Verkehr in Peking ist ein heißes Thema. Volle Straßen und der verzweifelte Kampf etwas dagegen zu unternehmen. So sind Busse und Ubahn grenzenlos subventioniert. Die Pekinger Ubahn, kostet egal auf welcher Strecke 20 Euro Cent und die Busse sind mit 4 Cent sogar noch billiger. Hiermit versucht man den Verkehr (d.h. vor allem Autos) von den Straßen zu holen, was bei einer Millionenen Stadt wie Peking in der die meisten Hauptverkehrsstraßen und Ringe 3 Spurig sind trotzdem sehr sinnvoll ist.
Da Autos je nach Nummernschild nur an bestimmten Tagen bewegt werden durfen (das sollten wir mal in Deutschland vorschlagen!) bietet das Taxi in Peking immer noch eine recht gute Alternative für den Individualverkehr. Will man nicht zu einer Stoßzeit fahren, ist man zumindest so schnell unterwegs wie mit der Ubahn und hat seinen Sitzplatz im Taxi auf jeden Fall sicher. Außerdem hat das Taxi den Großen Vorteil, auch nachts ab 23 Uhr noch zu verkehren.
Aber auch die Chinesen bekommen den Ölpreis zu spüren und haben angekündigt ab Mitte nächste Woche, die Preise fürs Taxifahren zu erhöhen. Zahlte man bislang 10 Yuan (ca. 1Euro) Mindestgebühr und hatte dafür 3 frei Kilometer und musste für jeden weiteren Kilometer ca. 20 Cent bezahlen, so wird jetzt auf jede Fahrt deren Kosten 10 Yuan überschreiten ein weiterer Yuan für die Ölkosten draufgeschlagen.
So hat man zwar jetzt einen großen Aufwand, die Preistafeln in den Taxis zu ändern und die neuen Regeln allen zu erklären, aber eigentlich nicht wirklich viel Mehreinnahmen. Taxifahren ist übrigens etwas das man in Peking weiterempfehlen kann. Die Taxifahrer haben alle ein Taxometer und rechnen entsprechend sehr genau ab. Soweit ich das bislang beurteilen kann, fahren sie in den seltensten Fällen Umwege, um noch mehr zu verdienen. Falls doch sind diese Marginal und beruhen vermutlich auf mangelnder Ortskenntnis in einzelnen Stadtteilen. Insgesamt ist der Straßenverkehr in Peking recht zivilisiert. Zwar lässt er sich nicht mit dem Deutschen Verkehr vergleichen, jedoch ist er auch kein Vergleich zu Tianjing vor zwei Jahren. Immerhin hält man in Peking meistens an roten Ampeln an.
Wem das eigene Auto wegen, der Ruhetage zu stressig, Bus und Ubahn zu voll und das Taxi zu teuer ist, der muss sich mit einem für China so klassichen Fahrrad in den Pekinger Verkehr stürzen. Allerdings habe ich das Gefühl nach drei Monaten in Peking bereits weniger Fahrräder zu sehen als noch im September. So das die Benutzer dieses Verkehrsmittels (zumindest in Peking) langfristig zu einer aussterbenden Spezies gehören durften.















































[/caption]Vor der Fahrt muss man sich ein Ticket kaufen. Das klingt zwar trivial, ist aber essentiell. Denn man kommt ohne Ticket gar nicht erst in den Bahnhof herein (Zumindest war das bei den größeren Bahnhöfen die wir gesehen haben immer so). Außerdem sind die Fahrten oft schon Tage vorher ausgebucht. Der Bahnhof lässt sich ein bisschen mit einem Flughafen vergleichen. Sicherheitskontrollen für die Reisenden, Wartehallen und dann ein Zeitfenster in dem geboardet wird.
[/caption]Für Fernreisende gab es früher vier verschiedene Preiskategorien. Hardseater, Softseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Heuzutage gibt es nur noch die Hardseater, sowie Hardsleeper und Softsleeper. Der Hardsleeper ist hierbei der Way to go. Zwar ist er teurer als der Hardseater, aber niemals überbucht, so dass man definitiv sein eigenes Bett bzw. einen eigenen Platz hat. Außerdem sind die Wege zu den Toiletten nicht verstopft. Da China sehr groß ist, kann so eine Zugfahrt schon mal länger als 24 Stunden dauern und möchte man doch gerne mal schlafen. Für unsere Hardsleepertickets haben wir 40 Euro gezahlt (27 Stunden Fahrt!). Der Wagen mit Hadseatern besteht aus einem langen Gang auf der einen Seite des Zuges und auf der Seite des Gangs sind Abteile, ohne Türen, mit 6 Betten. Ein Kopfkissen und Decken sind in dem Zug vorhanden.
[/caption]Abstand nehmen sollte man übrigens von dem Speisewagen in der chinesischen Eisenbahn. Ich habe noch nie in meinem Leben so schlechtes Essen gegessen, obwohl es nur ein bisschen Reis mit Hühnerfleisch war. Das Hühnerfleisch hatte sogar die Krallen der Hühner in kleingeschnitten dabei! Sinnvollerweise kauft man sich vor der reise Obst oder andere Snacks. Besonders beliebt sind Instant-Nudeln, da man in der Eisenbahn kostenlos heißes Wasser bekommt. Wer kein Essen mitbringt kann auch frisches Obst beim Schaffner kaufen, der in regelmäßigen Abständen vorbeikommt. [caption id="attachment_452" align="alignright" width="150" caption="Toilette im chinesischen Zug"]
[/caption]Die Toiletten im Zug sind zwar typisch Chinesisch erschienen mir aber sauberer als die von Deutschen Zügen. Eine Besnderheit ist übrigens, dass sie an Bahnhöfen abgesperrt werden. Denn man möchte nicht, dass die Fahrgäste ihr Geschäft auf den Bahnsteig “spühlen”
[/caption]Gerade auf dem Land sind die musse meistens alte VW-Bullis, bei denen zum Teil sogar die Bänke ausgebaut sind, damit mehr Leute reinpassen. Damit man trotzdem nicht stehen muss, gibt es oft kleine Stühlchen oder Sitzbänkchen, so dass auch längere Fahrten nicht zu ansträngende werden.



[/caption]Nach unserer Bootsfahrt auf dem
[/caption]Wir sind zunächst durch die Seitenstraßen und Gassen von Fuli gewandert. Hierbei haben wir gesehen wie in Fuli vielerlei Dinge in Handarbeit hergestellt werden. Seien es Fächer, Tische, Stühle oder Schmuck. Außerdem konnten wir im Stadtzentrum einen sehr authentisch wirkenden Chinesischen Markt entdecken. Auf diesem Markt konnte man entgegen dem Video nicht nur Früchte und Gemüse kaufen. Es schien mir eher so, als sei der Markt ein Ersatz für Supermärkte oder ähnliches. So hätten wir hier alles von der Unterwäsche bis zum Schmuck bis hin zu Nahrungsmittel, aber auch alltägliche sachen wie Waschmittel oder aber Bücher, DVD’s und hightech kaufen können. Das alles unter mehr oder minder freiem Himmel.
[/caption]Die Menschen von Fuli sind mir besonders durch ihre Ruhe und Gleichgültigkeit aufgefallen. Natürlich ist eine ruhige Ader etwas, das viele Chinesen haben, dennoch erschien es mir in Fuli auf einmal viel realer und näher. Zum Teil saßen alte oder junge Leute einfach vor ihrem Haus und haben darauf gewartet, dass der Tag vorüber geht. Am Markt beim Mittagessen war es sehr ähnlich. neben uns saß eine Gruppe alter Männer, die ihre Zeit einfach haben verstreichen lassen oder gelegentlich ein wenig miteinander scherzten.














