Vorgestern nochPraktikant und jetzt Projektleiter. Bei meinem Praktikum habe ich nach 3 Wochen meine erste Beförderung erhalten und bin jetzt Projektleiter. Was heißt das genau? Ich darf jetzt bei der Geschäftsführung Projekte beantragen, die ich planen und durchführen muss. Diese Projekte durfen sowohl Geld kosten als auch die Arbeitskraft der anderen Mitarbeiter einfordern.

Wie konnte es dazu kommen?

Nachdem ich bei meinem Arbeitgeber (einem Chinesischen Onlineshop für Babyprodukte) recht schnell gemerkt habe, dass die Deutschen in Punkte e-Commerce und Onlinemarketing (insbesondere Suchmaschinenoptimierung) noch weit vor den Chinesen sind habe ich beschlossen Mal ein Paar Punkte anzusprechen, die man meiner Meinung nach in dieser Firma verbessern könnte. Hierauf wurde mir geraten eine Präsentation vor der Geschäftsführung zu halten in der ich alles zusammenfasse und mögliche Wege aufzeige. Gesagt getan. Eine Woche Vorbereitungszeit wurden von mir optimal genutzt und ich habe einn kleinen Powerpointvortrag ausgearbeitet.

In dieser Woche musste ich mit jedem einzelnen Geschäftsführer - ganz im Chinesischen Stil - essen gehen. Man will einander ja kennen lernen. Letzten Sonntag habe ich sogar ganze 9 Stunden mit dem Gründer der 200 Mann starken Firma verbracht. Ich habe seine Eltern und seine beiden Kinder (ja zwei Kinder!) kennengelernt. Wir haben uns über unsere Arbeitsphilosophie und Ziele im Leben unterhalten. Was ich in China beeindruckend finde ist die Tatsache, dass man einem Praktikanten so viel Verantwortung gibt, wenn er danach fragt. Ich bin mir sicher, dass die Verantwortung wenn man keine Ergebnisse produziert auch genauso schnell wieder weg ist. Aus diesem Grund werden die nächsten Wochen sicherlich besonders spannend. Mein erstes Projekt das ich mir vorgenommen habe ist das Direktmarketing der Firma also die Emailkampagnen zu verbessern. Bislang bekommen alle Kunden ein Mal im Monat die gleiche Email. Ich denke mit ein bisschen Künstlicher Intelligenz, kann man die Newsletter sehr schön auf die Kunden personalisieren und dadurch eine Höre Conversionrate erzielen. Die Kosten und der Aufwand für ein solches Projekt sind im Vergleich zum erwarteten Nutzen gering.

Ich freue mich auf eine spannende Zeit bei 母婴之家 und bin gespannt darauf, ob ich wirklich aus meinen ganzen Metalcon Erfahrungen etwas gelernt habe und ob ich der Firma wirklich von nutzen sein werde.

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Das Arbeiten in China ist ein bisschen anders als in Deuschland. Ich würde sagen etwas spontaner und unstrukturierter. Ich habe heute ein besonders spannendes Erlebnis gehabt, welches meiner Meinung nach die Herangehensweise der Chinesen ganz gut wiederspiegelt.

Wir sind zu einer Partnerwebsite gefahren. Mit dabei waren unser CEO, unser CTO, ein Mitarbeiter aus meiner Abteilung und ich. Im Vorfeld wurde mir gesagt, dass das Treffen nicht so wichtig ist und ich mich nicht vorbereiten müsste. Als ich fragte, warum ich dann dabei sei hieß es damit man mich kennen lernt. Ich wollte auch wissen worum es bei dem Treffen ginge? Die antwort war SEO = Suchmaschinenoptimierung. Das ist meine Aufgabe bei meinem chinesischen Arbeitgeber.

So weit so gut, doch nachdem ich gemeinsam mit meinen Chefs und Kollegen in das Meeting beim Kunden gekommen bin. Hat der CTO unserer Firma das Meeting begonnen. Er habe eine Agenda von zwei Punkten für das Meeting. Der erste Punkt sei der ca. 45 minutige Vortrag von unserem neuen Deutschen Mitarbeiter (gemeint war natürlich kein minderer als ich) über Suchmaschinenoptimierung von Google. Mein Kollege wollte meine Powerpoint Präsentation haben. Moment: was genau habe ich nicht mitbekommen? Ich soll einen 45 Minuten langen Vortrag auf Chinesisch über Suchmaschinenoptimierung bei unserem Kunden halten? Wieso war in meiner Firma niemand in der Lage mir vorher bescheid zu geben? Es ist ja nicht so, dass ich nicht noch gefragt hätte!
Der CEO war überrascht, dass ich nicht wusste, dass ich einen Vortrag halten sollte. Ich wurde leicht nervös, saßen voller erwartung ca. 25 Chinesische Mitarbeiter unseres Kundens an dem Tisch und wollten von mir erfahren, was es so zu tun gibt, wenn man gute Positionierungen bei Google erreichen möchte.

Nun ich habe mir ein Mal kurz klar gemacht, dass das doch genau der Grund war weswegen ich in das kalte Wasser gesprungen bin und in eine rein Chinesische Firma gegangen bin. Kulturelle Unterschiede Erfahrungen und Erlebnisse an denen man nur wachsen kann. Außerdem habe ich mir klar gemacht, dass ich überhaupt nichts verlieren kann, denn schlimmer als so konnte es eh nicht kommen. Ich wurde erstaunlich gelassen und sogar ein bisschen entspannt. Anhand meines Papers über SEO das ich gerade anfertige, habe ich mir eine kurze Struktur zurecht gelegt und freundlich lächelnd aus dem Stehgreif (auf chinesisch!!!) einen Vortrag über Suchmaschinenoptimierung gehalten. Anscheind werde ich schon langsam zum chinesen, dass ich so locker reagiert habe.

Trotzdem weiß ich immer noch nicht, was ich von der Aktion heute halten sollte. Ich sollte sicherlich nicht vorgeführt werden. DER CTO meinte danach auf mein Nachfragen auch, dass es doch mein Spezialwissen sei und ich natürlich im Stande sei sowas spontan zu machen. Ich habe mich auf gefragt, ob man mich vielleicht nicht sogar darauf vorbereitet hat und ich mit meinen Schwachen chinesischkenntnissen es einfach nicht verstanden habe. Doch das ganze halte ich für ausgeschlossen. Schließlich ist mein Chinesisch so weit, dass ich den Vortrag 45 Minuten lang halten konnte.

Wie dem auch sei: Heute bin ich sicherlich um eine Erfahrung reicher geworden und ich bin wirklich darauf gespannt, was ich bei meinem Job noch so an - aus unserer Deutschen Sicht - kuriositäten erleben darf. Die Entscheidung in eine Chinesische Firma zu gehen ist auf jeden Fall bislang absolut aufgegangen.

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[caption id="attachment_669" align="alignleft" width="150" caption="Steak Teppanyaki Feuer"]Steak Teppanyaki Feuer[/caption]Heilig Abend haben die anderen DAAD-Stipendiaten und ich gemeinsam bei einem Teppanyaki Restaurant in Peking mit dem Namen Tairyo Teppanyaki verbracht. Das Resumee in einem Wort lautet: Empfehlenswert! Für 17 Euro hatten wir all inclusive! Soll heißen All you can eat sowie all you can drink. Der Koch hat uns die leckersten Gerichte an unserem Tisch vor unseren Augen frisch zu bereitet, dazu zählten unter anderem Austern, Muscheln, Schrimps und Rinder-Steak. Es gab auch Sushi und Gemüse aber diese Art von Restaurant ist tatsächlich nichts für Vegitarier. Das Steak flambierte Steak war das größte Highlight, nicht nur vom Geschmack her. So ein zwartes Steak hatte ich in meinem Leben noch nie!

In China gibt es keine Volksreligion und die Anzahl der Chisten ist mit geschätzt 80 Millionen eher gering, somit existiert hier in der Gesellschaft Weihnachten eigentlich gar nicht. In den westlichen Vierteln der Stadt sieht man an Läden hin und wieder ein wenig Weihnachtsschmuck, da man probiert den im Westen bekannten Kommerz zu übernehmen, was zum Teil auch zu gelingen scheint.

Eigentlich wollte ich an Weihnachten noch in den ökumenischen Gottesdienst an der Deutschen Botschaftsschule Peking, doch ich war mit dem Versenden von Weihnachtsmails so beschäftigt, dass diese nicht mehr in meinen Zeitplan gepasst hat. Somit werde ich wohl erst nächste Jahr an die DSP können um mir einen Weihnachtsgottesdienst in China anzusehen.

[caption id="attachment_671" align="alignleft" width="150" caption="Weihnachtslieder singen"]Weihnachtslieder singen[/caption]An meiner Uni, der Beiwai, wurde 1 Woche vor Weihnachten ein künstlicher Weihnachtsbaum im internationalen Studentenwohnheim aufgebaut… Ich bin kein zu großer Fan von Weihnachten. Während ich in vielen Erfahrungsberichten oft gelesen habe, dass viele Auslands-Studenten an Weihnachten eine harte Zeit vor sich haben, ging es mir super. Endlich ein Mal kein übertriebener Rummel! Das einzig doofe war der Unterricht sowohl am 24. als auch 25. Dezember.

Eine kleine weihnachtenliche Besonderheit gab es dann allerdings doch noch. Im Teppanyaki Restaurant haben wir, auf meinen Vorschlag hin, begonnen Weihnachtslieder zu singen! das würde in Deutschland in einem öffentlichen Restaurant natürlich keiner machen, aber wir sind ja in China und lernen dazu. Erschreckend war jedoch, das wir bei den meisten Liedern jeweils nur die erste Strophe mit Ach und Krach hinbekommen haben. Es ist wirklich schade, wie das deutsche Kulturgut dermaßen dehin schwindet.

[caption id="attachment_668" align="alignright" width="150" caption="Essen auf Herdplatte"]Essen auf Herdplatte[/caption]Ich möchte noch ein Mal auf den Teppanyaki Grill zurück kommen. Jeder der nach Peking kommt, sollte dieses Erlbnis mitnehmen. Ich habe in meinem Leben wirklich nur ganz selten so vorzüglich gegessen. Zwar sind 17 Euro für chinesische Verhätlnisse eine Stange Geld, doch sie sind sehr gut investiert. Es lohnt sich übrengs bei Tairyo vorher einen Tisch zu reservieren. Anbei noch ein Video des Kochs beim Zubereiten diverser Fischgerichte:

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Chinesisch lernen

Written by Rene-Pickhardt in Rene @ China, Sprache & Praxis

In der ersten Woche habe ich hauptsächlich zusammen mit der Gruppe administrative Dinge erledigt und mir mein Zimmer ein wenig wohnhaft gestaltet. Am Freitag hatten wir den Einstufungstest für ausländische Studenten. hierbei wurden in einem schriftlichen Test und in einem Gespräch unsere Chinesischkenntnisse geprüft, so dass wir in eine geeignete Klasse einsteigen können. Felix Haferkamp und ich sind zusammen in eine B-Klasse gekommen, während die meisten aus der Gruppe als Anfänger in einen A-Kurs gekommen sind.

Somit startet am Montag endlich der Unterricht, was langsam auch wirklich nötig ist. Mein chinesisch hat sich nach 10 Tagen bislang kaum verbessert, allerdings bin ich jetzt bestens mit Chinesischer Lern-Software und anderen Lehrmaterialien ausgestattet.

Hier also mal eine kleine Liste an Musthavs:

  • Smartphone mit Windows Mobile und der Software Pleco
  • einen Account bei Cinesepod
  • die Software Anki (die sich übrigens für viele sprachen einsetzen lässt) zusammen mit einem Tablet Notebook
  • Chinesischsprachige Lernkarten mit Bildern für kleine Kinder
  • Meinen HSK-Karteikarten Satz mit den 2000 gängigsten chinesischen Schriftzeichen

In Kürze werde ich zu den einzelnen Punkten Unterseiten anlegen und erklären, weshalb diese Lehrmaterialien gut sind und in wie fern sie sich meiner Meinung nach von den Konkurrenzprodukten absetzen.

Obwohl ich mittlerweile ca. 500 chinesische Schriftzeichen erkennen und aussprechen kann, sollte man sich nicht der Illusion hingeben, dass einem das in China auch nur irgendwie weiterbringt. In Peking verstehe ich wenn ich unterwegs noch gar nichts. Es reicht für einfache Dialoge im Taxi und zum Bestellen von meist sehr leckerem Essen im Restaurant, das bisher noch nie mehr als zwei Euro pro Person gekostet hat.

Diese Lehrmaterialien kauft man übrigens vor Ort in China. Es ist absolut doof sich sein Gepäck mit Büchern oder ähnlichem voll zu stopfen.

  1. Kosten die Sachen hier viel weniger
  2. Erhält man sie in jeder Buchhandlung oder auf der Straße
  3. Kann man seinen begrnzten Platz im Koffer anderweitig z.B. für Schokolade nutzen

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