Verkehr in Peking ist ein heißes Thema. Volle Straßen und der verzweifelte Kampf etwas dagegen zu unternehmen. So sind Busse und Ubahn grenzenlos subventioniert. Die Pekinger Ubahn, kostet egal auf welcher Strecke 20 Euro Cent und die Busse sind mit 4 Cent sogar noch billiger. Hiermit versucht man den Verkehr (d.h. vor allem Autos) von den Straßen zu holen, was bei einer Millionenen Stadt wie Peking in der die meisten Hauptverkehrsstraßen und Ringe 3 Spurig sind trotzdem sehr sinnvoll ist.

Da Autos je nach Nummernschild nur an bestimmten Tagen bewegt werden durfen (das sollten wir mal in Deutschland vorschlagen!) bietet das Taxi in Peking immer noch eine recht gute Alternative für den Individualverkehr. Will man nicht zu einer Stoßzeit fahren, ist man zumindest so schnell unterwegs wie mit der Ubahn und hat seinen Sitzplatz im Taxi auf jeden Fall sicher. Außerdem hat das Taxi den Großen Vorteil, auch nachts ab 23 Uhr noch zu verkehren.

Aber auch die Chinesen bekommen den Ölpreis zu spüren und haben angekündigt ab Mitte nächste Woche, die Preise fürs Taxifahren zu erhöhen. Zahlte man bislang 10 Yuan (ca. 1Euro) Mindestgebühr und hatte dafür 3 frei Kilometer und musste für jeden weiteren Kilometer ca. 20 Cent bezahlen, so wird jetzt auf jede Fahrt deren Kosten 10 Yuan überschreiten ein weiterer Yuan für die Ölkosten draufgeschlagen.

So hat man zwar jetzt einen großen Aufwand, die Preistafeln in den Taxis zu ändern und die neuen Regeln allen zu erklären, aber eigentlich nicht wirklich viel Mehreinnahmen.  Taxifahren ist übrigens etwas das man in Peking weiterempfehlen kann. Die Taxifahrer haben alle ein Taxometer und rechnen entsprechend sehr genau ab. Soweit ich das bislang beurteilen kann, fahren sie in den seltensten Fällen Umwege, um noch mehr zu verdienen. Falls doch sind diese Marginal und beruhen vermutlich auf mangelnder Ortskenntnis in einzelnen Stadtteilen. Insgesamt ist der Straßenverkehr in Peking recht zivilisiert. Zwar lässt er sich nicht mit dem Deutschen Verkehr vergleichen, jedoch ist er auch kein Vergleich zu Tianjing vor zwei Jahren. Immerhin hält man in Peking meistens an roten Ampeln an.

Wem das eigene Auto wegen, der Ruhetage zu stressig, Bus und Ubahn zu voll und das Taxi zu teuer ist, der muss sich mit einem für China so klassichen Fahrrad in den Pekinger Verkehr stürzen. Allerdings habe ich das Gefühl nach drei Monaten in Peking bereits weniger Fahrräder zu sehen als noch im September. So das die Benutzer dieses Verkehrsmittels (zumindest in Peking) langfristig zu einer aussterbenden Spezies gehören durften.

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Dieser Artikel ist der erste in einer Serie von Artikeln in denen ich Stipendienprogramme vorstelle, durch die es möglich ist nach China zu gehen.

Das China Stipendienprogramm der Studienstiftung des deutschen Volkes, ist ein hochgeradiges Stipendium, um ein Jahr in China studieren zu können. Jedes Jahr werden 10 Stipendien vergeben (bei ca. 400 Bewerbern!). Obwohl das Programm von der Studienstiftung des deutschen Volkes durchgeführt und betreut wird, ist es nicht für deren Stipendiaten exklusiv. Somit ist das Programm frei für jedermann. Erhält man dieses Stipendium, wird man zusätzlich für den Rest seines Studiums in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. Das Stipendium hat eine sehr lange Vorlaufzeit und richtet sich vor allem an Studenten in den frühen Semestern. Die lange Vorlaufzeit sollte bei der Bewerbung berücksichtigt werden.

Neben dem Erwerb von Sprach und Landeskenntnissen sieht dieses Stipendium ausdrücklich den Erwerb von Fachkenntnissen vor, was es meiner Meinung nach besonders attraktiv macht. So studiert man ein Jahr lang in China sollte aber im zweiten Semester vermehrt Vorlesungen aus dem eigenen Fachgebiet wählen. Chinesischkenntnisse sind ausdrücklich erwünscht aber nicht notwendig.

Der Bewerbungsablauf ist folgendermaßen:

  • Schriftliche Bewerbung bis 30.4.: Hierbei wird ein Motivationsschreiben gefordert.
  • August: 3 wöchiger Intensiv Sprachkurs am Institut für Sinologie in Trier
  • November: Auswahlgespräche in Bonn

Fällt die Bewerbung positiv aus, so hat man im darauf folgenden Frühling einen weiteren 3 wöchigen Intensivsprachkurs. Im August gibt es bei Bedarf eine weitere Woche Sprachkurs und im September ist dann Abflug nach China. Obwohl man seine Uni frei wählen darf, ist es üblich nach Nanjing zu gehen. Da das Programm ursprünglich in Kooperation mit Nanjing erstellt wurde.

Da ich mich selbst für dieses Stipendium beworben habe, kann ich euch ein Paar Erfahrungen mitgeben:
Das Motivationsschreiben sollte wohl überlegt sein. Es dient als Gesprächsgrundlage, für die Auswahlgespräche im November. Bei diesen Gesprächen muss man sich zwei mal 40 Minuten mit jeweils zwei Menschen unterhalten. Die Auswahlkommission besteht bunt gemischt aus Professoren, Chinesen, Leuten aus der Wirtschaft und ggf. auch Politikern. Jedes Mitglied der Auswahlkomission, das man sieht, kann einem ein bis 10 Punkte geben. Wodurch man insgesamt 40 Punkte erhalten kann.
Im Anschluss an den ersten Sprachkurs gibt es einen Test, bei dem die Teilnehmer in der Regel zwischen 6 und 10 Punkten erhalten. Am ende werden die 10 Bewerber mit den meisten Punkten genommen. In der Regel liegt die Grenze bei ca 37 Punkten.

Die Vorauswahl der potentiellen Kandidaten nach der schriftlichen Bewerbung beruht vermutlich mehr auf dem Lebenslauf, als auf dem Motivationsschreiben, weswegen es wie schon erwähnt sinnvoll ist im Motivationsschreiben tief zu stapeln, so dass man später im Gespräch punkten kann. Der Intensivkurs ist wirklich intensiv, an 6 Tagen pro Woche hat man 6 Stunden Unterricht und abends jeweils 2 Stunden Thaichi oder einen weiteren Vortrag von einem Professor oder Wissenschaftler in Trier. Zusätzlich erhält man täglich Hausaufgaben deren Bearbeitung locker zwei Stunden in Anspruch nehmen sollte.

Die 20 Bewerber, die nach der schriftlichen Vorauswahl zum Sprachkurs eingeladen werden, werden auf 4 Klassen aufgeteilt, so dass ein sehr Intensives Lernen in kleinen Gruppen (zu 5 Leuten) möglich ist. Bei dem Sprachkurs wird vor allem sehr viel von Deutsch ins Chinesische übersetzt, auf Anfänger Niveau wird man in 3 Wochen ca. 400 Zeichen lernen.

Man sollte sich am besten schon vor der schriftlichen Bewerbung auf die Auswahlgespräche vorbereiten, in dem man sich mit dem Land China auseinander setzt. Motivation erscheint mir hierbei alles entscheidend. Es empfiehlt sich Literatur zur Geschichte Chinas, zur Kultur und zur aktuellen Gesellschaft zu lesen. Besonders empfehlenswert sind die Titel: Chinas Weg in die Moderne von Herbert Spence und die Bücher von Joseph Needham zum Beispiel Wissenschaft und Zivilisation in China. Empfehlenswert ist auch Eine Welt aus Zeichen - über die Chinesen und ihre Schrift. von Cecilia Lindqvist Außerdem gibt es von der Bundeszentrale für Politische Bildung eine sehr lesenswerte Broschüre über China. Wichtiger als dieses Fachwissen über China ist aber das echte eigene Interesse. So sollte man sein Interesse an China zum Beispiel mit dem eigenen Studium, den Hobbies oder sonstigen Interessen verknüpfen können. Hierfür mag es helfen, die oben genannte Literatur sehr frühzeitig zu lesen.

Das Stipendium enthält, die Finanzierung von drei Sprachkursen, 1000 Euro für Privaten Sprachunterricht, monatlich 700 Euro (für 12 Monate Aufenthalt) eine Mobilitätspauschale von 1000 Euro, kosten für An und Abreise sowie die übernahme der Studiengebühren. Finanziert wird das Programm durch die Alfried Krup von Bohlen und Halbach Stifgung

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Arbeitende Chinesen

Written by Rene-Pickhardt in Sehenswertes, Tourismus

China gilt als das Land mit dem größten Wirtschaftswachstum und ist von der Banken und Konjunkturkriese kaum getroffen. Man hat in diesem Jahr immer noch ein Wirtschaftswachstum von ca. 7 bis 8 Prozent. Arbeit gibt es in China viel, so dass man fast überall Menschen arbeiten sieht. Natürlich gibt es in China und gerade der Gegend um Peking heraum auch sehr viele Bürojobs und Arbeitsplätze im Hightechsektor. Einige dieser Firmen durften wir im Rahmenprogramm des DAAD bereits besuchen. Leider ist dort das Fotographieren immer verboten, so dass ich euch mit Fotos von der Straße versorgen muss. Doch sieht man auf der Straße und im Alltag eher die gewöhnlicheren, traditionelleren Arbeiten. So habe ich in den vergangenen Monaten einfach ein Mal ein Paar Fotos von arbeitenden Chinesen gesammelt und zusammengestellt, so dass man einen Eindruck haben kann, was man hier so beobachten kann.

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Wenn man sich in der Gegend um Guilin befindet, sollte man auf keinen Fall auf einen Ausflug nach Ping An verzichten. Hier kann man die traumhaften Drachenterrassen erkunden. Diesen Tripp sollte man auf jeden Fall eigenständig und ohne Guide machen!

Von Yangshuo, Guilin und Longsheng aus gibt es Busse die einen für ein Paar Euro nach Ping An bringen. Ping An ist ein altes chinesisches Bergdorf in den Bergen um Guilin. Da es zu wenig Fläche für den Reisbau gab haben die Chinesen in dieser Gegend Reisterassen in die Berge gebaut. Heutzutage wird in dem Bergdorf immer noch Reis angebaut. Allerdings lebt der Ort vom Tourismus. Somit müssen Touristen auf der Busfahrt nach Guilin noch eine Eintrittskarte für den Ort kaufen. Davon sagen einem die Busfahrer vor der Abfahrt nichts und die Möglichkeit zum Ticketkauf ist auch mitten in der Prärie, kostet dafür aber auch nur 5 Euro pro Person.
Der Bus kann nicht bis ganz nach Ping An fahren. die letzten Kilometer muss man zu Fuß laufen. Bereits an der Bushaltestelle wird man von Dorfbewohnern abgefangen, die einem das Gepäck tragen wollen, oder die den geneigten Besucher sogar in Gondeln zum Dorf tragen wollen. Unserer Erfahrung nach ist der Weg jedoch kurz und kann von jedermann selbst bestritten werden.

In Ping An haben wir uns ein Hotel gesucht, für das wir mit drei Personen insgesamt 5 Euro bezahlt haben. Ich möchte hier ausdrücklich vor dubiosen Reiseveranstaltern warnen. Nicht selten findet man im Internet bei der Suche nach Reisfelder China, Guilin oder Yangshuo Reiseanbieter, die einem oft für über 100 Euro einen Tripp von einem dieser Orte nach Ping An anbieten wollen. Diese Reisen dauern meist 3 Tage mit 2 Übernachtungen. Außerdem wird noch ein englischsprachiger Guide zur verfügung gestellt. Diese Angebote sollte man unter keinen Umständen wahrnehmen, da sie totale Abzocke sind. Wir haben für 25 Euro die Busfahrt, Eintritt sowie zwei Übernachtungen erhalten. Somit konnten wir für ein viertel unsere Reise nach Ping An bestreiten. Die Kosten für Essen und verpflegung sind in Ping An zwar verständlicherweise teurer als in der ganzen Gegend, sind aber bei den fertigreisen auch exklusive. der Guide scheint zwar ein netter Mehrwert zu sein, jedoch sollte man sich mal klar machen, dass man nach Ping An wegen der Landschaft und den beeindruckenden Reisfeldern fährt. Für 2 Euro habe ich mir in Ping An eine DVD zusammen mit einem Buch gekauft, die mir alles Wissenswerte über die Region verrät.

Ansonsten lasse ich die Fotos der Reisterassen einfach Mal für sich sprechen und werde auch demnächst wieder häufiger hier etwas bloggen, da doch schon einiges passiert ist.

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Bei unserer Fahrt nach Guilin haben wir uns natürlich auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen. Diese sind in China zunächst ein Mal sehr günstig, doch es gibt das Ein oder Andere was man beachten kann, damit man sich ein bisschen Zeit und Nerven sparen kann.

Eisenbahn in China - Hardsleeper oder Softsleeper?

[caption id="attachment_457" align="alignleft" width="150" caption="Peking Westbahnhof"]Peking Westbahnhof[/caption]Vor der Fahrt muss man sich ein Ticket kaufen. Das klingt zwar trivial, ist aber essentiell. Denn man kommt ohne Ticket gar nicht erst in den Bahnhof herein (Zumindest war das bei den größeren Bahnhöfen die wir gesehen haben immer so). Außerdem sind die Fahrten oft schon Tage vorher ausgebucht. Der Bahnhof lässt sich ein bisschen mit einem Flughafen vergleichen. Sicherheitskontrollen für die Reisenden, Wartehallen und dann ein Zeitfenster in dem geboardet wird.

[caption id="attachment_454" align="alignright" width="150" caption="Hardsleeper von innen"]Hardsleeper von innen[/caption]Für Fernreisende gab es früher vier verschiedene Preiskategorien. Hardseater, Softseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Heuzutage gibt es nur noch die Hardseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Der Hardsleeper ist hierbei der Way to go. Zwar ist er teurer als der Hardseater, aber niemals überbucht, so dass man definitiv sein eigenes Bett bzw. einen eigenen Platz hat. Außerdem sind die Wege zu den Toiletten nicht verstopft. Da China sehr groß ist, kann so eine Zugfahrt schon mal länger als 24 Stunden dauern und möchte man doch gerne mal schlafen. Für unsere Hardsleepertickets haben wir 40 Euro gezahlt (27 Stunden Fahrt!). Der Wagen mit Hadseatern besteht aus einem langen Gang auf der einen Seite des Zuges und auf der Seite des Gangs sind Abteile, ohne Türen, mit 6 Betten. Ein Kopfkissen und Decken sind in dem Zug vorhanden.

Wer lieber ungestört ist, kann sich mit 4 Leuten ein Softsleeper Wagon teilen. Man zahlt etwa den doppelten Preis, dafür kann man aber das Abteil abschließen. Man kann als Europäer aufrecht auf dem unteren Bett sitzen, da ja nur zwei Betten sich die Höhe des Zugs aufteilen müssen und keine drei, wie beim Hardsleeper. Außerdem erschienen mir die Betten im Softsleeper ein wenig breiter. Wir waren uns allerdings einig, dass der Softsleeper nur zu wählen ist, wenn der Hardsleeper ausgebucht ist, da Hardseater ein absolutes Nogo für Reisen über 6 Stunden ist.

[caption id="attachment_459" align="alignleft" width="150" caption="schlechtes essen im Zug"]schlechtes essen im Zug[/caption]Abstand nehmen sollte man übrigens von dem Speisewagen in der chinesischen Eisenbahn. Ich habe noch nie in meinem Leben so schlechtes Essen gegessen, obwohl es nur ein bisschen Reis mit Hühnerfleisch war. Das Hühnerfleisch hatte sogar die Krallen der Hühner in kleingeschnitten dabei! Sinnvollerweise kauft man sich vor der reise Obst oder andere Snacks. Besonders beliebt sind Instant-Nudeln, da man in der Eisenbahn kostenlos heißes Wasser bekommt. Wer kein Essen mitbringt kann auch frisches Obst beim Schaffner kaufen, der in regelmäßigen Abständen vorbeikommt. [caption id="attachment_452" align="alignright" width="150" caption="Toilette im chinesischen Zug"]Toilette im chinesischen Zug[/caption]Die Toiletten im Zug sind zwar typisch Chinesisch erschienen mir aber sauberer als die von Deutschen Zügen. Eine Besnderheit ist übrigens, dass sie an Bahnhöfen abgesperrt werden. Denn man möchte nicht, dass die Fahrgäste ihr Geschäft auf den Bahnsteig “spühlen”

Öffentliche Busse

Von den Bussen in China kann man, ähnlich wie bei den Zügen wahrhaftig nicht behaupten, dass sie teuer sind. Allerdings sind sie immer überfüllt. Wenn man bereits denkt, dass nichts mehr geht, dann wird einen der Schaffner überzeugen, dass doch noch einmal ein paar Reisende in den Bus passen. [caption id="attachment_456" align="alignleft" width="150" caption="öffentlicher Bus"]öffentlicher Bus[/caption]Gerade auf dem Land sind die musse meistens alte VW-Bullis, bei denen zum Teil sogar die Bänke ausgebaut sind, damit mehr Leute reinpassen. Damit man trotzdem nicht stehen muss, gibt es oft kleine Stühlchen oder Sitzbänkchen, so dass auch längere Fahrten nicht zu ansträngende werden.

Zumindest um Guilin herum gibt es auch ein richtiges Linienbusnetz mit einem eigenen Busbahnhof, der ähnlich strukturiert ist, wie der oben beschriebene Bahnhof. Es rentiert sich mit den Linienbussen zu fahren. Ggf. muss man eine Stunde warten, aber es ist auf jeden Fall günstiger, als mit einem Taxi. Außerdem bekommt man in den Linienbussen mit schlechten chinesischen Spielfilmen eine großartige Unterhaltung geboten.

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Chinesischer Markt in Fuli

Written by Rene-Pickhardt in Guilin

[caption id="attachment_438" align="alignleft" width="150" caption="Hunde Fleisch!"]Hunde Fleisch! (gou rou)[/caption]Nach unserer Bootsfahrt auf dem Li-Fluss sind wir in der Chinesischen Kleinstadt Fuli angekommen. Fuli zählt ca. 40.000 Einwohner und besitzt zunächst erst mal keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Doch wie so oft als Fremder in einem Land, kann man viele Interessante Sachen beobachten, die den Tripp in eine scheinbar langweilige Kleinstadt dennnoch sehr spannend machen.

[caption id="attachment_439" align="alignright" width="150" caption="Kräuterfrau"]Kräuterfrau[/caption]Wir sind zunächst durch die Seitenstraßen und Gassen von Fuli gewandert. Hierbei haben wir gesehen wie in Fuli vielerlei Dinge in Handarbeit hergestellt werden. Seien es Fächer, Tische, Stühle oder Schmuck. Außerdem konnten wir im Stadtzentrum einen sehr authentisch wirkenden Chinesischen Markt entdecken. Auf diesem Markt konnte man entgegen dem Video nicht nur Früchte und Gemüse kaufen. Es schien mir eher so, als sei der Markt ein Ersatz für Supermärkte oder ähnliches. So hätten wir hier alles von der Unterwäsche bis zum Schmuck bis hin zu Nahrungsmittel, aber auch alltägliche sachen wie Waschmittel oder aber Bücher, DVD’s und hightech kaufen können. Das alles unter mehr oder minder freiem Himmel.

[caption id="attachment_428" align="alignleft" width="150" caption="Unsere Tischnachbarn beim Mittagessen"]Unsere Tischnachbarn beim Mittagessen[/caption]Die Menschen von Fuli sind mir besonders durch ihre Ruhe und Gleichgültigkeit aufgefallen. Natürlich ist eine ruhige Ader etwas, das viele Chinesen haben, dennoch erschien es mir in Fuli auf einmal viel realer und näher. Zum Teil saßen alte oder junge Leute einfach vor ihrem Haus und haben darauf gewartet, dass der Tag vorüber geht. Am Markt beim Mittagessen war es sehr ähnlich. neben uns saß eine Gruppe alter Männer, die ihre Zeit einfach haben verstreichen lassen oder gelegentlich ein wenig miteinander scherzten.

So haben wir uns auch anstecken lassen und haben ungestresst einen wunderschönen Tag in Fuili verbracht und einfach das Dasein in einer chinesischen Kleinstadt im Süden des Landes genossen.

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Reise zu den Drachenrücken Reisterrassen (Ping An)

Sunday, November 15th, 2009

Wenn man sich in der Gegend um Guilin befindet, sollte man auf keinen Fall auf einen Ausflug nach Ping An verzichten. Hier kann man die traumhaften Drachenterrassen erkunden. Diesen Tripp sollte man auf jeden Fall eigenständig und ohne Guide machen!

Von Yangshuo, Guilin und Longsheng aus gibt es Busse die einen für ein Paar Euro nach Ping An bringen. Ping An ist ein altes chinesisches Bergdorf in den Bergen um Guilin. Da es zu wenig Fläche für den Reisbau gab haben die Chinesen in dieser Gegend Reisterassen in die Berge gebaut. Heutzutage wird in dem Bergdorf immer noch Reis angebaut. Allerdings lebt der Ort vom Tourismus. Somit müssen Touristen auf der Busfahrt nach Guilin noch eine Eintrittskarte für den Ort kaufen. Davon sagen einem die Busfahrer vor der Abfahrt nichts und die Möglichkeit zum Ticketkauf ist auch mitten in der Prärie, kostet dafür aber auch nur 5 Euro pro Person.
Der Bus kann nicht bis ganz nach Ping An fahren. die letzten Kilometer muss man zu Fuß laufen. Bereits an der Bushaltestelle wird man von Dorfbewohnern abgefangen, die einem das Gepäck tragen wollen, oder die den geneigten Besucher sogar in Gondeln zum Dorf tragen wollen. Unserer Erfahrung nach ist der Weg jedoch kurz und kann von jedermann selbst bestritten werden.

In Ping An haben wir uns ein Hotel gesucht, für das wir mit drei Personen insgesamt 5 Euro bezahlt haben. Ich möchte hier ausdrücklich vor dubiosen Reiseveranstaltern warnen. Nicht selten findet man im Internet bei der Suche nach Reisfelder China, Guilin oder Yangshuo Reiseanbieter, die einem oft für über 100 Euro einen Tripp von einem dieser Orte nach Ping An anbieten wollen. Diese Reisen dauern meist 3 Tage mit 2 Übernachtungen. Außerdem wird noch ein englischsprachiger Guide zur verfügung gestellt. Diese Angebote sollte man unter keinen Umständen wahrnehmen, da sie totale Abzocke sind. Wir haben für 25 Euro die Busfahrt, Eintritt sowie zwei Übernachtungen erhalten. Somit konnten wir für ein viertel unsere Reise nach Ping An bestreiten. Die Kosten für Essen und verpflegung sind in Ping An zwar verständlicherweise teurer als in der ganzen Gegend, sind aber bei den fertigreisen auch exklusive. der Guide scheint zwar ein netter Mehrwert zu sein, jedoch sollte man sich mal klar machen, dass man nach Ping An wegen der Landschaft und den beeindruckenden Reisfeldern fährt. Für 2 Euro habe ich mir in Ping An eine DVD zusammen mit einem Buch gekauft, die mir alles Wissenswerte über die Region verrät.

Ansonsten lasse ich die Fotos der Reisterassen einfach Mal für sich sprechen und werde auch demnächst wieder häufiger hier etwas bloggen, da doch schon einiges passiert ist.

Eisenbahn (Hardsleeper - Softsleeper) & Bus in China

Wednesday, November 4th, 2009

Bei unserer Fahrt nach Guilin haben wir uns natürlich auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen. Diese sind in China zunächst ein Mal sehr günstig, doch es gibt das Ein oder Andere was man beachten kann, damit man sich ein bisschen Zeit und Nerven sparen kann.

Eisenbahn in China - Hardsleeper oder Softsleeper?

[caption id="attachment_457" align="alignleft" width="150" caption="Peking Westbahnhof"]Peking Westbahnhof[/caption]Vor der Fahrt muss man sich ein Ticket kaufen. Das klingt zwar trivial, ist aber essentiell. Denn man kommt ohne Ticket gar nicht erst in den Bahnhof herein (Zumindest war das bei den größeren Bahnhöfen die wir gesehen haben immer so). Außerdem sind die Fahrten oft schon Tage vorher ausgebucht. Der Bahnhof lässt sich ein bisschen mit einem Flughafen vergleichen. Sicherheitskontrollen für die Reisenden, Wartehallen und dann ein Zeitfenster in dem geboardet wird.

[caption id="attachment_454" align="alignright" width="150" caption="Hardsleeper von innen"]Hardsleeper von innen[/caption]Für Fernreisende gab es früher vier verschiedene Preiskategorien. Hardseater, Softseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Heuzutage gibt es nur noch die Hardseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Der Hardsleeper ist hierbei der Way to go. Zwar ist er teurer als der Hardseater, aber niemals überbucht, so dass man definitiv sein eigenes Bett bzw. einen eigenen Platz hat. Außerdem sind die Wege zu den Toiletten nicht verstopft. Da China sehr groß ist, kann so eine Zugfahrt schon mal länger als 24 Stunden dauern und möchte man doch gerne mal schlafen. Für unsere Hardsleepertickets haben wir 40 Euro gezahlt (27 Stunden Fahrt!). Der Wagen mit Hadseatern besteht aus einem langen Gang auf der einen Seite des Zuges und auf der Seite des Gangs sind Abteile, ohne Türen, mit 6 Betten. Ein Kopfkissen und Decken sind in dem Zug vorhanden.

Wer lieber ungestört ist, kann sich mit 4 Leuten ein Softsleeper Wagon teilen. Man zahlt etwa den doppelten Preis, dafür kann man aber das Abteil abschließen. Man kann als Europäer aufrecht auf dem unteren Bett sitzen, da ja nur zwei Betten sich die Höhe des Zugs aufteilen müssen und keine drei, wie beim Hardsleeper. Außerdem erschienen mir die Betten im Softsleeper ein wenig breiter. Wir waren uns allerdings einig, dass der Softsleeper nur zu wählen ist, wenn der Hardsleeper ausgebucht ist, da Hardseater ein absolutes Nogo für Reisen über 6 Stunden ist.

[caption id="attachment_459" align="alignleft" width="150" caption="schlechtes essen im Zug"]schlechtes essen im Zug[/caption]Abstand nehmen sollte man übrigens von dem Speisewagen in der chinesischen Eisenbahn. Ich habe noch nie in meinem Leben so schlechtes Essen gegessen, obwohl es nur ein bisschen Reis mit Hühnerfleisch war. Das Hühnerfleisch hatte sogar die Krallen der Hühner in kleingeschnitten dabei! Sinnvollerweise kauft man sich vor der reise Obst oder andere Snacks. Besonders beliebt sind Instant-Nudeln, da man in der Eisenbahn kostenlos heißes Wasser bekommt. Wer kein Essen mitbringt kann auch frisches Obst beim Schaffner kaufen, der in regelmäßigen Abständen vorbeikommt. [caption id="attachment_452" align="alignright" width="150" caption="Toilette im chinesischen Zug"]Toilette im chinesischen Zug[/caption]Die Toiletten im Zug sind zwar typisch Chinesisch erschienen mir aber sauberer als die von Deutschen Zügen. Eine Besnderheit ist übrigens, dass sie an Bahnhöfen abgesperrt werden. Denn man möchte nicht, dass die Fahrgäste ihr Geschäft auf den Bahnsteig “spühlen”

Öffentliche Busse

Von den Bussen in China kann man, ähnlich wie bei den Zügen wahrhaftig nicht behaupten, dass sie teuer sind. Allerdings sind sie immer überfüllt. Wenn man bereits denkt, dass nichts mehr geht, dann wird einen der Schaffner überzeugen, dass doch noch einmal ein paar Reisende in den Bus passen. [caption id="attachment_456" align="alignleft" width="150" caption="öffentlicher Bus"]öffentlicher Bus[/caption]Gerade auf dem Land sind die musse meistens alte VW-Bullis, bei denen zum Teil sogar die Bänke ausgebaut sind, damit mehr Leute reinpassen. Damit man trotzdem nicht stehen muss, gibt es oft kleine Stühlchen oder Sitzbänkchen, so dass auch längere Fahrten nicht zu ansträngende werden.

Zumindest um Guilin herum gibt es auch ein richtiges Linienbusnetz mit einem eigenen Busbahnhof, der ähnlich strukturiert ist, wie der oben beschriebene Bahnhof. Es rentiert sich mit den Linienbussen zu fahren. Ggf. muss man eine Stunde warten, aber es ist auf jeden Fall günstiger, als mit einem Taxi. Außerdem bekommt man in den Linienbussen mit schlechten chinesischen Spielfilmen eine großartige Unterhaltung geboten.

Chinesischer Markt in Fuli

Monday, November 2nd, 2009

[caption id="attachment_438" align="alignleft" width="150" caption="Hunde Fleisch!"]Hunde Fleisch! (gou rou)[/caption]Nach unserer Bootsfahrt auf dem Li-Fluss sind wir in der Chinesischen Kleinstadt Fuli angekommen. Fuli zählt ca. 40.000 Einwohner und besitzt zunächst erst mal keine besonderen Sehenswürdigkeiten. Doch wie so oft als Fremder in einem Land, kann man viele Interessante Sachen beobachten, die den Tripp in eine scheinbar langweilige Kleinstadt dennnoch sehr spannend machen.

[caption id="attachment_439" align="alignright" width="150" caption="Kräuterfrau"]Kräuterfrau[/caption]Wir sind zunächst durch die Seitenstraßen und Gassen von Fuli gewandert. Hierbei haben wir gesehen wie in Fuli vielerlei Dinge in Handarbeit hergestellt werden. Seien es Fächer, Tische, Stühle oder Schmuck. Außerdem konnten wir im Stadtzentrum einen sehr authentisch wirkenden Chinesischen Markt entdecken. Auf diesem Markt konnte man entgegen dem Video nicht nur Früchte und Gemüse kaufen. Es schien mir eher so, als sei der Markt ein Ersatz für Supermärkte oder ähnliches. So hätten wir hier alles von der Unterwäsche bis zum Schmuck bis hin zu Nahrungsmittel, aber auch alltägliche sachen wie Waschmittel oder aber Bücher, DVD’s und hightech kaufen können. Das alles unter mehr oder minder freiem Himmel.

[caption id="attachment_428" align="alignleft" width="150" caption="Unsere Tischnachbarn beim Mittagessen"]Unsere Tischnachbarn beim Mittagessen[/caption]Die Menschen von Fuli sind mir besonders durch ihre Ruhe und Gleichgültigkeit aufgefallen. Natürlich ist eine ruhige Ader etwas, das viele Chinesen haben, dennoch erschien es mir in Fuli auf einmal viel realer und näher. Zum Teil saßen alte oder junge Leute einfach vor ihrem Haus und haben darauf gewartet, dass der Tag vorüber geht. Am Markt beim Mittagessen war es sehr ähnlich. neben uns saß eine Gruppe alter Männer, die ihre Zeit einfach haben verstreichen lassen oder gelegentlich ein wenig miteinander scherzten.

So haben wir uns auch anstecken lassen und haben ungestresst einen wunderschönen Tag in Fuili verbracht und einfach das Dasein in einer chinesischen Kleinstadt im Süden des Landes genossen.

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