auch ich kannte diese Kampfkunst bereits aus dem Deutschen Fernsehn. Seit 1996 ist das Kloster des ersten Patriarchen und der Pagodenwald übrigens auf der Liste der Chinesischen Denkmäler.
Der Tempel ist 1600 Jahre alt und hat entsprecehend mehrere Dynastien überlebt. Den Höhepunkt der Kampfkunst bildte die Zeit zwischen 1368 bis 1644 in der Ming-Dynastie, in der die Armee des Tempels etwa 2500 Soldaten stark gewesen sein soll. bis 1928 wurde der Tempel von mehreren Kriegsfürsten und Kaisern mehrfach zerstört, da man Angst vor der Stärke der Soldaten und Mönche hatte. Der Tempel wurde nur in kleinen Teilen wieder aufgebaut.

Shaolin Mönch zerstört Glasplatte und Luftballon mit Nagel

Shaolin Mönch zerstört Eisenstab mit seinem Kopf

Junger Shaolin Mönch (Kind)

2 Shaolinmönche

Konzentrierter Shaolin Mönch hält Waffen mit Körper auf

Endkampf der Shaolin Mönche

Freies Training

ohne Waffen

mit Waffen

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Kurzes Update wieder auf Reisen

Written by Rene-Pickhardt in Tourismus

Ich war letzte Woche in Shanghai und werde mich jetzt wieder auf Reise begeben. Zusammen mit einem Freund wollen wir eine Kleine Tour nach Louyang, Xian, Chengdu, Chongqing, dem Drei Schluchten Staudamm und Wuhan machen. Mal sehen was bei dieser knapp organisierten Tour wirklich raus kommt. Für den Februar verspreche ich dann ausführliche Berichterstattung über Shanghai und die Yangtse tour

Weiterhin bin ich am Überlegen auf Grund der Expo eine Unterkategorie mit Berichterstattungen zu eröffnen. Besteht daran interesse? Hinterlasst mir doch einfach einen Komentar.

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7 Star Park (Guilin)

Written by Rene-Pickhardt in Guilin

Am letzten Tag unserer Reise nach Guilin sollte unsere Abreise am Bahnhof in Guilin um 19:30 Uhr sein. Da wir in den Ferien, in denen alle Züge überfüllt waren pünktlich am Bahnhof sein wollten und nicht wussen, wie lange wir für den Tripp von den Reisterrassen in Ping An wirklich bis nach Guilin brauchen würden, haben wir uns einfach morgens auf den Weg gemacht. Auf dem Weg hat unser Busfahrer eine Abkürzung genommen, so dass wir viel zu früh in Guilin wahren.  Wir haben uns dafür entschieden in der Universitätsstadt den 7 Star Park zu besuchen.

Der Park ist ganz nett aber nicht besonders sehenswert. Für 5 Kuai haben wir einen Taxifahrer gefunden der uns zum Park gebracht hat. Als er direkt die Preise verhandeln wollte und der Park knapp 100 Kuai Eintritt pro Person kosten sollte, bei dem nicht mal ein Studentenrabatt erlaubt war sind wir doch kritisch geworden und haben mit den Leuten von der Kasse selbst gesprochen und mussten nur 25 Kuai pro Person zahlen. Der vermeidliche Betrüger war ganz schön schnell weg.

Wie gesagt der Park ist ganz nett, aber dafür muss man nicht extra bis nach Guilin reisen. Ansonsten bleibt zu sagen, dass das Heileit des Parks eine Meute von Affen waren, die plötzlich aus dem nichts mit ganz viel essen in den Händen aufgetaucht sind und im Park rumgetollt sind. Die “Jungs” waren putzmunter und haben uns einen netten Zeitvertreib vor der ewig langen Heimfahrt beschert.

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Arbeitende Chinesen

Written by Rene-Pickhardt in Sehenswertes, Tourismus

China gilt als das Land mit dem größten Wirtschaftswachstum und ist von der Banken und Konjunkturkriese kaum getroffen. Man hat in diesem Jahr immer noch ein Wirtschaftswachstum von ca. 7 bis 8 Prozent. Arbeit gibt es in China viel, so dass man fast überall Menschen arbeiten sieht. Natürlich gibt es in China und gerade der Gegend um Peking heraum auch sehr viele Bürojobs und Arbeitsplätze im Hightechsektor. Einige dieser Firmen durften wir im Rahmenprogramm des DAAD bereits besuchen. Leider ist dort das Fotographieren immer verboten, so dass ich euch mit Fotos von der Straße versorgen muss. Doch sieht man auf der Straße und im Alltag eher die gewöhnlicheren, traditionelleren Arbeiten. So habe ich in den vergangenen Monaten einfach ein Mal ein Paar Fotos von arbeitenden Chinesen gesammelt und zusammengestellt, so dass man einen Eindruck haben kann, was man hier so beobachten kann.

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Wenn man sich in der Gegend um Guilin befindet, sollte man auf keinen Fall auf einen Ausflug nach Ping An verzichten. Hier kann man die traumhaften Drachenterrassen erkunden. Diesen Tripp sollte man auf jeden Fall eigenständig und ohne Guide machen!

Von Yangshuo, Guilin und Longsheng aus gibt es Busse die einen für ein Paar Euro nach Ping An bringen. Ping An ist ein altes chinesisches Bergdorf in den Bergen um Guilin. Da es zu wenig Fläche für den Reisbau gab haben die Chinesen in dieser Gegend Reisterassen in die Berge gebaut. Heutzutage wird in dem Bergdorf immer noch Reis angebaut. Allerdings lebt der Ort vom Tourismus. Somit müssen Touristen auf der Busfahrt nach Guilin noch eine Eintrittskarte für den Ort kaufen. Davon sagen einem die Busfahrer vor der Abfahrt nichts und die Möglichkeit zum Ticketkauf ist auch mitten in der Prärie, kostet dafür aber auch nur 5 Euro pro Person.
Der Bus kann nicht bis ganz nach Ping An fahren. die letzten Kilometer muss man zu Fuß laufen. Bereits an der Bushaltestelle wird man von Dorfbewohnern abgefangen, die einem das Gepäck tragen wollen, oder die den geneigten Besucher sogar in Gondeln zum Dorf tragen wollen. Unserer Erfahrung nach ist der Weg jedoch kurz und kann von jedermann selbst bestritten werden.

In Ping An haben wir uns ein Hotel gesucht, für das wir mit drei Personen insgesamt 5 Euro bezahlt haben. Ich möchte hier ausdrücklich vor dubiosen Reiseveranstaltern warnen. Nicht selten findet man im Internet bei der Suche nach Reisfelder China, Guilin oder Yangshuo Reiseanbieter, die einem oft für über 100 Euro einen Tripp von einem dieser Orte nach Ping An anbieten wollen. Diese Reisen dauern meist 3 Tage mit 2 Übernachtungen. Außerdem wird noch ein englischsprachiger Guide zur verfügung gestellt. Diese Angebote sollte man unter keinen Umständen wahrnehmen, da sie totale Abzocke sind. Wir haben für 25 Euro die Busfahrt, Eintritt sowie zwei Übernachtungen erhalten. Somit konnten wir für ein viertel unsere Reise nach Ping An bestreiten. Die Kosten für Essen und verpflegung sind in Ping An zwar verständlicherweise teurer als in der ganzen Gegend, sind aber bei den fertigreisen auch exklusive. der Guide scheint zwar ein netter Mehrwert zu sein, jedoch sollte man sich mal klar machen, dass man nach Ping An wegen der Landschaft und den beeindruckenden Reisfeldern fährt. Für 2 Euro habe ich mir in Ping An eine DVD zusammen mit einem Buch gekauft, die mir alles Wissenswerte über die Region verrät.

Ansonsten lasse ich die Fotos der Reisterassen einfach Mal für sich sprechen und werde auch demnächst wieder häufiger hier etwas bloggen, da doch schon einiges passiert ist.

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Bei unserer Fahrt nach Guilin haben wir uns natürlich auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen. Diese sind in China zunächst ein Mal sehr günstig, doch es gibt das Ein oder Andere was man beachten kann, damit man sich ein bisschen Zeit und Nerven sparen kann.

Eisenbahn in China – Hardsleeper oder Softsleeper?

Peking Westbahnhof

Peking Westbahnhof

Vor der Fahrt muss man sich ein Ticket kaufen. Das klingt zwar trivial, ist aber essentiell. Denn man kommt ohne Ticket gar nicht erst in den Bahnhof herein (Zumindest war das bei den größeren Bahnhöfen die wir gesehen haben immer so). Außerdem sind die Fahrten oft schon Tage vorher ausgebucht. Der Bahnhof lässt sich ein bisschen mit einem Flughafen vergleichen. Sicherheitskontrollen für die Reisenden, Wartehallen und dann ein Zeitfenster in dem geboardet wird.

Hardsleeper von innen

Hardsleeper von innen

Für Fernreisende gab es früher vier verschiedene Preiskategorien. Hardseater, Softseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Heuzutage gibt es nur noch die Hardseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Der Hardsleeper ist hierbei der Way to go. Zwar ist er teurer als der Hardseater, aber niemals überbucht, so dass man definitiv sein eigenes Bett bzw. einen eigenen Platz hat. Außerdem sind die Wege zu den Toiletten nicht verstopft. Da China sehr groß ist, kann so eine Zugfahrt schon mal länger als 24 Stunden dauern und möchte man doch gerne mal schlafen. Für unsere Hardsleepertickets haben wir 40 Euro gezahlt (27 Stunden Fahrt!). Der Wagen mit Hadseatern besteht aus einem langen Gang auf der einen Seite des Zuges und auf der Seite des Gangs sind Abteile, ohne Türen, mit 6 Betten. Ein Kopfkissen und Decken sind in dem Zug vorhanden.

Wer lieber ungestört ist, kann sich mit 4 Leuten ein Softsleeper Wagon teilen. Man zahlt etwa den doppelten Preis, dafür kann man aber das Abteil abschließen. Man kann als Europäer aufrecht auf dem unteren Bett sitzen, da ja nur zwei Betten sich die Höhe des Zugs aufteilen müssen und keine drei, wie beim Hardsleeper. Außerdem erschienen mir die Betten im Softsleeper ein wenig breiter. Wir waren uns allerdings einig, dass der Softsleeper nur zu wählen ist, wenn der Hardsleeper ausgebucht ist, da Hardseater ein absolutes Nogo für Reisen über 6 Stunden ist.

schlechtes essen im Zug

schlechtes essen im Zug

Abstand nehmen sollte man übrigens von dem Speisewagen in der chinesischen Eisenbahn. Ich habe noch nie in meinem Leben so schlechtes Essen gegessen, obwohl es nur ein bisschen Reis mit Hühnerfleisch war. Das Hühnerfleisch hatte sogar die Krallen der Hühner in kleingeschnitten dabei! Sinnvollerweise kauft man sich vor der reise Obst oder andere Snacks. Besonders beliebt sind Instant-Nudeln, da man in der Eisenbahn kostenlos heißes Wasser bekommt. Wer kein Essen mitbringt kann auch frisches Obst beim Schaffner kaufen, der in regelmäßigen Abständen vorbeikommt.
Toilette im chinesischen Zug

Toilette im chinesischen Zug

Die Toiletten im Zug sind zwar typisch Chinesisch erschienen mir aber sauberer als die von Deutschen Zügen. Eine Besnderheit ist übrigens, dass sie an Bahnhöfen abgesperrt werden. Denn man möchte nicht, dass die Fahrgäste ihr Geschäft auf den Bahnsteig “spühlen”

Öffentliche Busse

Von den Bussen in China kann man, ähnlich wie bei den Zügen wahrhaftig nicht behaupten, dass sie teuer sind. Allerdings sind sie immer überfüllt. Wenn man bereits denkt, dass nichts mehr geht, dann wird einen der Schaffner überzeugen, dass doch noch einmal ein paar Reisende in den Bus passen.

öffentlicher Bus

öffentlicher Bus

Gerade auf dem Land sind die musse meistens alte VW-Bullis, bei denen zum Teil sogar die Bänke ausgebaut sind, damit mehr Leute reinpassen. Damit man trotzdem nicht stehen muss, gibt es oft kleine Stühlchen oder Sitzbänkchen, so dass auch längere Fahrten nicht zu ansträngende werden.

Zumindest um Guilin herum gibt es auch ein richtiges Linienbusnetz mit einem eigenen Busbahnhof, der ähnlich strukturiert ist, wie der oben beschriebene Bahnhof. Es rentiert sich mit den Linienbussen zu fahren. Ggf. muss man eine Stunde warten, aber es ist auf jeden Fall günstiger, als mit einem Taxi. Außerdem bekommt man in den Linienbussen mit schlechten chinesischen Spielfilmen eine großartige Unterhaltung geboten.

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Chinesischer Markt in Fuli

Written by Rene-Pickhardt in Guilin
Hunde Fleisch! (gou rou)

Hunde Fleisch!

Nach unserer Bootsfahrt auf dem Li-Fluss sind wir in der Chinesischen Kleinstadt Fuli angekommen. Fuli zählt ca. 40.000 Einwohner und besitzt zunächst erst mal keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Doch wie so oft als Fremder in einem Land, kann man viele Interessante Sachen beobachten, die den Tripp in eine scheinbar langweilige Kleinstadt dennnoch sehr spannend machen.

Kräuterfrau

Kräuterfrau

Wir sind zunächst durch die Seitenstraßen und Gassen von Fuli gewandert. Hierbei haben wir gesehen wie in Fuli vielerlei Dinge in Handarbeit hergestellt werden. Seien es Fächer, Tische, Stühle oder Schmuck. Außerdem konnten wir im Stadtzentrum einen sehr authentisch wirkenden Chinesischen Markt entdecken. Auf diesem Markt konnte man entgegen dem Video nicht nur Früchte und Gemüse kaufen. Es schien mir eher so, als sei der Markt ein Ersatz für Supermärkte oder ähnliches. So hätten wir hier alles von der Unterwäsche bis zum Schmuck bis hin zu Nahrungsmittel, aber auch alltägliche sachen wie Waschmittel oder aber Bücher, DVD’s und hightech kaufen können. Das alles unter mehr oder minder freiem Himmel.

Unsere Tischnachbarn beim Mittagessen

Unsere Tischnachbarn beim Mittagessen

Die Menschen von Fuli sind mir besonders durch ihre Ruhe und Gleichgültigkeit aufgefallen. Natürlich ist eine ruhige Ader etwas, das viele Chinesen haben, dennoch erschien es mir in Fuli auf einmal viel realer und näher. Zum Teil saßen alte oder junge Leute einfach vor ihrem Haus und haben darauf gewartet, dass der Tag vorüber geht. Am Markt beim Mittagessen war es sehr ähnlich. neben uns saß eine Gruppe alter Männer, die ihre Zeit einfach haben verstreichen lassen oder gelegentlich ein wenig miteinander scherzten.

So haben wir uns auch anstecken lassen und haben ungestresst einen wunderschönen Tag in Fuili verbracht und einfach das Dasein in einer chinesischen Kleinstadt im Süden des Landes genossen.

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Paradisische Landschaft li-Fluss

Paradisische Landschaft li-Fluss

Wer in die Guilingegend reist wird um den Li Fluss nicht herumkommen. Traumhaft schlängelt sich der Fluss durch die beeindruckenden Felslandschaften des Kastengebierges. Eine Bootstour von Yangshuo nach Fu-Li ist für 3-5 Euro pro Person zu haben und dauert eine Stunde. Diese Stunde auf dem Li-Fluss hat die 27 Stunden zugfahrt nach Guilin bereits ausgeglichen. Ich kann jedem Menschen der in dieser Gegend ist nur ausdrücklich empfehlen sich dieses Erlebnis nicht entgehen zu lassen.

Himmel auf Erden

Himmel auf Erden

Wir haben leider nur diese eine Bootstour gemacht, für den doppelten Preis kann man auch nach Xingping fahren, was wir am nächsten Tag mit dem Bus erledigt haben. Der Tripp nach Xingping dauert angeblich 2-3 Stunden und soll auch wunderschön sein.

Ich denke hier ist es wenig sinnvoll viel Worte zu verlieren. Deswegen möchte ich die Bilder zusammen mit einem kleinen Video einfach für sich sprechen lassen.


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Yangshuo ist der Touristisch bekannteste Ort in der Guilin-Gegend und fühlt sich auch genauso an. Wenn man bereit ist die doppelten bis dreifachen Preise zu zahlen kommt man hier mit Englisch wunderbar durch. Yangshuo und die gesamte gegend um Guilin ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Die Drosselgasse von China

Yangshuo ist eine sehr gefplegte Stadt, am Li-Fluss und hat sehr viele auf vordermann gebrachte Straßen, die für die Touristen schön wirken sollen. Ist man längere Zeit im Land unterwegs fühlt man sich in Yangshuo schon fast ein wenig fremd. Wegen der nationalen Ferien war der Ort total überfüllt, so dass wir nur in der Drosselgasse von Yangshuo ein Hostel finden konnten. Hier findet man unnatürlich viele Restaurants, Souvinierläden, Discotheken, Bars und Straßenhändler. Besonders begeistert war ich von einem Händler der Tshirts mit Karikaturen verkaufen wollte. Um von seinen Fähigkeiten zu überzeugen bewarb er mit den Karrikaturen bekannter Persönlichkeiten wie Barack Obama oder aber Adolf Hitler. Die Stadt ist auch sehr gut auf Backpackern eingerichtet. Viele Travel Agencies, Internetcafes und Guides kann man in Yanghsuo problemlos finden. Beherrscht man die Chinesische Sprache sollte man sich allerdings überlegen, auch in anderen Städten in der Umgebung zu übernachten. Dies wäre sowohl deutlich chinesischer und auch günstiger. Da man hauptsächlich wegen der wunderschönen Landschaft in diese Gegend fährt ist es nicht zwingend notwendig Yangshuo zu besuchen!

Essen in Yangshuo

In Yangshuo gibt es eine Großzahl an Restaurants. in den touristisch erschlossenen Straßen zahlt man hierbei etwa den 3 bis 5 fachen Preis den ich aus Peking gewohnt bin. Fairerweise muss man sagen, dass er für europäische Verhältnisse immer noch sehr günstig ist. So zahlt man für eine Pizza etwa 4-5 Euro. Allerdings gibt es auch Gerichte, bei denen sich die Chinesen in ihrem Wert für Westler verschätzen. So habe ich für 3,50 Euro an einem Abend, an dem wir uns ein Mal westliches Essen gönnen wollten, ein hervorragendes, großes Rinder-Steak mit Pommes und Gemüse gegessen.

Wir haben aber auch nach langem suchen und weitem entfernen aus den touristischen Gegendenen sogar in Yangshuo echte, chinesische Garküchen finden können. Hier konnten wir uns für halbwegs akzeptable Preise frisches Gemüse aussuchen und dieses wurde dann von dem Koch gebraten und zusammen mit gebratenem Reis reserviert.

Der Markt von Yangshuo

Am frühen Morgen eröffnet der Markt von Yangshuo. Allerdings kann man auf dem Markt im Gegensatz zu Fuli kein Gemüse, Fleisch, Essen oder andere Lebensmittel kaufen sondern lediglich Kitsch, Andenken und vermeidlich typische Souviniers. Das Interessante an dem markt ist, dass man sofort auf englisch mit Preisen angesprochen wird. entgegnet man der Person mit Chinesisch, so wird der Preis sofort durch drei geteilt. Möchte man tatsächlich etwas kaufen und besteht darauf, dass der Preis zu teuer ist, dann lässt er sich meistens noch ein weiteres Mal dritteln. So dass ich zum Beispiel für meine neue Uhr 27 Kuai an Stelle der 250 von dem Händler angesetzten gezahlt habe. Mein neues Hardrockcafe Yangshuo Shirt hat auch nur 15 an Stelle von 65 Kuai gekostet. Als Tipps für alle, die planen weitere Souviniere zu kaufen:

  1. Fragt euch, was die Produktionskosten des entsprechenden Souviniers sind und überlegt euch, dass in Deutschland der Händler eine Marge von ca. 40-60 % hat.
  2. Achtet auf die Körpersprache des Händlers, wenn er euch auf euren Preisvorschlag auslacht, dann habt ihr euch vermutlich wirklich im Preis verschätzt.
  3. Selbst dann einfach mal weggehen, meistens kommt ein benachbarter Händler und schlägt von sich aus für das gleiche Produkt einen faireren Preis vor.
  4. wenn ihr merkt, dass ihr richtig geschätzt habt aber den Preis nicht bekommen könnt einfach mal sagen, dass man kein Interesse hat und weiter gehen. oft kommt der händler sogar noch 3-5 Minuten später nachgelaufen und versucht die Preisverhandlung erneut aufzunehmen.
  5. Ganzwichtig, wenn euch der Händler nachgelaufen kommt, habt ihr gewonnen. er wird zwar immer noch einen Preis zwischen seinem letzten Angebot und eurem Vorschlagen, aber dann bekommt ihr immer euren Preis. Von eurem Preis nochmal runtergehen habe ich noch nicht probiert, halte ich aber nicht für unrealistisch.
  6. Wichtig ist jedoch, dass in China Preis ist Preis und Deal ist Deal gilt. Sollte man so weit verhandelt haben, ist man eigentlich auch dazu verpflichtet zu kaufen.

Muss man nach einer solchen Verhandlung ein schlechtes Gewissen haben? Meine Reisegruppe und ich denken, nein. Yangshuo wirkt in keinster weise arm, der Händler würde sich nicht auf den Preis einlassen, wenn er nicht immer noch ein gutes Geschäft dabei machen würde und zu guter Letzt gibt es genügend Leute, die bereit sind den ersten chinesischen Preis zu bezahlen, da er für europäische Verhältnisse immer noch sehr günstig ist.

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Peking Sommerpalast

Blick auf den Sommerpalast

Der Sommerpalast (Yiheyuan, 颐和园) am Kungming See in Peking ist vermutlich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Der Sommerpalast liegt mittlerweile am Stadtrand von Peking und wird seinem chinesischen Namen Garten der Harmonie und des Friedens sehr gerecht. Da er auf einem kleinen Hügel liegt, kann man am Horizont die Skyline von Peking sehen. Wenn man allerdings darauf aus ist sollte man jedoch lieber den Zentralen Fernsehturm aufsuchen.

Viele Touristen, wenig Tourismus

Schützen Sie die Absperrung

Schützen Sie die Absperrung

Zwar befinden sich sehr viele Touristen am Sommerpalast doch wird mit 3 Euro Eintritt kein Tourismus betrieben. Im Gegensatz zur Großen Mauer befinden sich kaum Straßenhändler, die einem Ansichtskarten oder ähnliches andrehen wollen, um den Palast. Die vielen Besucher stören auch kaum, denn der Park ist ist landschaftlich so schön, dass man die anderen Touristen kaum war nimmt. Beachtlich ist, dass die Chinesen die Touristen dazu auffordern die Kulturgüter sowie deren Absperrung zu beschützen.

UNESCO Weltkulturerbe

TV-Leinwand Mitten im Park

TV-Leinwand Mitten im Park

Seit 1998 gehört der häufig in Kriegen zerstörte und immer wieder restaurierte Sommerpalast zu den Weltkulturerben. Ihm wird damit die Chinesische Gartenkunst und die architektonischen Fähigkeiten der Chinesen attestiert. Obwohl der Park zum Weltkulturerbe gehört haben wir neben einem der Pavillions eine Großleinwand gesehen, auf der ein Snookerspiel aus dem TV übertragen wurde. Das hat weder in den Park gepasst, noch hat es die Chinesen interessiert. Warum diese Leinwand dort aufgestellt war wissen wir nicht so genau. Wenn jemand die Antwort weiß, freue ich mich aber über den entsprechenden Kommentar.

Flanieren am Kunming See

Brücke der 17 Bögen am Kunming See

Brücke der 17 Bögen am Kunming See

Man sollte für den Sommerapalst mindestens einen Tag einplanen. Neben den Gebäuden kann man die Gärten und den See genießen. Wem es zu Fuß zu langweilig ist, kann bei nicht zu stürmigem Wetter für kleines Geld ein Boot mieten und den See überqueren. Dort wird man sicherlich noch besser zur Ruhe kommen und kann die schöne Landschaft im vollen Ausmaß genießen. Da es bei meinem Besuch sehr windig war, konnten wir keine Bote mieten, das hatte jedoch den Vorteil, dass wir den See ohne Fremdkörper überblicken konnten.

Aufstieg zum Palast

Langer Korridor

Langer Korridor

Während der lange Korridor überfüllt ist, trifft man quasi keine Menschen, die die 60 Höhenmeter zum Palast aufsteigen. Dabei ist es weder steil noch ansträngend. Der Aufstieg zum Palast ist ein absolutes Muss. Von dort aus kann man die Park- und Gartenanlagen schön überblicken. Außerdem lernt man China kennen. Neben der traumhaft schönen Landschaft beginnt hinter dem Park die Skyline von Peking, mit den unzähligen Hochhäusern. Dieser recht unnatürliche Anblick ist jedoch nicht wirklich störend, sondern eher beeindruckend. Man sollte bei einem Besuch also auf jeden Fall auch diesen Teil der Anlage mit einplanen

Sorry für die umfrangreiche Fotogallerie, es war echt schwer aus den 280 Fotos die spannensten auszuwählen.

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Kurzes Update wieder auf Reisen

Freitag, Januar 22nd, 2010

Ich war letzte Woche in Shanghai und werde mich jetzt wieder auf Reise begeben. Zusammen mit einem Freund wollen wir eine Kleine Tour nach Louyang, Xian, Chengdu, Chongqing, dem Drei Schluchten Staudamm und Wuhan machen. Mal sehen was bei dieser knapp organisierten Tour wirklich raus kommt. Für den Februar verspreche ich dann ausführliche Berichterstattung über Shanghai und die Yangtse tour

Weiterhin bin ich am Überlegen auf Grund der Expo eine Unterkategorie mit Berichterstattungen zu eröffnen. Besteht daran interesse? Hinterlasst mir doch einfach einen Komentar.

7 Star Park (Guilin)

Donnerstag, Dezember 3rd, 2009

Am letzten Tag unserer Reise nach Guilin sollte unsere Abreise am Bahnhof in Guilin um 19:30 Uhr sein. Da wir in den Ferien, in denen alle Züge überfüllt waren pünktlich am Bahnhof sein wollten und nicht wussen, wie lange wir für den Tripp von den Reisterrassen in Ping An wirklich bis nach Guilin brauchen würden, haben wir uns einfach morgens auf den Weg gemacht. Auf dem Weg hat unser Busfahrer eine Abkürzung genommen, so dass wir viel zu früh in Guilin wahren.  Wir haben uns dafür entschieden in der Universitätsstadt den 7 Star Park zu besuchen.

Der Park ist ganz nett aber nicht besonders sehenswert. Für 5 Kuai haben wir einen Taxifahrer gefunden der uns zum Park gebracht hat. Als er direkt die Preise verhandeln wollte und der Park knapp 100 Kuai Eintritt pro Person kosten sollte, bei dem nicht mal ein Studentenrabatt erlaubt war sind wir doch kritisch geworden und haben mit den Leuten von der Kasse selbst gesprochen und mussten nur 25 Kuai pro Person zahlen. Der vermeidliche Betrüger war ganz schön schnell weg.

Wie gesagt der Park ist ganz nett, aber dafür muss man nicht extra bis nach Guilin reisen. Ansonsten bleibt zu sagen, dass das Heileit des Parks eine Meute von Affen waren, die plötzlich aus dem nichts mit ganz viel essen in den Händen aufgetaucht sind und im Park rumgetollt sind. Die “Jungs” waren putzmunter und haben uns einen netten Zeitvertreib vor der ewig langen Heimfahrt beschert.

Arbeitende Chinesen

Freitag, November 20th, 2009

China gilt als das Land mit dem größten Wirtschaftswachstum und ist von der Banken und Konjunkturkriese kaum getroffen. Man hat in diesem Jahr immer noch ein Wirtschaftswachstum von ca. 7 bis 8 Prozent. Arbeit gibt es in China viel, so dass man fast überall Menschen arbeiten sieht. Natürlich gibt es in China und gerade der Gegend um Peking heraum auch sehr viele Bürojobs und Arbeitsplätze im Hightechsektor. Einige dieser Firmen durften wir im Rahmenprogramm des DAAD bereits besuchen. Leider ist dort das Fotographieren immer verboten, so dass ich euch mit Fotos von der Straße versorgen muss. Doch sieht man auf der Straße und im Alltag eher die gewöhnlicheren, traditionelleren Arbeiten. So habe ich in den vergangenen Monaten einfach ein Mal ein Paar Fotos von arbeitenden Chinesen gesammelt und zusammengestellt, so dass man einen Eindruck haben kann, was man hier so beobachten kann.

Reise zu den Drachenrücken Reisterrassen (Ping An)

Sonntag, November 15th, 2009

Wenn man sich in der Gegend um Guilin befindet, sollte man auf keinen Fall auf einen Ausflug nach Ping An verzichten. Hier kann man die traumhaften Drachenterrassen erkunden. Diesen Tripp sollte man auf jeden Fall eigenständig und ohne Guide machen!

Von Yangshuo, Guilin und Longsheng aus gibt es Busse die einen für ein Paar Euro nach Ping An bringen. Ping An ist ein altes chinesisches Bergdorf in den Bergen um Guilin. Da es zu wenig Fläche für den Reisbau gab haben die Chinesen in dieser Gegend Reisterassen in die Berge gebaut. Heutzutage wird in dem Bergdorf immer noch Reis angebaut. Allerdings lebt der Ort vom Tourismus. Somit müssen Touristen auf der Busfahrt nach Guilin noch eine Eintrittskarte für den Ort kaufen. Davon sagen einem die Busfahrer vor der Abfahrt nichts und die Möglichkeit zum Ticketkauf ist auch mitten in der Prärie, kostet dafür aber auch nur 5 Euro pro Person.
Der Bus kann nicht bis ganz nach Ping An fahren. die letzten Kilometer muss man zu Fuß laufen. Bereits an der Bushaltestelle wird man von Dorfbewohnern abgefangen, die einem das Gepäck tragen wollen, oder die den geneigten Besucher sogar in Gondeln zum Dorf tragen wollen. Unserer Erfahrung nach ist der Weg jedoch kurz und kann von jedermann selbst bestritten werden.

In Ping An haben wir uns ein Hotel gesucht, für das wir mit drei Personen insgesamt 5 Euro bezahlt haben. Ich möchte hier ausdrücklich vor dubiosen Reiseveranstaltern warnen. Nicht selten findet man im Internet bei der Suche nach Reisfelder China, Guilin oder Yangshuo Reiseanbieter, die einem oft für über 100 Euro einen Tripp von einem dieser Orte nach Ping An anbieten wollen. Diese Reisen dauern meist 3 Tage mit 2 Übernachtungen. Außerdem wird noch ein englischsprachiger Guide zur verfügung gestellt. Diese Angebote sollte man unter keinen Umständen wahrnehmen, da sie totale Abzocke sind. Wir haben für 25 Euro die Busfahrt, Eintritt sowie zwei Übernachtungen erhalten. Somit konnten wir für ein viertel unsere Reise nach Ping An bestreiten. Die Kosten für Essen und verpflegung sind in Ping An zwar verständlicherweise teurer als in der ganzen Gegend, sind aber bei den fertigreisen auch exklusive. der Guide scheint zwar ein netter Mehrwert zu sein, jedoch sollte man sich mal klar machen, dass man nach Ping An wegen der Landschaft und den beeindruckenden Reisfeldern fährt. Für 2 Euro habe ich mir in Ping An eine DVD zusammen mit einem Buch gekauft, die mir alles Wissenswerte über die Region verrät.

Ansonsten lasse ich die Fotos der Reisterassen einfach Mal für sich sprechen und werde auch demnächst wieder häufiger hier etwas bloggen, da doch schon einiges passiert ist.

Eisenbahn (Hardsleeper – Softsleeper) & Bus in China

Mittwoch, November 4th, 2009

Bei unserer Fahrt nach Guilin haben wir uns natürlich auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen. Diese sind in China zunächst ein Mal sehr günstig, doch es gibt das Ein oder Andere was man beachten kann, damit man sich ein bisschen Zeit und Nerven sparen kann.

Eisenbahn in China – Hardsleeper oder Softsleeper?

Peking Westbahnhof

Peking Westbahnhof

Vor der Fahrt muss man sich ein Ticket kaufen. Das klingt zwar trivial, ist aber essentiell. Denn man kommt ohne Ticket gar nicht erst in den Bahnhof herein (Zumindest war das bei den größeren Bahnhöfen die wir gesehen haben immer so). Außerdem sind die Fahrten oft schon Tage vorher ausgebucht. Der Bahnhof lässt sich ein bisschen mit einem Flughafen vergleichen. Sicherheitskontrollen für die Reisenden, Wartehallen und dann ein Zeitfenster in dem geboardet wird.

Hardsleeper von innen

Hardsleeper von innen

Für Fernreisende gab es früher vier verschiedene Preiskategorien. Hardseater, Softseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Heuzutage gibt es nur noch die Hardseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Der Hardsleeper ist hierbei der Way to go. Zwar ist er teurer als der Hardseater, aber niemals überbucht, so dass man definitiv sein eigenes Bett bzw. einen eigenen Platz hat. Außerdem sind die Wege zu den Toiletten nicht verstopft. Da China sehr groß ist, kann so eine Zugfahrt schon mal länger als 24 Stunden dauern und möchte man doch gerne mal schlafen. Für unsere Hardsleepertickets haben wir 40 Euro gezahlt (27 Stunden Fahrt!). Der Wagen mit Hadseatern besteht aus einem langen Gang auf der einen Seite des Zuges und auf der Seite des Gangs sind Abteile, ohne Türen, mit 6 Betten. Ein Kopfkissen und Decken sind in dem Zug vorhanden.

Wer lieber ungestört ist, kann sich mit 4 Leuten ein Softsleeper Wagon teilen. Man zahlt etwa den doppelten Preis, dafür kann man aber das Abteil abschließen. Man kann als Europäer aufrecht auf dem unteren Bett sitzen, da ja nur zwei Betten sich die Höhe des Zugs aufteilen müssen und keine drei, wie beim Hardsleeper. Außerdem erschienen mir die Betten im Softsleeper ein wenig breiter. Wir waren uns allerdings einig, dass der Softsleeper nur zu wählen ist, wenn der Hardsleeper ausgebucht ist, da Hardseater ein absolutes Nogo für Reisen über 6 Stunden ist.

schlechtes essen im Zug

schlechtes essen im Zug

Abstand nehmen sollte man übrigens von dem Speisewagen in der chinesischen Eisenbahn. Ich habe noch nie in meinem Leben so schlechtes Essen gegessen, obwohl es nur ein bisschen Reis mit Hühnerfleisch war. Das Hühnerfleisch hatte sogar die Krallen der Hühner in kleingeschnitten dabei! Sinnvollerweise kauft man sich vor der reise Obst oder andere Snacks. Besonders beliebt sind Instant-Nudeln, da man in der Eisenbahn kostenlos heißes Wasser bekommt. Wer kein Essen mitbringt kann auch frisches Obst beim Schaffner kaufen, der in regelmäßigen Abständen vorbeikommt.
Toilette im chinesischen Zug

Toilette im chinesischen Zug

Die Toiletten im Zug sind zwar typisch Chinesisch erschienen mir aber sauberer als die von Deutschen Zügen. Eine Besnderheit ist übrigens, dass sie an Bahnhöfen abgesperrt werden. Denn man möchte nicht, dass die Fahrgäste ihr Geschäft auf den Bahnsteig “spühlen”

Öffentliche Busse

Von den Bussen in China kann man, ähnlich wie bei den Zügen wahrhaftig nicht behaupten, dass sie teuer sind. Allerdings sind sie immer überfüllt. Wenn man bereits denkt, dass nichts mehr geht, dann wird einen der Schaffner überzeugen, dass doch noch einmal ein paar Reisende in den Bus passen.

öffentlicher Bus

öffentlicher Bus

Gerade auf dem Land sind die musse meistens alte VW-Bullis, bei denen zum Teil sogar die Bänke ausgebaut sind, damit mehr Leute reinpassen. Damit man trotzdem nicht stehen muss, gibt es oft kleine Stühlchen oder Sitzbänkchen, so dass auch längere Fahrten nicht zu ansträngende werden.

Zumindest um Guilin herum gibt es auch ein richtiges Linienbusnetz mit einem eigenen Busbahnhof, der ähnlich strukturiert ist, wie der oben beschriebene Bahnhof. Es rentiert sich mit den Linienbussen zu fahren. Ggf. muss man eine Stunde warten, aber es ist auf jeden Fall günstiger, als mit einem Taxi. Außerdem bekommt man in den Linienbussen mit schlechten chinesischen Spielfilmen eine großartige Unterhaltung geboten.

Chinesischer Markt in Fuli

Montag, November 2nd, 2009
Hunde Fleisch! (gou rou)

Hunde Fleisch!

Nach unserer Bootsfahrt auf dem Li-Fluss sind wir in der Chinesischen Kleinstadt Fuli angekommen. Fuli zählt ca. 40.000 Einwohner und besitzt zunächst erst mal keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Doch wie so oft als Fremder in einem Land, kann man viele Interessante Sachen beobachten, die den Tripp in eine scheinbar langweilige Kleinstadt dennnoch sehr spannend machen.

Kräuterfrau

Kräuterfrau

Wir sind zunächst durch die Seitenstraßen und Gassen von Fuli gewandert. Hierbei haben wir gesehen wie in Fuli vielerlei Dinge in Handarbeit hergestellt werden. Seien es Fächer, Tische, Stühle oder Schmuck. Außerdem konnten wir im Stadtzentrum einen sehr authentisch wirkenden Chinesischen Markt entdecken. Auf diesem Markt konnte man entgegen dem Video nicht nur Früchte und Gemüse kaufen. Es schien mir eher so, als sei der Markt ein Ersatz für Supermärkte oder ähnliches. So hätten wir hier alles von der Unterwäsche bis zum Schmuck bis hin zu Nahrungsmittel, aber auch alltägliche sachen wie Waschmittel oder aber Bücher, DVD’s und hightech kaufen können. Das alles unter mehr oder minder freiem Himmel.

Unsere Tischnachbarn beim Mittagessen

Unsere Tischnachbarn beim Mittagessen

Die Menschen von Fuli sind mir besonders durch ihre Ruhe und Gleichgültigkeit aufgefallen. Natürlich ist eine ruhige Ader etwas, das viele Chinesen haben, dennoch erschien es mir in Fuli auf einmal viel realer und näher. Zum Teil saßen alte oder junge Leute einfach vor ihrem Haus und haben darauf gewartet, dass der Tag vorüber geht. Am Markt beim Mittagessen war es sehr ähnlich. neben uns saß eine Gruppe alter Männer, die ihre Zeit einfach haben verstreichen lassen oder gelegentlich ein wenig miteinander scherzten.

So haben wir uns auch anstecken lassen und haben ungestresst einen wunderschönen Tag in Fuili verbracht und einfach das Dasein in einer chinesischen Kleinstadt im Süden des Landes genossen.

Li-Fluss – Bootstour – Traumhafte Landschaft

Sonntag, Oktober 18th, 2009
Paradisische Landschaft li-Fluss

Paradisische Landschaft li-Fluss

Wer in die Guilingegend reist wird um den Li Fluss nicht herumkommen. Traumhaft schlängelt sich der Fluss durch die beeindruckenden Felslandschaften des Kastengebierges. Eine Bootstour von Yangshuo nach Fu-Li ist für 3-5 Euro pro Person zu haben und dauert eine Stunde. Diese Stunde auf dem Li-Fluss hat die 27 Stunden zugfahrt nach Guilin bereits ausgeglichen. Ich kann jedem Menschen der in dieser Gegend ist nur ausdrücklich empfehlen sich dieses Erlebnis nicht entgehen zu lassen.

Himmel auf Erden

Himmel auf Erden

Wir haben leider nur diese eine Bootstour gemacht, für den doppelten Preis kann man auch nach Xingping fahren, was wir am nächsten Tag mit dem Bus erledigt haben. Der Tripp nach Xingping dauert angeblich 2-3 Stunden und soll auch wunderschön sein.

Ich denke hier ist es wenig sinnvoll viel Worte zu verlieren. Deswegen möchte ich die Bilder zusammen mit einem kleinen Video einfach für sich sprechen lassen.


Yangshuo – Preise verhandeln – Feilschen – Essen

Samstag, Oktober 17th, 2009

Yangshuo ist der Touristisch bekannteste Ort in der Guilin-Gegend und fühlt sich auch genauso an. Wenn man bereit ist die doppelten bis dreifachen Preise zu zahlen kommt man hier mit Englisch wunderbar durch. Yangshuo und die gesamte gegend um Guilin ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Die Drosselgasse von China

Yangshuo ist eine sehr gefplegte Stadt, am Li-Fluss und hat sehr viele auf vordermann gebrachte Straßen, die für die Touristen schön wirken sollen. Ist man längere Zeit im Land unterwegs fühlt man sich in Yangshuo schon fast ein wenig fremd. Wegen der nationalen Ferien war der Ort total überfüllt, so dass wir nur in der Drosselgasse von Yangshuo ein Hostel finden konnten. Hier findet man unnatürlich viele Restaurants, Souvinierläden, Discotheken, Bars und Straßenhändler. Besonders begeistert war ich von einem Händler der Tshirts mit Karikaturen verkaufen wollte. Um von seinen Fähigkeiten zu überzeugen bewarb er mit den Karrikaturen bekannter Persönlichkeiten wie Barack Obama oder aber Adolf Hitler. Die Stadt ist auch sehr gut auf Backpackern eingerichtet. Viele Travel Agencies, Internetcafes und Guides kann man in Yanghsuo problemlos finden. Beherrscht man die Chinesische Sprache sollte man sich allerdings überlegen, auch in anderen Städten in der Umgebung zu übernachten. Dies wäre sowohl deutlich chinesischer und auch günstiger. Da man hauptsächlich wegen der wunderschönen Landschaft in diese Gegend fährt ist es nicht zwingend notwendig Yangshuo zu besuchen!

Essen in Yangshuo

In Yangshuo gibt es eine Großzahl an Restaurants. in den touristisch erschlossenen Straßen zahlt man hierbei etwa den 3 bis 5 fachen Preis den ich aus Peking gewohnt bin. Fairerweise muss man sagen, dass er für europäische Verhältnisse immer noch sehr günstig ist. So zahlt man für eine Pizza etwa 4-5 Euro. Allerdings gibt es auch Gerichte, bei denen sich die Chinesen in ihrem Wert für Westler verschätzen. So habe ich für 3,50 Euro an einem Abend, an dem wir uns ein Mal westliches Essen gönnen wollten, ein hervorragendes, großes Rinder-Steak mit Pommes und Gemüse gegessen.

Wir haben aber auch nach langem suchen und weitem entfernen aus den touristischen Gegendenen sogar in Yangshuo echte, chinesische Garküchen finden können. Hier konnten wir uns für halbwegs akzeptable Preise frisches Gemüse aussuchen und dieses wurde dann von dem Koch gebraten und zusammen mit gebratenem Reis reserviert.

Der Markt von Yangshuo

Am frühen Morgen eröffnet der Markt von Yangshuo. Allerdings kann man auf dem Markt im Gegensatz zu Fuli kein Gemüse, Fleisch, Essen oder andere Lebensmittel kaufen sondern lediglich Kitsch, Andenken und vermeidlich typische Souviniers. Das Interessante an dem markt ist, dass man sofort auf englisch mit Preisen angesprochen wird. entgegnet man der Person mit Chinesisch, so wird der Preis sofort durch drei geteilt. Möchte man tatsächlich etwas kaufen und besteht darauf, dass der Preis zu teuer ist, dann lässt er sich meistens noch ein weiteres Mal dritteln. So dass ich zum Beispiel für meine neue Uhr 27 Kuai an Stelle der 250 von dem Händler angesetzten gezahlt habe. Mein neues Hardrockcafe Yangshuo Shirt hat auch nur 15 an Stelle von 65 Kuai gekostet. Als Tipps für alle, die planen weitere Souviniere zu kaufen:

  1. Fragt euch, was die Produktionskosten des entsprechenden Souviniers sind und überlegt euch, dass in Deutschland der Händler eine Marge von ca. 40-60 % hat.
  2. Achtet auf die Körpersprache des Händlers, wenn er euch auf euren Preisvorschlag auslacht, dann habt ihr euch vermutlich wirklich im Preis verschätzt.
  3. Selbst dann einfach mal weggehen, meistens kommt ein benachbarter Händler und schlägt von sich aus für das gleiche Produkt einen faireren Preis vor.
  4. wenn ihr merkt, dass ihr richtig geschätzt habt aber den Preis nicht bekommen könnt einfach mal sagen, dass man kein Interesse hat und weiter gehen. oft kommt der händler sogar noch 3-5 Minuten später nachgelaufen und versucht die Preisverhandlung erneut aufzunehmen.
  5. Ganzwichtig, wenn euch der Händler nachgelaufen kommt, habt ihr gewonnen. er wird zwar immer noch einen Preis zwischen seinem letzten Angebot und eurem Vorschlagen, aber dann bekommt ihr immer euren Preis. Von eurem Preis nochmal runtergehen habe ich noch nicht probiert, halte ich aber nicht für unrealistisch.
  6. Wichtig ist jedoch, dass in China Preis ist Preis und Deal ist Deal gilt. Sollte man so weit verhandelt haben, ist man eigentlich auch dazu verpflichtet zu kaufen.

Muss man nach einer solchen Verhandlung ein schlechtes Gewissen haben? Meine Reisegruppe und ich denken, nein. Yangshuo wirkt in keinster weise arm, der Händler würde sich nicht auf den Preis einlassen, wenn er nicht immer noch ein gutes Geschäft dabei machen würde und zu guter Letzt gibt es genügend Leute, die bereit sind den ersten chinesischen Preis zu bezahlen, da er für europäische Verhältnisse immer noch sehr günstig ist.

Sommerpalast Peking (Kunming See)

Sonntag, September 13th, 2009
Peking Sommerpalast

Blick auf den Sommerpalast

Der Sommerpalast (Yiheyuan, 颐和园) am Kungming See in Peking ist vermutlich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Der Sommerpalast liegt mittlerweile am Stadtrand von Peking und wird seinem chinesischen Namen Garten der Harmonie und des Friedens sehr gerecht. Da er auf einem kleinen Hügel liegt, kann man am Horizont die Skyline von Peking sehen. Wenn man allerdings darauf aus ist sollte man jedoch lieber den Zentralen Fernsehturm aufsuchen.

Viele Touristen, wenig Tourismus

Schützen Sie die Absperrung

Schützen Sie die Absperrung

Zwar befinden sich sehr viele Touristen am Sommerpalast doch wird mit 3 Euro Eintritt kein Tourismus betrieben. Im Gegensatz zur Großen Mauer befinden sich kaum Straßenhändler, die einem Ansichtskarten oder ähnliches andrehen wollen, um den Palast. Die vielen Besucher stören auch kaum, denn der Park ist ist landschaftlich so schön, dass man die anderen Touristen kaum war nimmt. Beachtlich ist, dass die Chinesen die Touristen dazu auffordern die Kulturgüter sowie deren Absperrung zu beschützen.

UNESCO Weltkulturerbe

TV-Leinwand Mitten im Park

TV-Leinwand Mitten im Park

Seit 1998 gehört der häufig in Kriegen zerstörte und immer wieder restaurierte Sommerpalast zu den Weltkulturerben. Ihm wird damit die Chinesische Gartenkunst und die architektonischen Fähigkeiten der Chinesen attestiert. Obwohl der Park zum Weltkulturerbe gehört haben wir neben einem der Pavillions eine Großleinwand gesehen, auf der ein Snookerspiel aus dem TV übertragen wurde. Das hat weder in den Park gepasst, noch hat es die Chinesen interessiert. Warum diese Leinwand dort aufgestellt war wissen wir nicht so genau. Wenn jemand die Antwort weiß, freue ich mich aber über den entsprechenden Kommentar.

Flanieren am Kunming See

Brücke der 17 Bögen am Kunming See

Brücke der 17 Bögen am Kunming See

Man sollte für den Sommerapalst mindestens einen Tag einplanen. Neben den Gebäuden kann man die Gärten und den See genießen. Wem es zu Fuß zu langweilig ist, kann bei nicht zu stürmigem Wetter für kleines Geld ein Boot mieten und den See überqueren. Dort wird man sicherlich noch besser zur Ruhe kommen und kann die schöne Landschaft im vollen Ausmaß genießen. Da es bei meinem Besuch sehr windig war, konnten wir keine Bote mieten, das hatte jedoch den Vorteil, dass wir den See ohne Fremdkörper überblicken konnten.

Aufstieg zum Palast

Langer Korridor

Langer Korridor

Während der lange Korridor überfüllt ist, trifft man quasi keine Menschen, die die 60 Höhenmeter zum Palast aufsteigen. Dabei ist es weder steil noch ansträngend. Der Aufstieg zum Palast ist ein absolutes Muss. Von dort aus kann man die Park- und Gartenanlagen schön überblicken. Außerdem lernt man China kennen. Neben der traumhaft schönen Landschaft beginnt hinter dem Park die Skyline von Peking, mit den unzähligen Hochhäusern. Dieser recht unnatürliche Anblick ist jedoch nicht wirklich störend, sondern eher beeindruckend. Man sollte bei einem Besuch also auf jeden Fall auch diesen Teil der Anlage mit einplanen

Sorry für die umfrangreiche Fotogallerie, es war echt schwer aus den 280 Fotos die spannensten auszuwählen.

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