Das Arbeiten in China ist ein bisschen anders als in Deuschland. Ich würde sagen etwas spontaner und unstrukturierter. Ich habe heute ein besonders spannendes Erlebnis gehabt, welches meiner Meinung nach die Herangehensweise der Chinesen ganz gut wiederspiegelt.

Wir sind zu einer Partnerwebsite gefahren. Mit dabei waren unser CEO, unser CTO, ein Mitarbeiter aus meiner Abteilung und ich. Im Vorfeld wurde mir gesagt, dass das Treffen nicht so wichtig ist und ich mich nicht vorbereiten müsste. Als ich fragte, warum ich dann dabei sei hieß es damit man mich kennen lernt. Ich wollte auch wissen worum es bei dem Treffen ginge? Die antwort war SEO = Suchmaschinenoptimierung. Das ist meine Aufgabe bei meinem chinesischen Arbeitgeber.

So weit so gut, doch nachdem ich gemeinsam mit meinen Chefs und Kollegen in das Meeting beim Kunden gekommen bin. Hat der CTO unserer Firma das Meeting begonnen. Er habe eine Agenda von zwei Punkten für das Meeting. Der erste Punkt sei der ca. 45 minutige Vortrag von unserem neuen Deutschen Mitarbeiter (gemeint war natürlich kein minderer als ich) über Suchmaschinenoptimierung von Google. Mein Kollege wollte meine Powerpoint Präsentation haben. Moment: was genau habe ich nicht mitbekommen? Ich soll einen 45 Minuten langen Vortrag auf Chinesisch über Suchmaschinenoptimierung bei unserem Kunden halten? Wieso war in meiner Firma niemand in der Lage mir vorher bescheid zu geben? Es ist ja nicht so, dass ich nicht noch gefragt hätte!
Der CEO war überrascht, dass ich nicht wusste, dass ich einen Vortrag halten sollte. Ich wurde leicht nervös, saßen voller erwartung ca. 25 Chinesische Mitarbeiter unseres Kundens an dem Tisch und wollten von mir erfahren, was es so zu tun gibt, wenn man gute Positionierungen bei Google erreichen möchte.

Nun ich habe mir ein Mal kurz klar gemacht, dass das doch genau der Grund war weswegen ich in das kalte Wasser gesprungen bin und in eine rein Chinesische Firma gegangen bin. Kulturelle Unterschiede Erfahrungen und Erlebnisse an denen man nur wachsen kann. Außerdem habe ich mir klar gemacht, dass ich überhaupt nichts verlieren kann, denn schlimmer als so konnte es eh nicht kommen. Ich wurde erstaunlich gelassen und sogar ein bisschen entspannt. Anhand meines Papers über SEO das ich gerade anfertige, habe ich mir eine kurze Struktur zurecht gelegt und freundlich lächelnd aus dem Stehgreif (auf chinesisch!!!) einen Vortrag über Suchmaschinenoptimierung gehalten. Anscheind werde ich schon langsam zum chinesen, dass ich so locker reagiert habe.

Trotzdem weiß ich immer noch nicht, was ich von der Aktion heute halten sollte. Ich sollte sicherlich nicht vorgeführt werden. DER CTO meinte danach auf mein Nachfragen auch, dass es doch mein Spezialwissen sei und ich natürlich im Stande sei sowas spontan zu machen. Ich habe mich auf gefragt, ob man mich vielleicht nicht sogar darauf vorbereitet hat und ich mit meinen Schwachen chinesischkenntnissen es einfach nicht verstanden habe. Doch das ganze halte ich für ausgeschlossen. Schließlich ist mein Chinesisch so weit, dass ich den Vortrag 45 Minuten lang halten konnte.

Wie dem auch sei: Heute bin ich sicherlich um eine Erfahrung reicher geworden und ich bin wirklich darauf gespannt, was ich bei meinem Job noch so an - aus unserer Deutschen Sicht - kuriositäten erleben darf. Die Entscheidung in eine Chinesische Firma zu gehen ist auf jeden Fall bislang absolut aufgegangen.

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[caption id="attachment_767" align="alignleft" width="150" caption="Pyramide von Xian"]Pyramide von Xian am frühen Morgen auf dem Weg zur Terrakotta Armee[/caption]Nachdem wir Luoyang von morgens 5 bis abends 23 Uhr besichtigt haben (inklusive Eselfleisch Hotpot) ging es mit dem Hardsleeper über nacht weiter nach Xi’an. Wir sind bereits gegen 6 Uhr in der frühe angekommen. Das hat sich als besonders entspannt herausgestellt. Am Bahnhof waren zwar trotzdem schon Fremendenführer, die die Touristen abfangen wollten um uns einen Tripp zu den Terracotta Figuren für ca. 100 Yuan pro person zu verkaufen. Doch wir sind an diesen Leuten einfach vorbei gegangen und haben uns in einen der ofiziellen Busse zu der Terrakotta armee gesetzt. Auf dem Weg dort hin haben wir übrigens Pyramiden gesehen und uns gewundert, was das soll?

Die Terrakotta Armee

[caption id="attachment_786" align="alignright" width="150" caption="So sahen die Ausgrabungsstaedten wohl eher aus"]So sahen die Ausgrabungsstaedten wohl eher aus[/caption]Die fahrt dauerte ca. 1 Stunde und führte uns ein Stück außerhalb von Xi’an. Da unsere Nacht recht kurz war haben wir die gelegenheit genutzt und im Bus noch ein wenig geschlafen. Bei der Terracotta armee waren weder Chinesische noch westliche Touristen. Um diese Zeit ist da einfach noch nichts los. Das war verhältnis mäßig angenehm. Die Anlage um die 3 Hallen in denen die Figuren zu bestaunen sind ist sehr stark auf chinesischen Kitsch gemacht und es wird einem ähnlich wie an anderen bekannten Touristenspots probiert jeder scheißdreck zu verkaufen. Da wir die einzigen Gäste waren, haben die Angestellten ihre Arbeit noch ruhen lassen und so konnten wir auch bei herrlichem Sonnenschein zu den Figuren maschieren.

8. Weltwunder…

Die Terrakottaarmee selbst ist meiner Meinung nach keine Reise nach Xi’an wert. Obwohl wir durch unsere frühe Ankunft die Armee in einem recht ruhigen Umfeld antreffen konnten, fand ich die Armee überhaupt nicht beeindruckend. Um ehrlich zu sein, mich würde es nicht im geringsten wundern, wenn diese Armee gar nicht so alt ist wie es immer heißt, sondern einfach in guter Handarbeit vor 40 Jahren pünktlich zur öffnungspolitik als das 8. Weltwunder erschaffen worden ist. Das ist übrigens das lustigste an den Terracotta figuren. Sie werden in den Ausstellungenhallen als das 8. Weltwunder bezeichnet. Mal angenommen, die Sammlung ist echt und wirklich so alt, dann könnte man das tatsächlich als ein Wunder bezeichnen. Doch würde ich behaupten, dass die Weltwunder aus einer anderen Zeit und einem anderen Kulturkreis kommen. Etwas Chinesisches dorthin einzureihen zeugt meiner Meinung nach von einem sehr hohen Maß an dreistigkeit und Unverständnis. Mal im Ernst, die Franzosen haben auch nicht angefangen den Eifelturm plötzlich bei den Weltwundern mit einzureihen.

Stadtmauer von Xi’an

[caption id="attachment_794" align="alignleft" width="150" caption="eine Improvisierte Tischtennisplatte mit Steinnetz"]eine Improvisierte Tischtennisplatte mit Steinnetz[/caption]Nach unserem Besuch bei der Terrakotta Armee, der übrigens doch noch mit dem üblichen Tourigenerv endete (es wurde während unseres Aufenthalts ja schließlich später und entsprechend voller) macht wir uns auf um Xi’an zu erkunden. Clemens hatte den Tipp bekommen, dass dies am besten von der alten Stadtmauer aus geht. Alter Schwede! Das ist mal eine Mauer! Während die bekannte Große Mauer bei Badaling und anderen Orten neu gebaut bzw. restauriert ist, kann man in Xi’an, dass noch nie wirklich einen Krieg oder ähnliches erlbt hat eine 2000 Jahre alte Stadtmauer bestaunen, die ausnahmsweise mal nicht von der Regierung abgerissen worden ist, sondern komplett mitten in dem sich wandelnden Stadtbild erhalten ist. Die Mauer ist in etwa Quadratisch und hat einen Umfang von ca. 15 Kilometern. Sie ist bestimmt 15 Meter hoch und in etwa genauso breit und aus Stein gebaut. Das schönste ist, dass man die Mauer besteigen kann und sie ein Mal komplett umwandern kann. Dies geht übrigens auch mit Fahrrädern und Tandems.
[caption id="attachment_799" align="aligncenter" width="800" caption="Stadtmauer von Xian versinkt unter den Plattenbauten"]Stadtmauer von Xian versinkt unter den Plattenbauten[/caption]Da Clemens schon ein Mal in Xi’an war und sich damals ein Fahrrad gemietet hat bat er mich darum, dass wir nur ein Viertel der Stadmauer anschauen und dafür gemütlich laufen. Ich war einverstanden. Die 2 Stunden die wir mit vielen Pausen zum Fotographieren auf der Stadtmauer entlangliefen waren äußerst spannend. Von der hohen Stadtmauer konnte man sich in der Tat einen guten überblick über die gewaltige Stadt machen. Man sah auch sehr beeindruckend die ganzen Baustellen, an denen mächtige Hochhausanlagen entweder zum wohnen oder als Büroflächen hochgezoen werden.

Buddhistisches Viertel

[caption id="attachment_792" align="alignright" width="150" caption="buddhistischer Tempel in Xian"]buddhistischer Tempel in Xian[/caption]Nachem wir die Stadtmauer besichtigt haben, ging es in ein Buddhistisches Viertel. Hier konnten wir über einen Markt wandern und uns einfach von dem Leben in den Gassen treiben lassen. Fremdartiges (aber sehr leckeres), süßes Gebäck essen und uns bei einem für china so typischen Nudelsüppchen (niu rou mian) stärken.
Überschattet wurde unser Tripp durch dieses viertel eigentlich nur durch meine Blasen, die ich mir auf der Stadtmauer zugezogen habe. Doch wir schafften es tatsächlich in einer Drogerie Blasenpflaster, die wie sich später herausstellte, kaum helfen sollten, zu erstehen. Das Problem war nun, dass man Blasenpflaster auf trockene und frisch gereinigte Füße auftragen soll. Just in dem Moment als Clemens und ich diskutierten, was zu tun sei wurden wir von einem Bewohner Xi’ans angesprochen, er wolle mit uns Ausländern sein Englisch üben. Eine Situation die man in China ja häufiger erlebt und eigentlich fast immer abtut. Aber in dem Fall meinte ich ganz lässig, wenn er mir einen Platz besorgen kann an dem ich meine Füße verpflegen kann unterhalte ich mich gerne so lange mit ihm auf Englisch. Clemens war empört. Der Bewohner aus Xi’an brachte uns zum nächsten Krankenhaus in das wir einfach reinmaschierten in den öffentlichen Duschen uns säuberten und danach die Blasenpflaster verarbeiteten. Der junge mann war leider ein bisschen anhänglich und nervig und probierte uns allerlei Sachen zu verkaufen, die er in seiner riesen Tasche zufälligerweise mit sich trug. Clemens verfluchte mich schon innerlich, da er befürchtete diesen Chinesen nie wieder loszuwerden. Ich im Gegenzug fand unser erlebnis ziemlich spannend und war froh, mich um meine Füße gekümmert zu haben.

Tatsächlich stelle es sich heraus, dass der Chinese nachdem er uns geholfen hatte und wir ihm nichts abkaufen wollte, sich von ganz alleine aus dem Staub machte. Clemens und ich waren jetzt selbst von der bis dato spannenden, schönen aber auch ansträngenden Reise erschöpft und haben beschlossen, dass wir uns ein langes gutes Abendessen gönnen um mit dem nächsten Zug nach Chengdu weiterfahren zu können.

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Nein 1 Euro Stundenlohn ist nicht das was die Chinesen verdienen. Wobei mir bei genauerem nachdenken einige Jobs einfallen (z.B. Kellner) wo das Gehalt in einer ähnlichen Größenordnung liegen durfte.

Doch in diesem Fall ist es der Lohn den ich mindestens bekommen muss, damit meine heutige Invstition einen positiven Erwartungswert hat. Durch mein neues chinesisches Fahrrad spare ich nun täglich auf dem Weg zur Arbeit und zurück mindestens 20 Minuten Zeit. Da ich plane mindestens 6 Monate in Shanghai zu wohnen könnt ihr euch selbst ausrechnen wieviel Zeit ich dadurch spare. Der kaufpreis geteilt durch die eingesparte Zeit gibt den mindestens Stundenlohn den ich erreichen muss.

Natürlich ist bei dieser Rechnung nicht bedacht worden, dass Fahrradfahren gesund ist und ich das Fahrrad auch in anderen Situationen z.B abends beim weggehen verwendet werden kann. Da mein Stundenlohn aber bei ca. 9 Euro liegt, habe ich bei dieser Investition wohl einen Gewinn von 8 Euro pro ersparter Stunde gemacht!
(Wahnsinn, dafür habe ich studiert! Als Schüler gab es bereits 12,50 Euro / Stunde. Da ist doch irgendetwas schief gelaufen während der letzten 6 Jahre)

Wie dem auch sei: Ich freue mich über mein chinesisches Fahrrad ohne Gangschaltung aber dafür mit Körbchen, Schloss und einer extra für große Westler verlängerten Sattelstange! Hoffentlich gibt es demnächst auch ein Foto von dem Gefährt.

Falls ihr euch übrigens wundert, dass ich wieder blogge: Ja ich war schon die ganze Zeit etwas sauer, weil ich meinen China Blog so vernachlässigt habe. Ich habe vor ca. 15 Artikel aus dem letzten halben Jahr nach zu reichen. Darüber hinaus werde ich während der nächsten Wochenenden (so lange das Wetter noch mitspielt) versuchen Zhejiang, Anhui und Jiangsu unsicher zu machen und versuchen in dem Blog davon zu berichten. Immerhin gilt Zhejiang als die schönste Gegend im Osten von China.

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Ich bin in Shanghai in meiner neuen Wohnung angekommen. Sie ist im obersten Geschoss eines 6 Stöckigen Hauses (ohne Aufzug!) in dem Stadtteil Jingan der nach dem Jingantempel (静安寺 - Jingansi) benannt ist. Wie alt das Haus genau ist kann ich nicht abschätzen, ich würde vermuten nicht älter als 15 Jahre. Was mich aber beindruckt hat ist, dass es gerade restauriert wird. Hierbei wurden die alten Fensterscheiben gegen doppelt verglaste Fenster ausgetauscht!

Klima Schutz in China

Den Chinesen wird ja oft vorgeworfen nach den USA der größte CO2 Sünder auf der Welt zu sein. Zu der Diskussion mag ich mich gar nicht äußern, möchte aber mal, nachdem in den Deutschen Medien konstant ein schlechtes Chinabild verbreitet wird, eine Lanze für die Chinesen brechen. Hier wird durchaus an verschiedenen Stellen auf den Klimaschutz geachtet! Zum Beispiel sind wir in Huhot einem dichtem Netz von Erdgas Tankstellen, die alle massiv genutzt wurden, begegnet.

Ob meine Vermieter die neuen Fenster jetzt aus liebe zur Umwelt, um Strom zu sparen oder einfach um keine so harten Winter zu erleben hat einbauen lassen, kann ich jetzt noch nicht sagen. Fakt ist aber es gibt doppelt verglaste Fenster in China und ich kann meine Hand dafür ins feuer Legen, dass sie auch von echt guter Qualität sind. Im heißen Sommer von Shanghai hat sich seit dem Einbau der Fenster mein Zimmer im Laufe des Tages nicht mehr so stark aufgeheizt!

Im Übrigen haben die meisten Deutschen Haushalte auch erst Thermostate für die Heizung bekommen, als auf Grund der Ölkriese die Heizkosten so teuer wurden, dass es nicht mehr so praktisch war mit dem Fenster die Hitze zu regulieren!

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Bei unserer Reise nach Luoyang haben wir natürlich auch die im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der Unesco anerkannten Longmen Grotten besichtigt. Da wir etwas viel Zeit im Shaolin Tempel verbracht haben, waren wir leider so spät, dass es sich nicht mehr rentiert hätte eine Eintrittskarte zu kaufen, um die Grotten und vor allem auch Buddhastatuen von nahmen zu bestaunen. Da die Longmengrotten aber vor dem Fluss liegen, konnten wir trotzdem ein wunderschönes Panorama während der Dämmerung genießen.

Als Reistipp für Luoyang kann man getrost sagen, dass man diese Millionenstadt innerhalb von einem Tag besichtigen kann. Es gibt kaum Sehenswürdigkeiten. Das Shaolinkloster ist inklusive Anfahrt innerhalb von einem Vormittag erreichbar und für die Longmangrotten reichen auch ein bis zwei Stunden.

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1 Euro Stundenlohn (kein 1 Euro Job)

Wednesday, August 25th, 2010

Nein 1 Euro Stundenlohn ist nicht das was die Chinesen verdienen. Wobei mir bei genauerem nachdenken einige Jobs einfallen (z.B. Kellner) wo das Gehalt in einer ähnlichen Größenordnung liegen durfte.

Doch in diesem Fall ist es der Lohn den ich mindestens bekommen muss, damit meine heutige Invstition einen positiven Erwartungswert hat. Durch mein neues chinesisches Fahrrad spare ich nun täglich auf dem Weg zur Arbeit und zurück mindestens 20 Minuten Zeit. Da ich plane mindestens 6 Monate in Shanghai zu wohnen könnt ihr euch selbst ausrechnen wieviel Zeit ich dadurch spare. Der kaufpreis geteilt durch die eingesparte Zeit gibt den mindestens Stundenlohn den ich erreichen muss.

Natürlich ist bei dieser Rechnung nicht bedacht worden, dass Fahrradfahren gesund ist und ich das Fahrrad auch in anderen Situationen z.B abends beim weggehen verwendet werden kann. Da mein Stundenlohn aber bei ca. 9 Euro liegt, habe ich bei dieser Investition wohl einen Gewinn von 8 Euro pro ersparter Stunde gemacht!
(Wahnsinn, dafür habe ich studiert! Als Schüler gab es bereits 12,50 Euro / Stunde. Da ist doch irgendetwas schief gelaufen während der letzten 6 Jahre)

Wie dem auch sei: Ich freue mich über mein chinesisches Fahrrad ohne Gangschaltung aber dafür mit Körbchen, Schloss und einer extra für große Westler verlängerten Sattelstange! Hoffentlich gibt es demnächst auch ein Foto von dem Gefährt.

Falls ihr euch übrigens wundert, dass ich wieder blogge: Ja ich war schon die ganze Zeit etwas sauer, weil ich meinen China Blog so vernachlässigt habe. Ich habe vor ca. 15 Artikel aus dem letzten halben Jahr nach zu reichen. Darüber hinaus werde ich während der nächsten Wochenenden (so lange das Wetter noch mitspielt) versuchen Zhejiang, Anhui und Jiangsu unsicher zu machen und versuchen in dem Blog davon zu berichten. Immerhin gilt Zhejiang als die schönste Gegend im Osten von China.

Doppelt verglaste Fenster in Shanghai - Klimaschutz in China

Tuesday, August 24th, 2010

Ich bin in Shanghai in meiner neuen Wohnung angekommen. Sie ist im obersten Geschoss eines 6 Stöckigen Hauses (ohne Aufzug!) in dem Stadtteil Jingan der nach dem Jingantempel (静安寺 - Jingansi) benannt ist. Wie alt das Haus genau ist kann ich nicht abschätzen, ich würde vermuten nicht älter als 15 Jahre. Was mich aber beindruckt hat ist, dass es gerade restauriert wird. Hierbei wurden die alten Fensterscheiben gegen doppelt verglaste Fenster ausgetauscht!

Klima Schutz in China

Den Chinesen wird ja oft vorgeworfen nach den USA der größte CO2 Sünder auf der Welt zu sein. Zu der Diskussion mag ich mich gar nicht äußern, möchte aber mal, nachdem in den Deutschen Medien konstant ein schlechtes Chinabild verbreitet wird, eine Lanze für die Chinesen brechen. Hier wird durchaus an verschiedenen Stellen auf den Klimaschutz geachtet! Zum Beispiel sind wir in Huhot einem dichtem Netz von Erdgas Tankstellen, die alle massiv genutzt wurden, begegnet.

Ob meine Vermieter die neuen Fenster jetzt aus liebe zur Umwelt, um Strom zu sparen oder einfach um keine so harten Winter zu erleben hat einbauen lassen, kann ich jetzt noch nicht sagen. Fakt ist aber es gibt doppelt verglaste Fenster in China und ich kann meine Hand dafür ins feuer Legen, dass sie auch von echt guter Qualität sind. Im heißen Sommer von Shanghai hat sich seit dem Einbau der Fenster mein Zimmer im Laufe des Tages nicht mehr so stark aufgeheizt!

Im Übrigen haben die meisten Deutschen Haushalte auch erst Thermostate für die Heizung bekommen, als auf Grund der Ölkriese die Heizkosten so teuer wurden, dass es nicht mehr so praktisch war mit dem Fenster die Hitze zu regulieren!

Longmen Grotten (Luoyang ) - Unesco Weltkulturerbe

Tuesday, August 24th, 2010

Bei unserer Reise nach Luoyang haben wir natürlich auch die im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der Unesco anerkannten Longmen Grotten besichtigt. Da wir etwas viel Zeit im Shaolin Tempel verbracht haben, waren wir leider so spät, dass es sich nicht mehr rentiert hätte eine Eintrittskarte zu kaufen, um die Grotten und vor allem auch Buddhastatuen von nahmen zu bestaunen. Da die Longmengrotten aber vor dem Fluss liegen, konnten wir trotzdem ein wunderschönes Panorama während der Dämmerung genießen.

Als Reistipp für Luoyang kann man getrost sagen, dass man diese Millionenstadt innerhalb von einem Tag besichtigen kann. Es gibt kaum Sehenswürdigkeiten. Das Shaolinkloster ist inklusive Anfahrt innerhalb von einem Vormittag erreichbar und für die Longmangrotten reichen auch ein bis zwei Stunden.

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