Shaolin Kloster – Kung fu Video – Shaolin Mönch (Luoyang)

am 24. Februar 2010 von Rene-Pickhardt

Unsere zweite Reise begann in der chinesischen Stadt Luoyang. In Luoyang konnte man bereits den roten Faden und die große Erkenntniss der Reise sehen. Es gibt in China Millionenstädte und man bekommt einfach nichts davon mit. Das ist unvorstellbar! Luoyang befindet sich in der Provinz Henan und liegt am Luohe Fluss. die Stadt ist aus mehreren Gründen in China sehr berühmt. Es wird behauptet, dass die berühmten chinesischen Philosophen Konfuzius und Laozi in Luoyang studiert haben. Mit über 6 Millionen Einwohnern ist Luoyang ca. doppelt so groß wie Berlin. Von der Stadt selbst haben wir kaum etwas gesehen. Nach unserer Ankuft um 7:30 morgens hatten wir ein etwas außerhalb gelegenes Ziel. Ein altes Shaolin Kloster in dem heutzutage immer noch Mönche im Kung fu ausgebildet werden.

Sehenswürdigkeiten im Shaolin Kloster

Die Anlagen des südöstlich von Luoyang gelegenen Shaolin Tempels sind auf einer recht großen Fläche ausgedehnt. Neben den Gebäuden, die sich in der Architektur kaum von anderen Klostern und Templen, die ich in China bislang gesehen habe unterscheiden, bekommt man im Shaolin Temple noch einige andere Sehenswürdigkeiten geboten.

  1. Pagodenwald
  2. Kungfu Show
  3. Skulpturensammlung
  4. schöne Landschaft

In diesem Artikel gehe ich vor allen Dingen auf die Kungfu kämpfenden Mönche ein.

Shaolin Kungfu

Im Shaolin Temple gibt es 3 mal täglich eine Kungfu Show, die man kostenfrei besuchen kann. Kostenfrei heißt, dass sie im Eintrittsgeld von 100 Yuan enthalten ist. Hierbei habe ich mehrere Kungfu Videos aufgenommen und stelle sie weiter unten bereit. Shaolin Kungfu wird als Teil der Chan-Buddhistischen Glaubenstradition von diesem Mönchsorden praktiziert. Der Orden ist weltberühmt und auch ich kannte diese Kampfkunst bereits aus dem Deutschen Fernsehn. Seit 1996 ist das Kloster des ersten Patriarchen und der Pagodenwald übrigens auf der Liste der Chinesischen Denkmäler.
Der Tempel ist 1600 Jahre alt und hat entsprecehend mehrere Dynastien überlebt. Den Höhepunkt der Kampfkunst bildte die Zeit zwischen 1368 bis 1644 in der Ming-Dynastie, in der die Armee des Tempels etwa 2500 Soldaten stark gewesen sein soll. bis 1928 wurde der Tempel von mehreren Kriegsfürsten und Kaisern mehrfach zerstört, da man Angst vor der Stärke der Soldaten und Mönche hatte. Der Tempel wurde nur in kleinen Teilen wieder aufgebaut.

Shaolin Mönch zerstört Glasplatte und Luftballon mit Nagel

Shaolin Mönch zerstört Eisenstab mit seinem Kopf

Junger Shaolin Mönch (Kind)

2 Shaolinmönche

Konzentrierter Shaolin Mönch hält Waffen mit Körper auf

Endkampf der Shaolin Mönche

Freies Training

ohne Waffen

mit Waffen

in Zentralchina Reise

Kommentare (0)


Kurzes Update wieder auf Reisen

am 22. Januar 2010 von Rene-Pickhardt

Ich war letzte Woche in Shanghai und werde mich jetzt wieder auf Reise begeben. Zusammen mit einem Freund wollen wir eine Kleine Tour nach Louyang, Xian, Chengdu, Chongqing, dem Drei Schluchten Staudamm und Wuhan machen. Mal sehen was bei dieser knapp organisierten Tour wirklich raus kommt. Für den Februar verspreche ich dann ausführliche Berichterstattung über Shanghai und die Yangtse tour

Weiterhin bin ich am Überlegen auf Grund der Expo eine Unterkategorie mit Berichterstattungen zu eröffnen. Besteht daran interesse? Hinterlasst mir doch einfach einen Komentar.

in Tourismus

Kommentare (5)


Ensiferum Konzertbericht – Markus Toivonen im Mao Live House

am 9. Januar 2010 von Rene-Pickhardt

Die finnische Band Ensiferum sollte am 9. Januar ein live Konzert in Peking geben. Ensiferum ist neben Iced Earth meine Lieblingsband. Darauf habe ich mich entsprechend schon sehr lange gefreut. War es doch so, dass kurz nach meiner Abreise nach China das neue Album From Afar erscheinen sollte, welches ich in China nicht kaufen konnte. Dabei hat es doch richtig gute From Afar Reviews gehagelt. Im September war die Band dann auf Europatour, der ich auch nicht beiwohnen konnte.

Die Vorgeschichte

Nachdem ich in meinem Ensiferum Interview Markus Toivonen, den Bandgründer und Songschreiber, bereits kennenlernen durfte, hoffte ich darauf ihn bei dem Konzert im Mao Live house noch einmal zu begegnen. Viele seiner Wünsche sind nach dem Interview in Erfüllung gegangen und ich wollte ihn beglückwünschen und ihm meinen Respekt für das gelungene 4. Album aussprechen. (Die Band hat wirklich eine sehr steile Karriere hinter sich)

René hilft bei Ensiferum aus

Dann kann jedoch alles anders. Yang von Painkiller hatte mich im Laufe der Woche probiert zu kontaktieren und wollte, dass ich beim Organisieren des Konzertes aushelfe. Leider konnte er mich nicht erreichen. somit bin ich ganz normal zum Konzert. Als Yang mich aber gesehen hat, kam gerade der Tourmanager und erklärte, dass er zwei Leute für Bühnen-Security braucht. Yang schaute mich an und ich nickte…

Ensiferum von der Bühne aus

Ich habe mir also das komplette Konzert auf der Bühne neben dem Gitarristen Markus Toivonen angucken können. Leider war die Band vor dem Konzert saubeschäftigt und müde, so dass ich mit ihnen gar nicht sprechen konnte. Ich hatte es aber auch nicht eilig, denn ich musst mit dem DAAD morgen früh nach Shanghai fliegen um Firmen zu besichtigen. Das lustige ist, dass Ensiferum, nachdem sie morgen nach Xi An fahren am 13. Januar – einen Tag nach meinem Geburtstag – ein Konzert im Mao Live House von Shanghai geben werden. Han Ning von Painkiller ist dabei und braucht noch Unterstützung. Das werde ich wohl übernehmen.

Gerade eben bin ich ziemlich begeistert. Zwar arbeiten Metalcon und Painkiller schon länger zusammen. Aber bei Konzerten aktiv helfen, war wegen meiner zu schwachen chinesisch Kenntnisse bislang nicht drin. Das ich meinen ersten Einsatz, bei meiner Lieblingsband und einem so coolen Job verbringen kann, hätte ich nicht erwartet. War es doch überhaupt eine Überraschung für mich, als es vor 3 Monaten hieß, Ensiferum werden, gesponsort von der Finnischen Botschaft, nach China kommen.

不要照 (Bu yao zhao!) – Kein Fotos!

Zu meinem Job gibt es nicht viel zu sagen. Markus Toivonen hatte mir vor 1 1/2 Jahren bereits erzählt, dass er es nicht mag, wenn konzerte gefilmt werden und im Internet landen. Er findet musik hat Qulität und sollte etwas besonderes, wertvolles sein. Somit bestand die Band darauf, dass im kompletten Publikum nach dem dritten Song keien Fotokameras und Videokameras mehr vorhanden sind. Außerdem sollte ich aufpassen, dass keine Crowdsurfer auf die Bühne kommen. Ich war beeindruckt, dass nach dem vierten Song wirklich alle Kameras im Publikum verschwunden waren. Ich sage nur: “Bu yao zhao!” Einen Nachteil hat der Job, ich konnte natürlich selbst nicht fotographieren. Zwar soll ich in bälde Fotos von meinen Freunden bekommen, aber jetzt müsst ihr euch erst ein Mal mit einem Ensiferum Artikel ohne Fotos zufrieden geben, vielleicht kann ich ja vom Shanghai konzert welche Nachreichen.

Der weitere Nachteil war übrigens dass man auf der Bühne nur den Sound der Monitore hört und das ist nicht identisch mit dem was beim Publikum ankommt. Ich habe ein komplettes Konzert ohne den Gesang des Frontmans Petri Lindroos (auch bei Nother ) erleben durfen. Da ich die Lieder eh auswändig kann habe ich einfach im Kopf mitgesungen und dabei Markus und den Bassisten Sami Hinkka bewundert. Vor allem Sami zieht eine sau geile Live performance ab und kann perfekt das Publikum aufheizen. Dabei Legt ein ein bissel die Allüren des Amon-Amarth-Frontmans Johan Hegg an den Tag.

Ensiferum From Afar Tour Setliste

Überrascht war ich übrigens auch in einer ganze anderen Hinsicht vom Publikum. Erstens war das Mao Live house fast ausverkauft und zweitens waren viele Text und Melodiesicher und kannten fast jeden der Songs. Zur Seltiste gibt es nicht so viel zu sagen. Eine perfekte Mischung aus den alten Alben (Ensiferum, Iron und Victory Songs) und den neuen Songs. Ich war überrascht, dass sie stone cold metal gespielt haben. Schließlich musste der lange Instrumentale Part größten Teils vom Band eingespielt werden. Die Verschnaufpause tat der Band auch gut. Little Dreamer hat gefehlt, dafür waren Trecherous gods und Token auf Time dabei. Das Publikum forderte mehrmals Lai Lai Hei und hat den Song auch bekommen. außerdem waren noch mit dabei victory songs, iron, battle song, from afar, Ahti und twilight tavern. Erst jetzt fällt mir auf, dass sie auf Tale of Revenge verzichtet haben. Aber ist ja auch klar, dass bei 4 Alben immer weniger Songs pro Album gespielt werden können.

Für mich können Ensiferum auch nach ihrem 4. Album From Afar, wie man an diesem Blogeintrag leicht erkennen kann immer noch stark überzeugen. Die Jungs sind in ihrer Porformance sau professionell geworden, die Songs sind noch ein Mal besser geworden und ich freue mich riesig auf den 13. Januar.

Keine Cd’s am Merchandise Stand

Einen kleinen Schmackerl mag ich noch los werden. Europäische Bands lernen zu meinem Leidwesen, dass man in China keine CD’s verkaufen kann, zwar gab es Ensiferum Shirts für 8 Euro und Sweatshirts für 15 Euro (die ich mir in Shanghai noch zulegen werden) Doch selbst bei der Asientour war es unmöglich das aktuelle From Afar Album zu erstehen. Hatte ich doch sogar auf eine signierte Version gehofft…

in Heavy Metal

Kommentare (3)


Ego Fall 13Club Metal Sylvester

am 6. Januar 2010 von Rene-Pickhardt

Sylvester ist hier in Peking, ähnlich wie Weihnachten, auch ein eher undbedeutendes Fest. Für die westliche Community gab es eine Party in einer der leerstehenden Hallen im Künstlervirtel 798, über das ich letztens erst berichtet habe.

13 Club – Heavy Metal Underground

Ich persönlich habe den Abend dazu verwendet mich ein Mal mehr in den Pekinger Metal Underground zu stürzen. Im 13 Club, gab es wieder ein Konzert mit den Auftritten von mehreren Metal-Bands. Neben Frosty Eve, die ich bereits beim Stratovarius-Konzert kennenlernen konnte, durfte ich dieses Mal auch die Lable-Kollegen Ego Fall kennenlernen. ich war beeindruckt! Anbei ein Video von ihrem Auftritt, leider ist der Sound total übersteuert, doch es gibt ein paar Sachen auf die man achten kann.

  1. Der chinesische Sänger mit Dreadlocks! Wahnsinn, schaut euch seine Leistung als Frontman an.
  2. Der Bassist, der immer wieder seine tiefe Stimme gekoppelt mit dem Bass einsetzt, um einen Didgereedoo Effekt zu erzeugen und dadurch das Gefühl traditioneller chinesischer Instrumente wiedergibt (wie gesagt sorry noch mal für den miesen Sound)
  3. Das Publikum. Schaut euch die Chinesen an! Die brennen mehr Heavy Metal zu hören.

Female voice Metal

Und natürlich gab es auch mal wieder eine Female Voice Band aus China. Schon fast nichts besonderes mehr, doch gab es dabei eine Überraschung. Die Sängerin saß mit einer Behinderung headbangend im Rollstuhl und hat mal clean gesungen und mal gegrunzt!

Das Video hat einen besseren Sound als das von Ego Fall, auch wenn der Gesang sich am Anfang wegen Tonproblemen im 13Club ein bissel komisch anhört. Die Band war insgesamt nicht sonderlich kreativ, doch war ich von dem Auftritt ziemlich berührt. Ich habe in China vorher noch keinen einzigen behinderten Menschen gesehen und mich gefragt, ob es diese überhaupt gibt?
Stilistisch lässt sich die Musik dieser Band mal wieder in Gothic Metal einordnen.

Nun freue ich mich allerdings erst ein Mal auf den Van Canto – Auftritt im Qutasch Comedy Club den ich hier zwar nich live sehen kann, aber sicherlich im nachhinein.

in Heavy Metal

Kommentare (1)


Heilig Abend (Weihnachten) mit Teppanyaki

am 6. Januar 2010 von Rene-Pickhardt

Steak Teppanyaki Feuer

Steak Teppanyaki Feuer

Heilig Abend haben die anderen DAAD-Stipendiaten und ich gemeinsam bei einem Teppanyaki Restaurant in Peking mit dem Namen Tairyo Teppanyaki verbracht. Das Resumee in einem Wort lautet: Empfehlenswert! Für 17 Euro hatten wir all inclusive! Soll heißen All you can eat sowie all you can drink. Der Koch hat uns die leckersten Gerichte an unserem Tisch vor unseren Augen frisch zu bereitet, dazu zählten unter anderem Austern, Muscheln, Schrimps und Rinder-Steak. Es gab auch Sushi und Gemüse aber diese Art von Restaurant ist tatsächlich nichts für Vegitarier. Das Steak flambierte Steak war das größte Highlight, nicht nur vom Geschmack her. So ein zwartes Steak hatte ich in meinem Leben noch nie!

In China gibt es keine Volksreligion und die Anzahl der Chisten ist mit geschätzt 80 Millionen eher gering, somit existiert hier in der Gesellschaft Weihnachten eigentlich gar nicht. In den westlichen Vierteln der Stadt sieht man an Läden hin und wieder ein wenig Weihnachtsschmuck, da man probiert den im Westen bekannten Kommerz zu übernehmen, was zum Teil auch zu gelingen scheint.

Eigentlich wollte ich an Weihnachten noch in den ökumenischen Gottesdienst an der Deutschen Botschaftsschule Peking, doch ich war mit dem Versenden von Weihnachtsmails so beschäftigt, dass diese nicht mehr in meinen Zeitplan gepasst hat. Somit werde ich wohl erst nächste Jahr an die DSP können um mir einen Weihnachtsgottesdienst in China anzusehen.

Weihnachtslieder singen

Weihnachtslieder singen

An meiner Uni, der Beiwai, wurde 1 Woche vor Weihnachten ein künstlicher Weihnachtsbaum im internationalen Studentenwohnheim aufgebaut… Ich bin kein zu großer Fan von Weihnachten. Während ich in vielen Erfahrungsberichten oft gelesen habe, dass viele Auslands-Studenten an Weihnachten eine harte Zeit vor sich haben, ging es mir super. Endlich ein Mal kein übertriebener Rummel! Das einzig doofe war der Unterricht sowohl am 24. als auch 25. Dezember.

Eine kleine weihnachtenliche Besonderheit gab es dann allerdings doch noch. Im Teppanyaki Restaurant haben wir, auf meinen Vorschlag hin, begonnen Weihnachtslieder zu singen! das würde in Deutschland in einem öffentlichen Restaurant natürlich keiner machen, aber wir sind ja in China und lernen dazu. Erschreckend war jedoch, das wir bei den meisten Liedern jeweils nur die erste Strophe mit Ach und Krach hinbekommen haben. Es ist wirklich schade, wie das deutsche Kulturgut dermaßen dehin schwindet.

Essen auf Herdplatte

Essen auf Herdplatte

Ich möchte noch ein Mal auf den Teppanyaki Grill zurück kommen. Jeder der nach Peking kommt, sollte dieses Erlbnis mitnehmen. Ich habe in meinem Leben wirklich nur ganz selten so vorzüglich gegessen. Zwar sind 17 Euro für chinesische Verhätlnisse eine Stange Geld, doch sie sind sehr gut investiert. Es lohnt sich übrengs bei Tairyo vorher einen Tisch zu reservieren. Anbei noch ein Video des Kochs beim Zubereiten diverser Fischgerichte:

in Rene @ China, Sprache & Praxis

Kommentare (1)


798 Künstlerviertel – Kunst in Peking

am 19. Dezember 2009 von Rene-Pickhardt
Kunst in Peking 798

Kunst in Peking 798

798 ist das bekannteste Künstlerviertel für moderne Kunst in Peking. Ursprünglich handelt es sich bei dem Künstlerviertel 798 um eine alte Militärfabrik im Nordosten (Chaoyang Distrikt) von Peking. Diese wurde übrigens als Chinesisch Russisches Gemeinschaftsprojekt mit der Hilfe von DDR-Architekten und Ingenieuren entworfen und in den 1950ern erbaut. Man erkennt, dass einige Hallen die, für die DDR typischen, viertelkreisrunden Dächer mit Schrägen auf der gegenüberliegenden Seite besitzen. Die Dachschrägen sind alle nach Norden ausgerichtet und sind die einzigen Fenster der Fabrikhallen. So wollte man ein gleichmäßiges Licht, ohne zu große Schattenwürfe gewährleisten.

Künstlerviertel 798

Künstlerviertel 798

Nachdem die Fabrik eine Zeit lang still stand hat Anfang der 90er ein chinesischer Künstler beschlossen in einem dieser Gebäude seine Kunst auszustellen. Die Räumlichkeiten waren großflächig und sehr günstig zu mieten. Innerhalbt weniger Jahr haben ihm dieses viele Künstler aus Peking und später ganz China nachgemacht und es hat sich eine Eigendynamik entwickelt. Ca. seit der Jahrtausendwende ist 798 zu dem angesagten Künstlerviertel in Peking für moderne chinesische Kunst avanciert. Die Mietpreise haben sich vervielfacht und man findet neben den Kunst-Ausstellungen eine große Ansammlung von westlichen Bars und Straßencafés.

Europa by Ai Weiwei

Europa by Ai Weiwei

Da es sehr kalt war und keines der Gebäude (außer den Bars) beheizt ist, haben wir uns nur 2 Stunden im Künstlerviertel 798 aufgehalten. Die interessantesten Kunstwerke möchte ich euch kurz vorstellen. Natürlich merkt man dabei, dass ich ein weltreisender Mathematiker bin. Beginnen wir mit der Weltkarte des berühmten chinesischen Architekten Ai Weiwei. Aus Stofflappen hat er eine 3-dimensionale Weltkarte angefertigt, die ca. 1,20 Meter hoch und ungefähr 3*5 Meter groß sein durfte.  Diese Weltkarte habe ich aus verschiedenen Perspektiven fotographiert. Leider sind nur die Fotos von China, Amerika und Europa halbwegs brauchbar geworden.

Chinesischer Abakus

Chinesischer Abakus

Barbara das folgende Stück Kunst habe ich extra für dich fotographiert und in den Blog-Artikel aufgenommen. In einem der Gebäude des Künstlerviertels haben wir nämlich einen ca. 3 Meter hohen chinesischen Abakus entdeckt, der aus Metall und Autoreifen bestand. Leider konnte ich den Abakus nicht für dein Mathematik Museeum erwerben. Auch wäre der Transport sicherlich nicht ganz einfach gewesen, aber vielleicht kannst du dich an den Fotos erfreuen und eines gerahmt anstelle des Jadeabakus in euer Museeum integrieren?

E=MC² in 798

E=MC² in 798

Der Abakus ist allerdings nicht das einzige Ausstellungsstück gewesen, das Bezug auf mein Studienfach genommen hat. Auf der Hauptsraße habe ich einen roten, menschengroßen Affen gefunden, der mit seiner Hand auf Einsteins berühmte Formel E = MC² gedeutet hat. Ob der Affe und die Formel wirklich zusammen gehörten konnte mir leider keiner erklären. Die meisten Passanten haben sich auch eher für den Affen als für die Physik interessiert. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es einen tieferen Zusammenhang zwischen dem Affen und der Formel gibt. Schließlich hat der gute Herr Einstein ja oft genug in seinem Leben betont, dass wir Menschen primitiv und nicht halb so entwickelt sind, wie wir das gerne hätten.

798 wird im Sommer bei lauwarmen Abenden sicherlich erneut mein Ausflugszielt werden. Dann verspreche ich euch auch eine größere Vielfalt an Fotos und noch mehr Hintergrundinformationen.

in Sehenswertes

Kommentare (2)


Internationale Kueche

am 15. Dezember 2009 von Rene-Pickhardt

Der Sprachunterricht der internationalen Klassen an der Beiwai wird von unseren Lehrern regelmäßig durch Freizeitaktivitäten im Klassenverband aufgelockert. Diese Aktivitäten sind nicht verpflichtend, es wird jedoch erwartet, dass man sich daran beteiligt. An meinem freien Tag heute stand Kochen auf dem Programm. Meine Studienkollegen und ich sollten jeweils ein Gericht aus unserer Heimat kochen.

Gemeinsam gehts zum Einkaufen

Was kostet die Pereronie?

Was kostet die Pereronie?

Zu erst stand jedoch gemeinsames Einkaufen auf dem Programm: Gemeinsam mit den Spanieren, einer Franzsösin, einem US-Amerikaner (aus Hawai!)  und eine Japanerin, sind wir auf den Markt gegangen und haben erstaunlich viele Zutaten aus unseren Heimatländern kaufen können. Die Schweizerin war beim Einkaufen nicht dabei, da sie ihre Zutaten bereits am Tag zu vor erworben hatte. Natürlich lag der Zweck dieser Übung auch darin gemeinsam unsere Chineischkenntnisse zu verbessern. Im Anschluss sollte das große, gemeintschaftliche Kochen in der Küche unseres Studentenwohnheims beginnen.

Sushi aus Japan

frische Sushi

frische Sushi

Shankou unsere Japanerin hat uns mit Sushi eine typische japanische Speise präsentiert. Interessant hierbei war zu sehen, wie sie beim Sushirollen tatsächlich ihre Stäbchen benutzte. Das Rollen der Sushi  war ein großes Ereignis, so dass sich jeder ein Mal daran probieren wollte. Shankou hatte beim Einkaufen der Zutaten natürlich eine Art Heimvorteil, denn hier konnte sie problemfrei sämtliche Zutaten erhalten. Dafür hatte sie sich allerdings auch für ein ziemlich schweres Rezept entschieden.

Crepe aus Frankreich

Zhihua (Capucine) unsere Französin hat und mit Crepe beschert. Leider konnten wir keine flüssige Schokolade oder Nutella erwerben, weswegen wir die Crepes mit Zucker und Butter essen mussten. Da sich das Herstellen der Crepes als etwas langwierig herausgestellte und mein Gericht schnell fertig war, habe ich ihr geholfen Crepes in meinem Wok zu braten. Das hat übrigens, entgegen unserer Erwartungen, erstaunlich gut funktioniert. Zhihua und ich waren uns allerdings darüber einige, dass wir in Frankreich für ein solches Vergehen mit mindestens 5 Jahren Freiheitsentzug zu rechnen hätten.

Tortillia und Castellana aus Spanien

Beim Tortillia kochen

Beim Tortillia kochen

Die Spanier Ricarda, David und Luca haben uns Tortillia und eine spanische Tomatensuppe mit dem Namen Castellana gezaubert. Die Suppe wird kalt zubereitet und gegessen und ist sehr zähflüssig. Der Gag ist, dass man Weißbrot in Wasser aufweicht und es gemeinsam mit Tomaten und Knoblauch zu einem dicken Brei vermischt. Nachdem noch einige andere kleine Gewürze dazu kommen wird die Suppe mit Peperonis und Eiern dekoriert und gegessen. Wahlweise kann man sie sogar mit noch mehr Weißbrot servieren.

Rösti aus der Schweiz

Schweizer Rösti

Schweizer Rösti

Rösti gab es von unserer Schweizerin Shasha (Vanessa).  Dazu gibt es wenig zu sagen, roh geröstete Kartoffeln mögen zwar ein traditionelles Gericht aus der Schweiz sein, jedoch kennt man das auch aus Deutschland. Ich habe diese Art von Essen natürlich besonders genossen. Insbesondere habe ich mich gefreut, dass ich es nicht mit deutschen Bratkartoffeln probiert habe. Ich denke 3 kartoffelgerichte wäre dann wirklich zu viel des Guten gewesen und hätte bei unserem Lehrer sicherlich einen seltsamen Eindruck hinterlassen.

Chinesisches essen aus Hawai

Ben der Ami

Ben der Ami

Unser Amerikaner Benjamin hat beschlossen, dass Burger o.ä. in China ein zu aufwändiges Gericht ist. Insbesondere hatten wir nur ein geringes Budged für Zutaten und Fleisch ist hier viel zu teuer. Also hat er sich daran versucht ein chinesisches Gericht (Gan Bian Niu Rou Si oder auf Deutsch Rind mit Sellerie) zu kochen. Leider benötigte dieses Gericht auch etwas Rindfleisch welches entweder verkocht ist oder aber nicht gut abgehangen war. Es war somit leider viel zu zäh.

Eintopf aus Deutschland

beim Eintopf kochen

Eintopf kochen

Tja ich selbst habe leider kein typisch Deutsches Gericht kochen können. Schließlich sind Bratwurst und Sauerkraut in China nur schwer zu erstehen. Jedoch habe ich das Lieblingsgericht von meiner Mama und mir gekocht. Das heißt es gab ein Gemüse Ratatouille mit Speckwürfeln und  Paprika, Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln und Peperonie.

Unser Lehrer und einiziger Chinese, der bei der Aktion beteiligt war und dessen Idee das Kochen war hat dann aus den ganzen Resten noch ein Paar kleine Speisen hervorgezaubert. Außerdem hat er jedem und vor allem Ben ein wenig geholfen.

Chinesisches Interview der Köche

Während dem Kochen habe ich ein kleines Videointerview mit unseren Chefköchen und Superstars auf Chinesisch geführt. Ich stelle dabei immer wieder die Frage: “Ni zuo sheme cai? zenme zuo?”, “你做什么菜?怎么做?” (Was Kochst du für ein Gericht? Wie geht das Rezept?) Meine Interview-Partner mussten zum Antworten schon ein Paar mehr Chinesischkenntnisse vorweisen als ich, doch ich finde sie haben sich alle recht gut geschlagen. Wenn ihr die Gerichte nachkochen wollte, dann empfiehlt es sich natürlich, chineisch zu lernen, um besser zu verstehen, wie die Beteiligten im Video ihre Rezepte erklären.

Gemeinsames Essen

Nach dem gemeinsamen Kochen wurden die Gerichte im Gemeinschaftsraum gegessen, allerdings wurden die Gerichte noch ein Mal öffentlich vorgestellt. Ich habe in Deutschland schon probiert internationale Kochabende zu organisieren. Doch ist es einfach etwas anderes, wenn man das gemeinsam mit Leuten aus allen möglichen Ländern macht! Jetzt interessiert mich natürlich noch, was ihr denkt, welches Gericht am besten war? Bzw. was ihr in so einer Situation gekocht hättet?

in Beiwai Universität

Kommentare (4)


Nikolaus – Deutsche Botschaftsschule Peking (DSP)

am 4. Dezember 2009 von Rene-Pickhardt

Es weihnachtet sehr und auch in Peking gibt es den ein oder anderen Deutschen, der seine Kinder lieber auf eine Deutsche Schule schickt. Für knapp 10.000 Euro im Jahr kann man das haben. Auf die Deutsche Botschaftsschule Peking gehen ca. 450 Kinder und Jugendliche der Jahrgangsstufen 1 bis 13. Da die Kinder am Nikolaustag auch einen Nikolaus brauchen, müssen wir Studenten hinhalten und den angenehmen Job übernehmen.

Also wird einmal der wertvolle Sprachkaus an der Beiwai blau gemacht, damit man sich den Vormittag in einem roten Kostüm als Nikolaus verkleidet vertreiben kann und zur Bespaßung der Kinder beitragen kann. Der Elternbeirat der Deutschen Schule Peking organisiert den Vormittag mit den Nikoläusen. Die Kinder der einzelnen Klassen müssen im Vorfeld einen netten Brief über einen ihrer Mittschüler schreiben. Die Briefe bekommt dann der Nikolaus und liest sie im Klassenverband vor. Es ist schon lustig zu sehen, wie in einer 11. Klasse Liebesbriefe und ähnliches umhergehen. Überhaupt scheint die Quote der Pärchen an der DSP sehr hoch zu sein. Die Eltern konnten mir das direkt erklären. Die Jugendlichen haben nicht wirklich viel Wahl und sind auch eher einsam in Peking.

Eine andere Sache, die ich als Nikolaus an der Deutschen Botschaftsschule Peking spannend fand, war die 13. Klasse und die Pläne der Schülerinnen und Schüler, wo es zum Studium hingehen sollte. Die Schüler, die oft mals aus wohlhabenden Familien kommen und nebenbei noch recht kosmopolitisch denkend erzogen werden, scheinen sich in dem Umfeld noch gegenseitig anzustacheln, so scheinen in dem Abi Jahrgang an der Deutschen Schule Peking die Wünsche für ein Studium in USA, England, China, Deutschland, Südamerika oder sonst wo ganz normal zu sein. Ich persönlich fand das spannend und habe mir vorgenommen später auch einen tollen Job im Ausland zu haben, bei dem mir der Arbeitgeber das Geld für eine solche Schule bezahlt. Ich denke Kinder können in der heutigen globalisierten Welt nicht früh genug lernen global zu denken!

in Rene @ China

Kommentare (7)


7 Star Park (Guilin)

am 3. Dezember 2009 von Rene-Pickhardt

Am letzten Tag unserer Reise nach Guilin sollte unsere Abreise am Bahnhof in Guilin um 19:30 Uhr sein. Da wir in den Ferien, in denen alle Züge überfüllt waren pünktlich am Bahnhof sein wollten und nicht wussen, wie lange wir für den Tripp von den Reisterrassen in Ping An wirklich bis nach Guilin brauchen würden, haben wir uns einfach morgens auf den Weg gemacht. Auf dem Weg hat unser Busfahrer eine Abkürzung genommen, so dass wir viel zu früh in Guilin wahren.  Wir haben uns dafür entschieden in der Universitätsstadt den 7 Star Park zu besuchen.

Der Park ist ganz nett aber nicht besonders sehenswert. Für 5 Kuai haben wir einen Taxifahrer gefunden der uns zum Park gebracht hat. Als er direkt die Preise verhandeln wollte und der Park knapp 100 Kuai Eintritt pro Person kosten sollte, bei dem nicht mal ein Studentenrabatt erlaubt war sind wir doch kritisch geworden und haben mit den Leuten von der Kasse selbst gesprochen und mussten nur 25 Kuai pro Person zahlen. Der vermeidliche Betrüger war ganz schön schnell weg.

Wie gesagt der Park ist ganz nett, aber dafür muss man nicht extra bis nach Guilin reisen. Ansonsten bleibt zu sagen, dass das Heileit des Parks eine Meute von Affen waren, die plötzlich aus dem nichts mit ganz viel essen in den Händen aufgetaucht sind und im Park rumgetollt sind. Die “Jungs” waren putzmunter und haben uns einen netten Zeitvertreib vor der ewig langen Heimfahrt beschert.

in Guilin

Kommentare (0)


Taxi Preise (Taxifahren / Verkehr) Peking

am 23. November 2009 von Rene-Pickhardt

Verkehr in Peking ist ein heißes Thema. Volle Straßen und der verzweifelte Kampf etwas dagegen zu unternehmen. So sind Busse und Ubahn grenzenlos subventioniert. Die Pekinger Ubahn, kostet egal auf welcher Strecke 20 Euro Cent und die Busse sind mit 4 Cent sogar noch billiger. Hiermit versucht man den Verkehr (d.h. vor allem Autos) von den Straßen zu holen, was bei einer Millionenen Stadt wie Peking in der die meisten Hauptverkehrsstraßen und Ringe 3 Spurig sind trotzdem sehr sinnvoll ist.

Da Autos je nach Nummernschild nur an bestimmten Tagen bewegt werden durfen (das sollten wir mal in Deutschland vorschlagen!) bietet das Taxi in Peking immer noch eine recht gute Alternative für den Individualverkehr. Will man nicht zu einer Stoßzeit fahren, ist man zumindest so schnell unterwegs wie mit der Ubahn und hat seinen Sitzplatz im Taxi auf jeden Fall sicher. Außerdem hat das Taxi den Großen Vorteil, auch nachts ab 23 Uhr noch zu verkehren.

Aber auch die Chinesen bekommen den Ölpreis zu spüren und haben angekündigt ab Mitte nächste Woche, die Preise fürs Taxifahren zu erhöhen. Zahlte man bislang 10 Yuan (ca. 1Euro) Mindestgebühr und hatte dafür 3 frei Kilometer und musste für jeden weiteren Kilometer ca. 20 Cent bezahlen, so wird jetzt auf jede Fahrt deren Kosten 10 Yuan überschreiten ein weiterer Yuan für die Ölkosten draufgeschlagen.

So hat man zwar jetzt einen großen Aufwand, die Preistafeln in den Taxis zu ändern und die neuen Regeln allen zu erklären, aber eigentlich nicht wirklich viel Mehreinnahmen.  Taxifahren ist übrigens etwas das man in Peking weiterempfehlen kann. Die Taxifahrer haben alle ein Taxometer und rechnen entsprechend sehr genau ab. Soweit ich das bislang beurteilen kann, fahren sie in den seltensten Fällen Umwege, um noch mehr zu verdienen. Falls doch sind diese Marginal und beruhen vermutlich auf mangelnder Ortskenntnis in einzelnen Stadtteilen. Insgesamt ist der Straßenverkehr in Peking recht zivilisiert. Zwar lässt er sich nicht mit dem Deutschen Verkehr vergleichen, jedoch ist er auch kein Vergleich zu Tianjing vor zwei Jahren. Immerhin hält man in Peking meistens an roten Ampeln an.

Wem das eigene Auto wegen, der Ruhetage zu stressig, Bus und Ubahn zu voll und das Taxi zu teuer ist, der muss sich mit einem für China so klassichen Fahrrad in den Pekinger Verkehr stürzen. Allerdings habe ich das Gefühl nach drei Monaten in Peking bereits weniger Fahrräder zu sehen als noch im September. So das die Benutzer dieses Verkehrsmittels (zumindest in Peking) langfristig zu einer aussterbenden Spezies gehören durften.

in Tipps und Tricks zum Überleben

Kommentare (2)