
Kunst in Peking 798
798 ist das bekannteste
Künstlerviertel für moderne
Kunst in Peking. Ursprünglich handelt es sich bei dem
Künstlerviertel 798 um eine alte Militärfabrik im Nordosten (Chaoyang Distrikt) von
Peking. Diese wurde übrigens als Chinesisch Russisches Gemeinschaftsprojekt mit der Hilfe von DDR-Architekten und Ingenieuren entworfen und in den 1950ern erbaut. Man erkennt, dass einige Hallen die, für die DDR typischen, viertelkreisrunden Dächer mit Schrägen auf der gegenüberliegenden Seite besitzen. Die Dachschrägen sind alle nach Norden ausgerichtet und sind die einzigen Fenster der Fabrikhallen. So wollte man ein gleichmäßiges Licht, ohne zu große Schattenwürfe gewährleisten.

Künstlerviertel 798
Nachdem die Fabrik eine Zeit lang still stand hat Anfang der 90er ein
chinesischer Künstler beschlossen in einem dieser Gebäude seine
Kunst auszustellen. Die Räumlichkeiten waren großflächig und sehr günstig zu mieten. Innerhalbt weniger Jahr haben ihm dieses viele
Künstler aus Peking und später ganz China nachgemacht und es hat sich eine Eigendynamik entwickelt. Ca. seit der Jahrtausendwende ist
798 zu dem angesagten
Künstlerviertel in Peking für moderne chinesische Kunst avanciert. Die Mietpreise haben sich vervielfacht und man findet neben den Kunst-Ausstellungen eine große Ansammlung von westlichen Bars und Straßencafés.

Europa by Ai Weiwei
Da es sehr kalt war und keines der Gebäude (außer den Bars) beheizt ist, haben wir uns nur 2 Stunden im
Künstlerviertel 798 aufgehalten. Die interessantesten Kunstwerke möchte ich euch kurz vorstellen. Natürlich merkt man dabei, dass ich ein weltreisender Mathematiker bin. Beginnen wir mit der
Weltkarte des berühmten chinesischen
Architekten Ai Weiwei. Aus Stofflappen hat er eine 3-dimensionale Weltkarte angefertigt, die ca. 1,20 Meter hoch und ungefähr 3*5 Meter groß sein durfte. Diese Weltkarte habe ich aus verschiedenen Perspektiven fotographiert. Leider sind nur die Fotos von China, Amerika und Europa halbwegs brauchbar geworden.

Chinesischer Abakus
Barbara das folgende Stück
Kunst habe ich extra für dich fotographiert und in den Blog-Artikel aufgenommen. In einem der Gebäude des
Künstlerviertels haben wir nämlich einen ca. 3 Meter hohen
chinesischen Abakus entdeckt, der aus Metall und Autoreifen bestand. Leider konnte ich den Abakus nicht für dein Mathematik Museeum erwerben. Auch wäre der Transport sicherlich nicht ganz einfach gewesen, aber vielleicht kannst du dich an den Fotos erfreuen und eines gerahmt anstelle des Jadeabakus in euer Museeum integrieren?

E=MC² in 798
Der Abakus ist allerdings nicht das einzige Ausstellungsstück gewesen, das Bezug auf mein Studienfach genommen hat. Auf der Hauptsraße habe ich einen roten, menschengroßen
Affen gefunden, der mit seiner Hand auf
Einsteins berühmte Formel E = MC² gedeutet hat. Ob der Affe und die Formel wirklich zusammen gehörten konnte mir leider keiner erklären. Die meisten Passanten haben sich auch eher für den Affen als für die Physik interessiert. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es einen tieferen Zusammenhang zwischen dem Affen und der Formel gibt. Schließlich hat der gute Herr Einstein ja oft genug in seinem Leben betont, dass wir Menschen primitiv und nicht halb so entwickelt sind, wie wir das gerne hätten.
798 wird im Sommer bei lauwarmen Abenden sicherlich erneut mein Ausflugszielt werden. Dann verspreche ich euch auch eine größere Vielfalt an Fotos und noch mehr Hintergrundinformationen.
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798
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Nahansicht Abakus
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Wer ist der größere Affe?
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Gebäude 798
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Shop in 798
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Künstlerviertel 798
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Kunst in Peking 798
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Chinesischer Abakus
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Kunst: Aiweiwei weltkarte
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USA by Ai Weiwei
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China Ai weiwei
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Suan Pan (=Abakus)
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Einstein und Kunst in 798
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E=MC² in 798
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Eisenbahn
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Europa by Ai Weiwei
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Fabrik in 798
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Bauhaus von innen
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Fassade aus Regenrinnen
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Metalhead als Kunstwerk
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Kunst = Regenrinnen?