Kurzes Update wieder auf Reisen

Written by Rene-Pickhardt in Tourismus

Ich war letzte Woche in Shanghai und werde mich jetzt wieder auf Reise begeben. Zusammen mit einem Freund wollen wir eine Kleine Tour nach Louyang, Xian, Chengdu, Chongqing, dem Drei Schluchten Staudamm und Wuhan machen. Mal sehen was bei dieser knapp organisierten Tour wirklich raus kommt. Für den Februar verspreche ich dann ausführliche Berichterstattung über Shanghai und die Yangtse tour

Weiterhin bin ich am Überlegen auf Grund der Expo eine Unterkategorie mit Berichterstattungen zu eröffnen. Besteht daran interesse? Hinterlasst mir doch einfach einen Komentar.

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Die finnische Band Ensiferum sollte am 9. Januar ein live Konzert in Peking geben. Ensiferum ist neben Iced Earth meine Lieblingsband. Darauf habe ich mich entsprechend schon sehr lange gefreut. War es doch so, dass kurz nach meiner Abreise nach China das neue Album From Afar erscheinen sollte, welches ich in China nicht kaufen konnte. Dabei hat es doch richtig gute From Afar Reviews gehagelt. Im September war die Band dann auf Europatour, der ich auch nicht beiwohnen konnte.

Die Vorgeschichte

Nachdem ich in meinem Ensiferum Interview Markus Toivonen, den Bandgründer und Songschreiber, bereits kennenlernen durfte, hoffte ich darauf ihn bei dem Konzert im Mao Live house noch einmal zu begegnen. Viele seiner Wünsche sind nach dem Interview in Erfüllung gegangen und ich wollte ihn beglückwünschen und ihm meinen Respekt für das gelungene 4. Album aussprechen. (Die Band hat wirklich eine sehr steile Karriere hinter sich)

René hilft bei Ensiferum aus

Dann kann jedoch alles anders. Yang von Painkiller hatte mich im Laufe der Woche probiert zu kontaktieren und wollte, dass ich beim Organisieren des Konzertes aushelfe. Leider konnte er mich nicht erreichen. somit bin ich ganz normal zum Konzert. Als Yang mich aber gesehen hat, kam gerade der Tourmanager und erklärte, dass er zwei Leute für Bühnen-Security braucht. Yang schaute mich an und ich nickte…

Ensiferum von der Bühne aus

Ich habe mir also das komplette Konzert auf der Bühne neben dem Gitarristen Markus Toivonen angucken können. Leider war die Band vor dem Konzert saubeschäftigt und müde, so dass ich mit ihnen gar nicht sprechen konnte. Ich hatte es aber auch nicht eilig, denn ich musst mit dem DAAD morgen früh nach Shanghai fliegen um Firmen zu besichtigen. Das lustige ist, dass Ensiferum, nachdem sie morgen nach Xi An fahren am 13. Januar - einen Tag nach meinem Geburtstag - ein Konzert im Mao Live House von Shanghai geben werden. Han Ning von Painkiller ist dabei und braucht noch Unterstützung. Das werde ich wohl übernehmen.

Gerade eben bin ich ziemlich begeistert. Zwar arbeiten Metalcon und Painkiller schon länger zusammen. Aber bei Konzerten aktiv helfen, war wegen meiner zu schwachen chinesisch Kenntnisse bislang nicht drin. Das ich meinen ersten Einsatz, bei meiner Lieblingsband und einem so coolen Job verbringen kann, hätte ich nicht erwartet. War es doch überhaupt eine Überraschung für mich, als es vor 3 Monaten hieß, Ensiferum werden, gesponsort von der Finnischen Botschaft, nach China kommen.

不要照 (Bu yao zhao!) - Kein Fotos!

Zu meinem Job gibt es nicht viel zu sagen. Markus Toivonen hatte mir vor 1 1/2 Jahren bereits erzählt, dass er es nicht mag, wenn konzerte gefilmt werden und im Internet landen. Er findet musik hat Qulität und sollte etwas besonderes, wertvolles sein. Somit bestand die Band darauf, dass im kompletten Publikum nach dem dritten Song keien Fotokameras und Videokameras mehr vorhanden sind. Außerdem sollte ich aufpassen, dass keine Crowdsurfer auf die Bühne kommen. Ich war beeindruckt, dass nach dem vierten Song wirklich alle Kameras im Publikum verschwunden waren. Ich sage nur: “Bu yao zhao!” Einen Nachteil hat der Job, ich konnte natürlich selbst nicht fotographieren. Zwar soll ich in bälde Fotos von meinen Freunden bekommen, aber jetzt müsst ihr euch erst ein Mal mit einem Ensiferum Artikel ohne Fotos zufrieden geben, vielleicht kann ich ja vom Shanghai konzert welche Nachreichen.

Der weitere Nachteil war übrigens dass man auf der Bühne nur den Sound der Monitore hört und das ist nicht identisch mit dem was beim Publikum ankommt. Ich habe ein komplettes Konzert ohne den Gesang des Frontmans Petri Lindroos (auch bei Nother ) erleben durfen. Da ich die Lieder eh auswändig kann habe ich einfach im Kopf mitgesungen und dabei Markus und den Bassisten Sami Hinkka bewundert. Vor allem Sami zieht eine sau geile Live performance ab und kann perfekt das Publikum aufheizen. Dabei Legt ein ein bissel die Allüren des Amon-Amarth-Frontmans Johan Hegg an den Tag.

Ensiferum From Afar Tour Setliste

Überrascht war ich übrigens auch in einer ganze anderen Hinsicht vom Publikum. Erstens war das Mao Live house fast ausverkauft und zweitens waren viele Text und Melodiesicher und kannten fast jeden der Songs. Zur Seltiste gibt es nicht so viel zu sagen. Eine perfekte Mischung aus den alten Alben (Ensiferum, Iron und Victory Songs) und den neuen Songs. Ich war überrascht, dass sie stone cold metal gespielt haben. Schließlich musste der lange Instrumentale Part größten Teils vom Band eingespielt werden. Die Verschnaufpause tat der Band auch gut. Little Dreamer hat gefehlt, dafür waren Trecherous gods und Token auf Time dabei. Das Publikum forderte mehrmals Lai Lai Hei und hat den Song auch bekommen. außerdem waren noch mit dabei victory songs, iron, battle song, from afar, Ahti und twilight tavern. Erst jetzt fällt mir auf, dass sie auf Tale of Revenge verzichtet haben. Aber ist ja auch klar, dass bei 4 Alben immer weniger Songs pro Album gespielt werden können.

Für mich können Ensiferum auch nach ihrem 4. Album From Afar, wie man an diesem Blogeintrag leicht erkennen kann immer noch stark überzeugen. Die Jungs sind in ihrer Porformance sau professionell geworden, die Songs sind noch ein Mal besser geworden und ich freue mich riesig auf den 13. Januar.

Keine Cd’s am Merchandise Stand

Einen kleinen Schmackerl mag ich noch los werden. Europäische Bands lernen zu meinem Leidwesen, dass man in China keine CD’s verkaufen kann, zwar gab es Ensiferum Shirts für 8 Euro und Sweatshirts für 15 Euro (die ich mir in Shanghai noch zulegen werden) Doch selbst bei der Asientour war es unmöglich das aktuelle From Afar Album zu erstehen. Hatte ich doch sogar auf eine signierte Version gehofft…

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Ego Fall 13Club Metal Sylvester

Written by Rene-Pickhardt in Heavy Metal

Sylvester ist hier in Peking, ähnlich wie Weihnachten, auch ein eher undbedeutendes Fest. Für die westliche Community gab es eine Party in einer der leerstehenden Hallen im Künstlervirtel 798, über das ich letztens erst berichtet habe.

13 Club - Heavy Metal Underground

Ich persönlich habe den Abend dazu verwendet mich ein Mal mehr in den Pekinger Metal Underground zu stürzen. Im 13 Club, gab es wieder ein Konzert mit den Auftritten von mehreren Metal-Bands. Neben Frosty Eve, die ich bereits beim Stratovarius-Konzert kennenlernen konnte, durfte ich dieses Mal auch die Lable-Kollegen Ego Fall kennenlernen. ich war beeindruckt! Anbei ein Video von ihrem Auftritt, leider ist der Sound total übersteuert, doch es gibt ein paar Sachen auf die man achten kann.

  1. Der chinesische Sänger mit Dreadlocks! Wahnsinn, schaut euch seine Leistung als Frontman an.
  2. Der Bassist, der immer wieder seine tiefe Stimme gekoppelt mit dem Bass einsetzt, um einen Didgereedoo Effekt zu erzeugen und dadurch das Gefühl traditioneller chinesischer Instrumente wiedergibt (wie gesagt sorry noch mal für den miesen Sound)
  3. Das Publikum. Schaut euch die Chinesen an! Die brennen mehr Heavy Metal zu hören.

Female voice Metal

Und natürlich gab es auch mal wieder eine Female Voice Band aus China. Schon fast nichts besonderes mehr, doch gab es dabei eine Überraschung. Die Sängerin saß mit einer Behinderung headbangend im Rollstuhl und hat mal clean gesungen und mal gegrunzt!

Das Video hat einen besseren Sound als das von Ego Fall, auch wenn der Gesang sich am Anfang wegen Tonproblemen im 13Club ein bissel komisch anhört. Die Band war insgesamt nicht sonderlich kreativ, doch war ich von dem Auftritt ziemlich berührt. Ich habe in China vorher noch keinen einzigen behinderten Menschen gesehen und mich gefragt, ob es diese überhaupt gibt?
Stilistisch lässt sich die Musik dieser Band mal wieder in Gothic Metal einordnen.

Nun freue ich mich allerdings erst ein Mal auf den Van Canto - Auftritt im Qutasch Comedy Club den ich hier zwar nich live sehen kann, aber sicherlich im nachhinein.

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[caption id="attachment_669" align="alignleft" width="150" caption="Steak Teppanyaki Feuer"]Steak Teppanyaki Feuer[/caption]Heilig Abend haben die anderen DAAD-Stipendiaten und ich gemeinsam bei einem Teppanyaki Restaurant in Peking mit dem Namen Tairyo Teppanyaki verbracht. Das Resumee in einem Wort lautet: Empfehlenswert! Für 17 Euro hatten wir all inclusive! Soll heißen All you can eat sowie all you can drink. Der Koch hat uns die leckersten Gerichte an unserem Tisch vor unseren Augen frisch zu bereitet, dazu zählten unter anderem Austern, Muscheln, Schrimps und Rinder-Steak. Es gab auch Sushi und Gemüse aber diese Art von Restaurant ist tatsächlich nichts für Vegitarier. Das Steak flambierte Steak war das größte Highlight, nicht nur vom Geschmack her. So ein zwartes Steak hatte ich in meinem Leben noch nie!

In China gibt es keine Volksreligion und die Anzahl der Chisten ist mit geschätzt 80 Millionen eher gering, somit existiert hier in der Gesellschaft Weihnachten eigentlich gar nicht. In den westlichen Vierteln der Stadt sieht man an Läden hin und wieder ein wenig Weihnachtsschmuck, da man probiert den im Westen bekannten Kommerz zu übernehmen, was zum Teil auch zu gelingen scheint.

Eigentlich wollte ich an Weihnachten noch in den ökumenischen Gottesdienst an der Deutschen Botschaftsschule Peking, doch ich war mit dem Versenden von Weihnachtsmails so beschäftigt, dass diese nicht mehr in meinen Zeitplan gepasst hat. Somit werde ich wohl erst nächste Jahr an die DSP können um mir einen Weihnachtsgottesdienst in China anzusehen.

[caption id="attachment_671" align="alignleft" width="150" caption="Weihnachtslieder singen"]Weihnachtslieder singen[/caption]An meiner Uni, der Beiwai, wurde 1 Woche vor Weihnachten ein künstlicher Weihnachtsbaum im internationalen Studentenwohnheim aufgebaut… Ich bin kein zu großer Fan von Weihnachten. Während ich in vielen Erfahrungsberichten oft gelesen habe, dass viele Auslands-Studenten an Weihnachten eine harte Zeit vor sich haben, ging es mir super. Endlich ein Mal kein übertriebener Rummel! Das einzig doofe war der Unterricht sowohl am 24. als auch 25. Dezember.

Eine kleine weihnachtenliche Besonderheit gab es dann allerdings doch noch. Im Teppanyaki Restaurant haben wir, auf meinen Vorschlag hin, begonnen Weihnachtslieder zu singen! das würde in Deutschland in einem öffentlichen Restaurant natürlich keiner machen, aber wir sind ja in China und lernen dazu. Erschreckend war jedoch, das wir bei den meisten Liedern jeweils nur die erste Strophe mit Ach und Krach hinbekommen haben. Es ist wirklich schade, wie das deutsche Kulturgut dermaßen dehin schwindet.

[caption id="attachment_668" align="alignright" width="150" caption="Essen auf Herdplatte"]Essen auf Herdplatte[/caption]Ich möchte noch ein Mal auf den Teppanyaki Grill zurück kommen. Jeder der nach Peking kommt, sollte dieses Erlbnis mitnehmen. Ich habe in meinem Leben wirklich nur ganz selten so vorzüglich gegessen. Zwar sind 17 Euro für chinesische Verhätlnisse eine Stange Geld, doch sie sind sehr gut investiert. Es lohnt sich übrengs bei Tairyo vorher einen Tisch zu reservieren. Anbei noch ein Video des Kochs beim Zubereiten diverser Fischgerichte:

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